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Wird Apple Podcasts als Angriffsweg missbraucht?

Apple Podcasts Sicherheitslücke

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Ein ungewöhnliches Verhalten der Apple-Podcasts-App sorgt derzeit für Fragen. Mehrere Nutzer:innen berichten von automatisch startenden Podcasts zu Religion, Spiritualität und Bildung – ohne erkennbaren Grund.

Podcasts öffnen sich ohne ersichtlichen Auslöser

Joseph Cox von 404 Media beschreibt Fälle, in denen sich sowohl die iOS- als auch die Mac-Version der Podcasts-App plötzlich von selbst öffnet. Dabei starten zufällig wirkende Podcasts aus den Kategorien Religion, Spiritualität und Bildung, ohne dass die Nutzer:innen diese bewusst auswählen. Laut Bericht scheint jemand die automatische Öffnungsfunktion von Apple zu nutzen, um einen möglichen Angriff zu starten.

Im Mittelpunkt steht eine konkrete Podcast-Folge mit einem auffälligen Titel: „5../XEWE2′””“″onclic…“. Bereits dieser Name deutet laut Cox darauf hin, dass hier mehr als nur ein technischer Fehler vorliegen könnte. Die Episode versucht, Hörer:innen auf eine Website zu lenken, die einen sogenannten Cross-Site-Scripting-Angriff ausführen soll.

Was hinter dem XSS-Angriff steckt

Bei Cross-Site Scripting (XSS) schleusen Angreifende eigenen schädlichen Code in eigentlich vertrauenswürdige Webseiten ein. Die betroffenen Seiten wirken weiterhin legitim, führen aber im Hintergrund den eingeschleusten Code aus. Cox beschreibt XSS als eine vergleichsweise einfache Angriffsform, die heute als eher niedrigschwelliger Ansatz gilt.

Solche Attacken waren vor rund zehn Jahren deutlich verbreiteter und sorgten damals für viele bekannte Vorfälle. Ein Beispiel ist der berüchtigte Wurm auf MySpace, der sich genau über diese Schwachstelle verbreitete. Der aktuelle Fall rund um die Apple-Podcasts-App erinnert Cox an diese älteren Angriffsmuster, auch wenn das konkrete Ausmaß noch unklar ist.

Im vorliegenden Fall dient offenbar der ungewöhnlich benannte Podcast als Köder, um Nutzer:innen auf die präparierte Seite zu locken. Die technische Grundlage bleibt die automatische Öffnung über Apples Systemfunktionen, die hier mutmaßlich experimentell ausgereizt wird.

Apple schweigt – Nutzer:innen bleiben verunsichert

Apple hat sich gegenüber Cox nicht zu den Vorfällen geäußert. Es gibt daher bislang keine offizielle Einschätzung, ob tatsächlich eine Sicherheitslücke ausgenutzt wird oder ob die Angriffe an den Schutzmechanismen scheitern. Cox geht davon aus, dass hier jemand die Grenzen des Systems testet, um mögliche Schwachstellen zu finden.

Unabhängig davon bleibt ein Problem: Selbst wenn die Sicherheitssysteme greifen, sollten sich in der Podcasts-App nicht einfach zufällige Sendungen öffnen. Für Nutzer:innen ist nicht nachvollziehbar, warum bestimmte Inhalte gestartet werden und ob ein Risiko besteht. Klar ist nur, dass das Verhalten ungewöhnlich ist und Fragen zur Sicherheit und zum Handling der automatischen Öffnungsfunktionen aufwirft.

Wer mehr wissen möchte, findet die ausführliche Darstellung bei 404 Media und den weiterführenden Beitrag bei Six Colors über den verlinkten Artikel.

Via: https://sixcolors.com

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Tags: Cross-Site-Scripting, XSS, Apple, iOS, Sicherheit, Podcasts, macOS, 404 Media, Six Colors

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