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[11.0 Big Sur] M1 schreibt 600 GB in 5 Stunden auf die SSD - im Leerlauf? (Titel geändert)

Anthem

Wohlschmecker aus Vierlanden
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Nachtrag: Ich habe den alten Title geändert. vorher: 1 TB geschrieben Daten - ohne das ich was kopiert habe? Es ist der Kernel task, der die großen Datenbewegungen verursacht

Hallo zusammen,

durch diesen Thread zu LR10 auf dem M1 https://feedback.photoshop.com/conv...m1-macs-with-rosetta/5fd7cefe7288d52d004c5a1c "aufgestachelt", habe ich mir die Aktivitätsanzeige mal angeschaut. Heute Vormittag lief der Mac mini M1 16GB / 1TB ca. 6 Stunden ohne ein geöffnetes Programm ausser dem was so mutgeladen wird: Dropbox, Onedrive, Creative Cloud und was so vom System kommt: Geschriebene Daten in der Zeit ca. 600 GB. Der Speicher-SWOP lag bei ca. 4 GB

Heute Nachmittag habe ich vor allem mit Affinity Publisher gearbeitet: Rund 1 TB geschriebene Daten in 5 Stunden. Die Datei die ich geöffnet hatte, ist ca. 20 MB groß und alle Bilder die ich dabei benutzte habe kommen zusammen auf max. 200 MB. Der Publisher hat die SWOP-Datei auf gut 10GB gebracht.

Alles in allen sind da runde 1,6 TB, ohne das ich selbst mehr als 500 MB selbst davon bewegt habe.

Der obige Thread und die dort aufgeworfenen Fragen verunsichern mich, da ich kein Wissen über SSDs habe - ausser das sie sich nicht wie HD drehen :eek:

Kann mir einer von euch erklären, was es mit diesen Datenmengen auf sich hat, wie die entstehen und ob das was ist, was die SSD "gefährdet"?

Schönen Abend noch
Anthem
 
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Anthem

Wohlschmecker aus Vierlanden
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Hallo Scotch, ich versuche die Antwort mal zu entschlüsseln :D

Ja - Du kannst es erklären
Cache - Die Daten werden in den Cache geschrieben und nicht auf die Festplatte
Nein - Die SSD ist nicht gefährdet.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, das Apple ein Gerät so konzipiert, das es selbst im Leerlauf pro Tag rund 1 TB Daten schreibt und die Lebensdauer der SSD damit drastisch verkürzt. Technisch besser verstehen, wie solche Werte im Aktivitätsmanager zustandekommen möchte ich schon gern.
 

Benutzer 239228

Gast
Die Daten werden in den Cache geschrieben und nicht auf die Festplatte
Der Cache sollte sich aber auf der SSD befinden. Wo sonst? Im RAM? Wohl kaum.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, das Apple ein Gerät so konzipiert, das es selbst im Leerlauf pro Tag rund 1 TB Daten schreibt und die Lebensdauer der SSD damit drastisch verkürzt.
Sicher nicht. Wenn dann wäre das ein Bug.
 
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Anthem

Wohlschmecker aus Vierlanden
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Scotch

Goldrenette von Peasgood
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Hallo Scotch, ich versuche die Antwort mal zu entschlüsseln :D
Fast: Die Daten werden schon auf die SSD gecached, aber das ist die Erklärung für die in Summe große Datenmenge. Das ist natürlich der Gesamtlebensdauer einer SSD nicht "zuträglich", aber ist halt so und spielt i.d.R. im Rahmen der Lebensdauer einer SSD keine Rolle.

Meine war z.B. nach ca. 10 Jahren Dauernutzung meines iMac durch.

Mal als Vergleich: Mein Windows-PC, an dem ich hier gerade arbeite cached auch so mit ca. 10MB/s auf die SSD.

Der Cache sollte sich aber auf der SSD befinden. Wo sonst? Im RAM? Wohl kaum.
Da wird selbstverständlich auch gecached, aber das spielt hier keine Rolle. Und DRAM macht das im Gegensatz zu einer SSD auch dauerhaft nix aus, da der grundsätzlich dafür ausgelegt ist.
 

