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Mac mini M6 und Mac Studio M5 Max: Leistungstest und lokale KI

Die neuesten Modelle von Apple mit den Chips M6 und M5 Max bringen eine deutlich gesteigerte Rechenleistung. Wir haben den Mac mini und den Mac Studio in verschiedenen Benchmarks und KI-Anwendungen gegenüber dem M1 Ultra geprüft.

Synthetische Tests und SSD-Geschwindigkeit

Der Mac mini nutzt den neuen M6-Chip in Zwei-Nanometer-Technologie und taktet mit 4,79 Gigahertz. In Geekbench werden die Basiswerte ermittelt, während Cinebench die Anwendung Cinema 4D simuliert. Hierbei werden insbesondere das Raytracing und die Leistung der CPU-Mehrkern-Threads über einen Zeitraum von zehn Minuten getestet.

Im Blender-Benchmark erreicht der M6 mit seiner 12-Kern-Grafikeinheit einen Wert von 2648 Punkten und übertrifft damit eine GeForce RTX 3060. Um die Geschwindigkeit der internen SSD zu prüfen, kam der Aja-Geschwindigkeitstest zum Einsatz. Bei einer Testdateigröße von 16 Gigabyte wurde analysiert, ob die Schreib- und Leserate bei großen Datenmengen einbricht oder stabil bleibt.

Lokale KI-Anwendungen im Praxistest

Ein Schwerpunkt des Tests liegt auf der lokalen Künstlichen Intelligenz. In der kostenlosen App „Draw Things“ erzeugt der M6 ein Bild in einer Minute und 44 Sekunden. Dies wird durch die neuronalen Beschleuniger in jedem der zwölf Grafikkerne ermöglicht, die zusätzlich zur zentralen neuronalen Engine arbeiten.

Über LM Studio wurden die für Apple Silicon optimierten Sprachmodelle Gemma 3 und 4 in einer quantisierten MLX-Version getestet. Trotz der 24 Gigabyte Arbeitsspeicher im Mac mini erfolgt die Textgenerierung schnell. Zudem wurde das Modell Whisper genutzt, um eine etwa 17-minütige Audiodatei lokal in Text umzuwandeln. Anschließend erstellte das System auf Basis dieses Transkripts eine präzise Zusammenfassung der wichtigsten Punkte.

Vergleich der Hardware-Generationen

Im Leistungsranking belegt der Mac Studio mit M5 Max den ersten Platz, gefolgt vom Mac mini M6 und dem Mac Studio M1 Ultra aus dem Jahr 2022. Der M5 Max setzt sich aufgrund der größeren CPU, der leistungsstärkeren GPU und des Arbeitsspeichers von 128 Gigabyte durch. Interessanterweise war der Mac mini M6 bei der Transkription schneller, da er ein kleineres Modell verwendete.

Der M1 Ultra fällt deutlich zurück, obwohl er eine höhere Speicherbandbreite besitzt als die neuen Modelle. Grund dafür ist die langsamere neuronale Engine sowie das Fehlen der neuen neuronalen Beschleuniger in der Grafikkarte. Für intensive KI-Anwendungen oder kleine Server im Büro ist der Mac Studio die geeignetere Wahl. Der Mac mini M6 bietet hingegen eine hohe Leistung für einzelne Arbeitsplätze. Bei einem Neukauf ist die M5-Serie die empfohlene Mindestausstattung für Euch.

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Michael Reimann

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