macOS Big Sur schreibt SSDs "kaputt"?

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Saurer Kupferschmied
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Ist da was dran?


Es gibt aktuell wohl zwei Lager, die einen glauben an ein Problem, die anderen nicht.
 

BalthasarBux

Schöner von Nordhausen
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Das hat nichts mit Glauben zu tun.
Auf einigen M1-Geräten sind die TBW extrem hoch. Das ist ein Fakt.
 

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Saurer Kupferschmied
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Und ist das nun ein Problem, oder nicht?

Zudem berichten auch Intel-Nutzer davon.
 

Dario von Apfel

Gelbe Schleswiger Reinette
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Also ich scheine mit meinem M1 mini nicht betroffen zu sein. In 2,5 Monaten ist meine SSD Lifetime immer noch bei 100%. Ich aber schon welche mit 3% nach 2 Monaten gesehen. Runtergerechnet wären das nur 5 Jahre bis die SSD angeblich zu viele defekte Bereiche enthält.
 
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Wuchtbrumme

Golden Noble
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Also ich scheine mit meinem M1 mini nicht betroffen zu sein. In 2,5 Monaten ist meine SSD Lifetime immer noch bei 100%.
dann nutzt Du Deinen M1 wohl zu wenig und hast möglicherweise 16GB. Die hohe SSD-Nutzung kommt durch das Swapfile, wenn ich die Annahmen (gab es ja auch schon in dem Adobe Software mit Rosetta2-Thread) richtig lese.

Es könnte sich natürlich auch um einen Bug in Big Sur (oder eine Verkettung von Bugs) handeln, Fakt ist aber, was der Mac nicht an physischem RAM hat, was aber "verdeckt" werden soll (aus validen Gründen), muss dann über virtuellen RAM kompensiert werden.

Und warum sollte Apple eine eigene SSD entwickeln mit viel besserem Flash, die Attribute und Parametrisierung des SMART-Interface (Wear) dann nicht entsprechend anpassen?

Das ist nicht OK, vor allem nicht, wenn das kaputtzuschreibende Teil fix verbaut und somit nicht austauschbar ist.

Allerdings hatten wir das schon; u.a. gab es einen Bug in ... Sierra? ... wo Apple den 32. Tag des Monats (!) jede Sekunde mehrere Hundert Mal in das Systemlog schrieb. Macht die SSD genauso kaputt auf Dauer.
 

Wuchtbrumme

Golden Noble
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Vielleicht passiert sowas auf iPhones auch. Nur keiner weiß es. Kann ja da keiner nachgucken.
es gibt Entwicklergeräte und es hat auch Jjailbreaks. Außerdem sind die OS noch unterschiedlich genug. Sein könnte es natürlich trotzdem, auch wenn es nicht exakt derselbe Bug ist - könnte ja auch ein anderer sein. Ich hoffe doch, dass sowas auffiele. Die Firma hat über 1 Milliarde Geräte im Umlauf; ein Gerätezerstörender Fehler bei iOS würde für einen größeren Aufschrei sorgen.
 

Marcel Bresink

Ananas Reinette
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Das hat nichts mit Glauben zu tun.
Auf einigen M1-Geräten sind die TBW extrem hoch. Das ist ein Fakt.
Nein, Fakt ist nur, dass es Software-Tools gibt, die meinen, eine NVMe-SSD zu erkennen (die in Wirklichkeit überhaupt nicht vorhanden ist) und die auch noch glauben zu wissen, wie Apple dort die Abnutzungsstatistiken speichert.

Macs mit M1-Prozessor verwenden reinen Flash-Speicher, der über eine proprietäre Technik ("Apple Fabric") quasi direkt mit dem Prozessor verbunden ist. Nach außen hin wird für das Betriebssystem eine SSD simuliert, deren technische Eigenschaften unbekannt sind. Schon bei normalen Festplatten ist es oft sehr zweifelhaft, was für Eigenschaften bestimmte S.M.A.R.T.-Tools glauben, herauslesen und sogar bewerten zu können. Bei einer völlig undokumentierten, simulierten Platte ist das noch zweifelhafter.
 

Dario von Apfel

Gelbe Schleswiger Reinette
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Außerdem ist ja auch nicht bekannt, was für NAND Apple nutzt. Das macht auch einen riesen Unterschied bei der Haltbarkeit.
 

ottomane

Signe Tillisch
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SMART-Werte zu interpretieren war immer schon so etwas wie Knochenwerfen oder Kaffeesatzlesen, weil die Hersteller machen, was sie wollen. Mich erinnert die Diskussion an endlose Threads in PC-Foren, wo ein Missverständnis das nächste jagte und wo sicherlich auch zahllose fehlerfreie Festplatten zu Unrecht in den Orkus oder die Rücksendung wanderten.

Das soll keine Kritik am Thema sein. Man sollte da sicher ein Auge darauf haben. Aber so lange es da keine sicheren Erkenntnisse gibt, sollte man mit den Zahlen sehr vorsichtig umgehen.

Ein Aufschrei ist m.E. daher nicht angesagt. Wir sind doch nicht bei Twitter oder Facebook. Mit Neugierde und Forscherdrang kommt man der Sache eher auf die Schliche. Vielleicht wird Apple ja mal was dazu sagen - wobei ich das nicht glaube.

Korrelieren denn die SMART-Daten irgendwie mit exorbitanten Schreibraten in der Aktivitätsanzeige?
 
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Saurer Kupferschmied
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Diese vermutlich falsch ausgelesen Werte zur Haltbarkeit mal außen vor. Aber ist es nicht erwiesen, dass das System enorme Datenmengen schreibt? Das allein ist nicht besorgniserregend?
 
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ottomane

Signe Tillisch
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Aber ist es nicht erwiesen, dass das System enorme Datenmengen schreibt? Das allein ist nicht besorgniserregend?
Danach fragte ich ja oben. Wenn man das z.B. in der Aktivitätsanzeige sehen kann, ist es schon interessanter. Wobei das auch dann interpretiert werden muss. Wenn z.B. irgendeine Anwendung ein Speicherleck hat, kann das ein Grund sein dafür, dass von Systemprozessen massiv ausgelagert wird. Bei einer kurzen Suche habe ich z.B. den Verdacht einiger gefunden, dass es an Chrome liegt.

Ich will da nix beschönigen und vielleicht liegt ja wirklich ein Fehler im Big Sur vor. Aber bevor man das sicher behaupten kann, muss man da genau hinsehen. Bei mir z.B. sehe ich nichts von hohen Schreibraten.
Oder wird das auch falsch interpretiert aufgrund der virtuellen SSD und was Apple da so gebastelt hat?

😁
Lass' uns doch sachlich bleiben. Danke.
 
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Saurer Kupferschmied
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Lass' uns doch sachlich bleiben. Danke.
Was ist denn daran nicht sachlich? Apple hat hier eine Sonderkonstruktion, bei der solch hohe Datenmengen vielleicht normal sind.

Edit:
Safari bringt auch immer die Meldung, dass eine Website zu viel Speicher benötigt und lädt den Tab dann neu. Völlig unverständlich. Hat das eine mit dem anderen vielleicht was zu tun?
 
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