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Zenbox begrenzt abendliches Scrollen mit einer NFC-Sperre

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Die Zenbox sperrt ausgewählte Smartphone-Apps, sobald das festgelegte Zeitlimit erreicht ist. Zum Entsperren musst Du das Gerät bewusst an die Box halten – eine physische Unterbrechung des automatischen Scrollens vor dem Schlafengehen.

Appsperre mit lokal gespeicherten Daten

Das von Konstantin Singer entwickelte NFC-Gerät soll dem sogenannten Doomscrolling entgegenwirken: dem endlosen Scrollen durch Inhalte auf dem Smartphone, häufig vor dem Einschlafen. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 1. Oktober 2026 blockiert die Zenbox zuvor ausgewählte Anwendungen, sobald das dafür festgelegte Zeitbudget aufgebraucht ist.

Um die Apps wieder zu nutzen, hältst Du Dein Smartphone direkt an die Box. Sie lässt sich beispielsweise außerhalb des Schlafzimmers oder an einem festen Platz in der Wohnung aufstellen. Der zusätzliche Schritt soll den gewohnheitsmäßigen Griff zum Display unterbrechen und digitale Reize vor der Nachtruhe verringern.

Anders als viele reine Softwarelösungen setzt die Zenbox auf einen lokalen und datensparsamen Ansatz. Die Daten bleiben auf dem jeweiligen Gerät. Ein Konto, eine Cloud-Anbindung oder ein laufendes Abonnement sind laut Bericht nicht erforderlich.

Entwicklung mit Eigenmitteln, Fertigung in Stuttgart

Singer finanzierte die Entwicklung nach eigenen Angaben mit 1.000 Euro aus eigenen Mitteln. Seitdem habe er 4.000 Geräte für jeweils knapp 50 Euro verkauft. Rund ein Viertel der verkauften Geräte sei täglich angemeldet.

Die Endfertigung findet in Stuttgart statt. Die NFC-Chips und die verbauten Magnete stammen aus China. Derzeit werden zusätzlich Ferritmagnete aus Deutschland getestet.

Umfrage zeigt Belastung durch Schlafprobleme

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des AOK-Bundesverbands gibt Einblick in das Schlafverhalten in Deutschland. Demnach schlafen 69 Prozent der Befragten weniger als sieben Stunden pro Nacht. Rund 30 Prozent erreichen die empfohlene Schlafdauer von sieben bis neun Stunden.

Bei den 45- bis 59-Jährigen unterschreiten 77 Prozent diese Empfehlung. 58 Prozent berichten von wiederholten oder anhaltenden Schlafproblemen innerhalb der vergangenen drei Monate. Als wichtigste Auslöser nennen 63 Prozent Stress und psychische Belastungen.

Digitale Medien vor dem Schlafengehen führen 27 Prozent aller Befragten als Grund für Beeinträchtigungen an. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt der Anteil bei 45 Prozent. Außerdem geben 65 Prozent an, unter Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit zu leiden.

Empfehlungen zur Schlafhygiene heben feste Routinen sowie eine Begrenzung des abendlichen Medienkonsums und des blauen Lichts hervor. Die Zenbox setzt an der Nutzung digitaler Geräte vor dem Schlafengehen an und ergänzt Softwarebegrenzungen um eine physische Handlung.

Via: https://www.ad-hoc-news.de

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Tags: NFC, Schlaf, Zenbox, Doomscrolling, Smartphone-Apps

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