Meinst Du nicht, daß Du (etwas) übertreibst, wenn Du die User hier, die einen Wehr- oder Zivildienst geleistet haben, als "entmenscht" bezeichnest?
Ich glaube, hier will man mich falsch verstehen, oder? Das Einkerkern von unschuldigen Menschen, der Zwang zur Zwangsarbeit und das Recht von "Ausbildnern", entwürdigende Dinge zu verlangen wie durch Dreck robben oder Strammstehen oder die willkürliche Wegnahme von Freizeit und Freiheit sind _Entmenschungen_. In dem Sinn dass der Mensch eher wie ein Tier misshandelt wird, als dass er Mensch bleibt. Ein Wehrdienstleistender hat eine Entmenschung hinter sich - das hat nichts, rein gar nichts mit seinem Wert als Mensch zu tun, das ist vergleichbar mit einem Vergewaltigungsopfer: Die Vergewaltigung (be)schädigt. Sogar so weit, dass manche der vom Staat Vergewaltigten anderen (vermutlich gar nicht bewusst sondern als Folge des Traumas) missgönnen, dieser - und ich sage es ganz bewusst - Entmenschung fern bleiben zu können.
Nochmal, zur Sicherheit: Ich betrachte Menschen, die beim Heer waren, keinesfalls als etwas anderes als Menschen. Sie wurden aber vergewaltigt, die allermeisten zu etwas, was sie freiwillig nicht getan hätten, sie wurden erniedrigt, gedehmütigt und ausgebeutet. Das tut man nicht mit Menschen, daher ist das eine Entmenschung, die sie erfahren haben.
So und jetzt frag ich dich nochmal, du der diesen Dienst nicht geleistet hat, willst allen ernstes mir sagen DAS ICH ENTMENSCHT BIN?
Nein. Nicht BIST. Du bist ein Opfer einer Entmenschung geworden wie man Opfer einer Vergewaltigung wird. Ohne Schuld, hilflos, ausgeliefert und für immer mit diesem Erlebnis belastet.
Ob die Gründung einer Berufsarmee nach amerikanischen Vorbild nun sinnig ist oder nicht,darüber kann man diskutieren.Jedoch würden dann auch die Zivieldienstleistenden wegfallen und die stemmen einen nicht unwesentlichen Teil der sozialen und pflegerischen Tätigkeiten in Deutschland.
Für mich steht ausser Frage, dass es eine Verhöhnung der Bürger ist zu behaupten ohne Zwangsarbeit in .de oder .at das Gesundheitssystem nicht mehr tragfähig zu sehen.
Und das "Zwangsverpflichten" von Frauen - also bitte.
Denke mal darüber nach aus welchem Uterus du gekrochen kamst,wer dir Jahre lang den Hintern gesäubert,deine Wäsche gewaschen und hinter dir her geräumt hat.
Seufz. Weisst Du... Du wirfst mit "Drogen" und "unqualifiziert" herum und daher neige ich dazu, das auch mal so auszudrücken: Wenn Du wirklich der Meinung bist, dass man die freiwillige Entscheidung einer Frau, Mutter zu werden (was übrigens auch Verpflichtungen für den Vater aufwirft) mit einer Zwangsarbeit jeden Mannes "ausgleichen" sollte, dann ist das entweder auch auf Deinen Drogenkonsum zurückzuführen ;.) oder ebenso unqualifiziert.
Würde ich darauf kontern wollen dann könnte ich sagen: OK, aber Frauen leben länger als Männer UND gehen deutlich früher in Pension - sollten wir dann nicht alle Frauen für die stat. längere Lebenszeit zwangsverpflichten?
Noch hält sich meine Wut über deine "Entmenschlichung" in Grenzen,jedoch würde ich es sicherlich nicht übertreiben.
Ich behaupte immer noch, man versteht mich da absichtlich miss. Vielleicht erklären meine Absätze oben besser, was ich mit Entmenschung gemeint habe.
Und das ist in meinen Augen nicht tragbar, denn der Zivildienst ist moderne Versklavung.
Sehr richtig.
Ich unterstütze Euch beim Kampf für eine Zwangsverpflichtung für alle, wenn gleichtzeitig eingeführt wird, daß Väter nach der Geburt ihres Kindes genauso lange zu hause bleiben müssen wie die Mütter.
Ich will nicht, dass Frauen zwangsverpflichtet werden, ich will, dass man Menschen nicht mehr entmenscht.
Das ist nämlich die Einstellungsbremse bei Frauen: Ach nee, die könnte ja ein Kind bekommen und ein Jahr ausfallen. Ich nehme dann doch lieber den etwas mittelmäßigeren Mann.
Dir ist aber schon bewusst, dass
- Frauen Kinder FREIWILLIG bekommen
- Die Karenzzeit auf die Pensionsjahre angerechnet werden
- ich zumindest NUR Frauen kenne, die darauf brennen, die Maloche für 2 Jahre verlassen zu können