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Tim Cook fordert „Deeskalation“ in Minneapolis

Apple Chip-Produktion USA Gesetzlosigkeit

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Apple-Chef Tim Cook hat sich in einer internen Nachricht an die Belegschaft zur angespannten Lage in Minneapolis geäußert. In dem Schreiben spricht er von einer Zeit für „Deeskalation“.

Tim Cook und seine Nähe zu Donald Trump

Im vergangenen Jahr überreichte Tim Cook US-Präsidenten Donald Trump eine Gedenktafel mit einem Sockel aus 24-karätigem Gold. Außerdem nahm er an einem Abendessen im Weißen Haus teil, bei dem er sich zwei Minuten lang an die Anwesenden wandte und in dieser Zeit Trump neunmal mit „Danke“ ansprach.

Am vergangenen Samstagabend traf Cook erneut auf Trump, diesmal bei einer Vorführung einer schmeichelhaften Dokumentation über First Lady Melania Trump. Apple war an diesem Film weder als Produzent noch als Lizenzgeber beteiligt, stattdessen stammte die Produktion von einem Wettbewerber. Cook besuchte die Vorführung dennoch.

Angesichts der aktuellen Vorgänge in Minneapolis könnte dieser Auftritt den Eindruck erwecken, Cook nehme die Lage vor Ort nicht ausreichend wahr. Dort stehen insbesondere Bundesbehörden in der Kritik, nachdem die Todesfälle von Renee Good und Alex Pretti durch das Eingreifen von Bundestruppen bekannt wurden. Über diese Ereignisse wurde parteiübergreifend gesprochen, und selbst der republikanische Senator Ted Cruz äußerte sich zeitweise zu Good, ohne dabei völlig empathielos zu wirken.

Vage Worte zur Lage in Minneapolis

Vor diesem Hintergrund wirkt Cooks Teilnahme an der Filmvorführung zeitlich merkwürdig und lässt vermuten, dass er die politische Stimmung möglicherweise nicht richtig einschätzt. Viele Trump-nahe Personen benennen inzwischen offen die offensichtliche, gewaltsame Überreaktion im Zuge des Vorgehens der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis.

Cook hat jedoch eine interne Stellungnahme an Apple-Mitarbeiter:innen verschickt, in der er betont: „Dies ist eine Zeit für Deeskalation.“ US-Präsident Trump verwendete am selben Tag eine ähnliche Formulierung und sagte: „Wir werden ein bisschen deeskalieren.“

In Cooks Botschaft fällt auf, dass weder ICE noch andere Bundesbehörden namentlich erwähnt werden. Auch die Namen der Getöteten nennt er nicht, und es bleibt bei der allgemeinen Bezugnahme auf „Minneapolis“. Gleichzeitig verweist er darauf, dass er „ein gutes Gespräch mit dem Präsidenten in dieser Woche“ geführt habe, in dem er seine Sichtweisen geschildert habe. Er betont zudem, er schätze Trumps Offenheit für den Dialog über Themen, die für alle wichtig seien.

Der vollständige Wortlaut an das Apple-Team

Die Nachricht wurde zunächst an Apple-Beschäftigte verschickt und später an die Öffentlichkeit durchgestochen, unter anderem an Bloomberg-Reporter Mark Gurman. Im Schreiben zeigt sich Cook betroffen von den Entwicklungen in Minneapolis, spricht sein Mitgefühl für die betroffenen Familien und Gemeinschaften aus und hebt Werte wie Würde, Respekt und gemeinsame Menschlichkeit hervor. Diese Prinzipien, so Cook, habe Apple immer vertreten.

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Cook schreibt weiter, er sei stolz darauf, wie sehr sich die Teams bei Apple für die Welt außerhalb des Unternehmens interessierten. Diese Empathie bezeichnet er als eine der größten Stärken des Konzerns und bedankt sich abschließend bei allen Mitarbeiter:innen für ihre Arbeit.

Via: https://gizmodo.com
Titelbild: Screenshot

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Tags: Melania Trump, Apple, Tim Cook, ICE, Donald Trump, Proteste, Bundesbehörden, Minneapolis

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