Wuchtbrumme

Golden Noble
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es heißt: "swap"!
Kann mir einer von euch erklären, was es mit diesen Datenmengen auf sich hat, wie die entstehen und ob das was ist, was die SSD "gefährdet"?
Ich versuche mal, das "Problem" ganz einfach zusammenzufassen:
Die automatische, maschinelle Übersetzung von intel-Binärcode in Apple Silicon-Code funktioniert, ohne dass man ein Problem erkennen würde. Im Gegenteil, es läuft richtig flott. Aus irgendeinem Grund steigt aber - besonders bei Aktivierung jegweder Beschleunigungsoption innerhalb der CC-Abo-Programme von Adobe: Photoshop, Lightroom Classic und Lightroom (CC) - der Speicherverbrauch an RAM. Dies wird wiederum automatisch und auch wiederum, ohne dass man ein Problem durch Performanceengpässe sehen würde, jedenmfalls zunächst, kompensiert, indem RAM auf dem Festspeicher als "swap" ausgelagert wird.

Die Auswirkung des Problems scheint mit dem Grad der Beschleunigungsoptionen zu skalieren und auf Geräten mit mehr RAM (16GB) zumindest weniger gravierend zu sein, ohne, dass man da entwarnen dürfte.

Die SSD verdeckt durch ihre Performance einen Performanceengpass. Consumer-SSDs zeichnen sich durch Flash-Bausteine aus, die nur für eine begrenzte Anzahl oft beschrieben werden können; insofern ist die kolportierte Datenmenge hier tödlich auf lange Sicht (und je nach SSD-Modell und Garantiebedingungen auch schon zeitnah).

Ich hoffe, diese Erklärung macht verständlich, was da als Problem gesehen wird.

Da ich von Adobe nicht viel halte, abgesehen davon dass Lightroom Classic ziemlich alleine in seiner Klasse dasteht (also keine Konkurrenz hat), und schon immer durch räudige Programmierung und mangelhaften Support auffiel, bleibt wohl nicht viel als auf eine Apple-Silicon-"native" Binärversion* zu hoffen, die irgendwann in nächster Zeit erscheinen soll (*gemeint ist eine Version, die Rosetta2 nicht mehr benötigt).
 

Scotch

Goldrenette von Peasgood
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Hier laufen gerade zwei Baustellen durcheinander: Es gibt ein mögliches Speicherleck bei LR auf M1.

Das hat aber mit den Sorgen des TE nichts zu tun:

Heute Vormittag lief der Mac mini M1 16GB / 1TB ca. 6 Stunden ohne ein geöffnetes Programm (...)
Heute Nachmittag habe ich vor allem mit Affinity Publisher gearbeitet: (...)
Siehe #2, das ist ganz normales Systemverhalten und hat nix mit irgendwelchen tatsächlichen oder vermeintlichen Adobe-Problemen zu tun.
 
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Wuchtbrumme

Golden Noble
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Hallo @Scotch, berechtigter Einwand, da hatte ich wohl den TE falsch verstanden, der ja den Link zu dem Thread zum LrC@M1 postete. Interessante Beobachtung, zu der aber ich und auch niemand anderes ohne mehr Informationen zu erhalten etwas sagen kann.

Für die zweite Teilfrage des TE zum SSD-Verhalten oder SSD-Aufbau sollten meine Aussagen im letzten Teil meines Posts reichen.
 

Anthem

Wohlschmecker aus Vierlanden
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Danke an alle für die Antworten.

@Wuchtbrumme Ja, deine Erklärung zum SSD-Verhalten und -Aufbau haben die Sache für mich erhellt. Ich habe mich zwischenzeitlich auch anderweitig noch ein bißchen in das Thema eingelesen und verstanden, das SSD heutzutage mehr aushalten, als früher. So richtig beruhigt bin ich allerdings immer noch nicht. Die Datenmengen die dort herangezogen werden, erreicht der Mini ja schon nach kurzer Zeit und nicht erst nach 1 Jahr.

