Endlich wieder richtiges Fahrrad-Wetter. Bin zwar auch bei -15° noch zur Arbeit kutschiert, aber konnte mir schon schöneres vorstellen, auch wenn das immer noch angenehmer war, als ne halbe Stunde bei der Kälte auf den verspäteten Zug zu warten.
Aber was ich nicht verstehen kann, ist der Hang zu breiten Reifen. SUVs brauchen ne Menge mehr Benzin wegen der Reifen und ihr ne Menge mehr an Kraft (oder deutlich weniger Geschwindigkeit). Drei Kilo weniger können das nicht ausgleichen.
Mir ist es schon mit Rennrad aufgefallen, dass wenn das nicht voll aufgepumpt war, pumpt man ne ganze Menge mehr für die gleiche Strecke und es ist nunmal fast überall geteert in D-Land. Selbst wenn Rad-Reifen nicht so dick sind, ist wohl ein kantiges Profil in Mode gekommen, mit möglichst viel Straßenauflage, so lange man keine Kurven fährt. In der Kurve hat man plötzlich kaum mehr Haftung und hört mit MTB-Profil gleich so einen fiesen Sound von wegen "du fährst gerade nur auf drei Noppen".
Also Rennrad fahre ich nicht mehr, aber ich achte darauf, dass meine Reifen die traditionelle U-Form im Querschnitt haben, mit möglichst viel V-Anteil. Auch mit
meinem Faltrad lasse ich jeden MTB-ler mit solchen Reifen links liegen und habe in Kurven ne vernünftige Haftung. Was die Rad-Reifen-Industrie sich da als Gag ausgedacht hat, ist kräftezehrend, gefährlich und unsinnig, aber Hauptsache sieht cool aus...