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Binance Hack: 6,3 Milliarden Dollar in 20 Minuten gestohlen

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Bei einem Angriff auf die Kryptobörse Binance wurden laut Analysefirmen digitale Vermögenswerte im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar (etwa 5,6 Milliarden Euro) entwendet. Binance setzte Ein- und Auszahlungen zeitweise aus und verspricht, sämtliche Verluste zu übernehmen.

Angriff über mehrere Systeme und Blockchains

Der Großteil der Beute wurde nach Angaben von TRM Labs innerhalb von etwa 20 Minuten am 29. Oktober bewegt. Betroffen waren Wallets auf mindestens zehn Blockchains, darunter Ethereum, Bitcoin, Tron, Solana und XRP. TRM beziffert den Gesamtschaden auf 6,36 Milliarden US-Dollar (rund 5,7 Milliarden Euro). Die Schätzungen in frühen Berichten lagen teilweise niedriger.

Binance erklärte zunächst, ein kompromittierter Laptop eines DevOps-Ingenieurs könnte den Angreifenden Zugang zu einem Dienstcontainer ermöglicht haben. Von dort seien nicht autorisierte Auszahlungstransaktionen ausgelöst worden. Spätere Ermittlungen hätten weitere mögliche Zugänge aufgedeckt. Binance bezeichnet den Vorfall als komplex und betont, der Angriff sei weder auf die Berechtigungen einer einzelnen Person noch auf einen einzelnen Klick zurückzuführen. Hinweise auf ein kompromittiertes privates Wallet-Schlüsselmaterial habe das Unternehmen bislang nicht gefunden.

TRM Labs zufolge begannen die Vorbereitungen mindestens 36 Stunden vor dem Diebstahl. Die Angreifenden hätten Abläufe zunächst mit kleineren Beträgen und Test-Wallets erprobt. Binance hat angekündigt, nach Abschluss der Untersuchung einen technischen Bericht zu veröffentlichen.

Milliarden eingefroren, weitere Werte bleiben erreichbar

Binance und Partner meldeten zunächst rund drei Milliarden US-Dollar an eingefrorenen Vermögenswerten. Stablecoin-Anbieter wie Tether, Circle und Ripple können ihre eigenen Token sperren. Auch das Sicherheitsgremium des Arbitrum-Netzwerks blockierte Vermögenswerte. Die genaue Summe unterscheidet sich je nach Quelle und Zeitpunkt der Erhebung.

Ein Einfrieren bedeutet jedoch nicht, dass die Gelder bereits zurückgeholt wurden. Nach Angaben von TRM Labs verfügten die Angreifenden weiterhin über Kryptowährungen im Wert von etwa 2,4 Milliarden US-Dollar (rund 2,1 Milliarden Euro). Für viele dieser Werte gibt es keine zentrale Stelle, die sie sperren kann. Analysefirmen berichten zudem von zahlreichen schnellen Transaktionen, die den Geldfluss verschleiern sollen.

Während der Reaktion setzte Binance Auszahlungen auf mehreren Netzwerken aus. Das Unternehmen erklärte später, Einzahlungen liefen wieder normal und die Auszahlungen würden nach einer Überarbeitung des Sicherheitssystems schrittweise zurückkehren. Binance.US, eine separate Plattform, sei nicht betroffen.

TraderTraitor im Verdacht

TRM Labs und Chainalysis führen den Angriff auf TraderTraitor zurück, eine mutmaßlich nordkoreanische Hackergruppe. Ihre Einschätzung stützen die Firmen auf Analysen von Transaktionen und weitere Erkenntnisse. Binance selbst hat bislang keine Tätergruppe benannt. TraderTraitor wurde bereits mit dem Angriff auf die Börse Bybit Anfang 2025 in Verbindung gebracht, bei dem rund 1,5 Milliarden US-Dollar erbeutet wurden.

Binance versichert, die Kundenguthaben seien sicher, und will Verluste aus dem Notfallfonds SAFU sowie aus Unternehmensmitteln ausgleichen. Zugleich raten Sicherheitsfachleute zu besonderer Vorsicht vor gefälschten Nachrichten, die sich auf den Vorfall beziehen. Prüft Informationen über die offizielle App oder eine bekannte Webadresse und gebt niemals Passwörter, Bestätigungscodes oder Wiederherstellungsphrasen weiter.

Via: www.techradar.com · www.theverge.com · www.wired.com · www.cnbc.com · www.tomshardware.com · www.ad-hoc-news.de · thenextweb.com · www.engadget.com · t3n.de · www.ad-hoc-news.de · techcrunch.com

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Tags: Blockchain, Kryptowährungen, Hackerangriff, Binance, TraderTraitor

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