Du hast als Vergleich deinen PC angeführt, der 10 MB/s auf die SSD cached. Das macht 10*60*60 = 36 GB/h. Der Einfachheit halber rechne ich die Laufzeit pro Tag mal mit 10 h = 360 GB.

Den M1 habe ich um 18:19 Uhr angeschaltet. 11 Minuten später hatte zwar noch nicht geswapt, aber schon 42 GB auf die Platte geschrieben. Jetzt nach ca. 45 Minuten sind es hier 190GB. Auch ohne Swap. (Ich hoffe, ich habe mich nirgendwo verrechnet :eek: ) Wenn die SSD dann nicht in 10 Jahren sondern in 2 "fertig" wäre, kann man sie ja nicht mal ersetzen.

Kann ja sein, da ich was völlig falsch verstehe und die Aktivitätsanzeige mit "Festplatte geschriebene Daten" etwas anderes meint, als das Beschreiben der SSD und "Abarbeiten" der Schreibzyklen. Aber was wird da ausgelagert, wenn der Swap bei 0 Byte ist?

Ich habe mal Screenshots vom Speicherverbrauch und der Festplattennutzung gemacht. Meine Rechner tausche ich normalerweise nicht nach 2 Jahren aus. Dann würde mir das ganze auch kein Kopfzerbrechen bereiten.

Danke jedenfalls an alle, die hier mitlesen und sich Mühe geben, mir das ganze zu verklickern.

Anthem

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ottomane

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Unter Catalina habe ich 1/4 von deinen Datenmengen nach 12h. Aber vielleicht ist Big Sur auch irgendwie "anders".
 

Anthem

Wohlschmecker aus Vierlanden
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Das Problem ist gelöst. Ich hatte die gesamte Peripherie abgestöpselt, den M1 neu gestartet und siehe da, nach 1-2 GB kehrte Ruhe ein und es wurde keine oder nur wenige Daten auf die Festplatte geschrieben. Ich habe dann Stück für Stück alles wieder angeschlossen und konnte 2 externe HDs als Übeltäter identifizieren. Beide laufen seit Jahren im RAID-Verbund. Egal ob sie beide oder einzeln angeschlossen waren - sobald sie gemounted waren begann ein stetiger Datenstrom. Ich habe den RAID-Verbund aufgelöst und jetzt sind die Datenmengen die geschrieben werden nachvollziehbar.

Dabei sind mir noch zwei Sachen aufgefallen: Ich bin immer davon ausgegangen, das die Werte in der Aktivitätsanzeige bei Festplatte sich nur auf die interne SSD beziehen. Das ist aber nicht so. Die Timachine hat gerade auf eine externe HD rund 80 GB gesichert. Die Aktivitätsanzeige wies 84 GB aus, weiter steigend. Als ich das TM-Backup abgebrochen habe, wurden auch keine Schreibvorgänge mehr gezählt.

Das scheint mir nicht unwichtig zu sein, auch im Zusammenhang mit Lightroom. Bei dem dort vermuteten Speicherproblem wird ja auch geschaut, was passiert da auf der Festplatte. Und wenn ich in LR Bilder exportiere (was bei den Test ja gemacht wurde), werden ja Daten geschrieben.

Ausprobiert: Export von 30 TIFs = ca. 5 GB auf die externe HD: Die geschriebenen Daten in der Aktivitätsanzeige sind um 5 GB gestiegen (und im RAM wurden 800 MB geswapt).

Wenn die beiden RAID-Platten sich da fröhlich unterhalten haben, wurden auch massenweise Daten geschrieben - nur nicht auf der internen SSD.

Heute Nacht läuft ein neues Backup für’s Bankschließfach und ich glaube, morgen früh wird die Aktivitätsanzeige irgendwas um die 3 TB anzeigen. Macht ja nix :cool:

Danke an die Hilfestellungen und vielleicht nützt meine Beschreibung ja anderen Unwissenden, nicht in Panik zu geraten :)

Anthem