Das mit iOS 26 eingeführte „Liquid‑Glass“-Design bleibt und wird weiter ausgebaut. Laut einem Entwickler:innen‑Workshop von Apple wird es mit iOS 27 sogar zur Pflicht.
Liquid Glass ersetzt das bisherige iOS-Design dauerhaft
Mit iOS 26 hat Apple zur WWDC 2025 die Optik von iOS grundlegend verändert. Das seit iOS 7 bis iOS 18 eingesetzte flache Design wich einer runderen, transluzenten Oberfläche namens „Liquid Glass“. Auch ein halbes Jahr nach dem Start sorgt der neue Look weiter für Diskussionen, vor allem unter Entwickler:innen, die bislang nur wenige Anpassungsmöglichkeiten haben.
Hoffnung auf eine Rückkehr zum alten Design sollten sich Fans deshalb nicht mehr machen. Das geht aus einem Bericht des Blogs „Captain SwiftUI“ über das dreitägige Präsenz‑Event „Lasst uns über Liquid Glass sprechen: Neuer Design-Workshop“ in Apples New‑York‑Büro hervor. Dort konnten Teilnehmende direkt mit den Teams für Developer Relations und Design‑Evangelism sprechen.
Ziel des Workshops war, Entwickler:innen zu zeigen, wie sie Liquid Glass in ihre Apps integrieren. Dazu gab es Empfehlungen zur Platzierung von Schaltflächen und Bedienelementen und zur Anpassung bestehender Oberflächen.
Apple reagiert überrascht auf Kritik aus der Entwickler-Community
Während viele Nutzer:innen unterschiedlich auf Liquid Glass reagierten, hofften einige Entwickler:innen und laute Stimmen im Netz, Apple werde das neue Erscheinungsbild wieder aufgeben. Kritikpunkte waren vor allem die geringere Lesbarkeit in iOS 26 und der Zwang, bereits funktionierende Apps optisch anzupassen. Für einige wirkte das Update wie ein Schritt hin zu mehr Optik und weniger Funktion, trotz mehrfacher Nachbesserungen während des iOS‑26‑Beta‑Zyklus.
Zusätzliche Hoffnung machte die Abwerbung von Alan Dye, Apples früherem Leiter für Human Interface Design, durch Meta. Manche erwarteten, dass Liquid Glass gemeinsam mit ihm verschwinden könnte, was sich aber nicht bewahrheitete.
Laut dem Blogbericht zeigte sich Apple von der ablehnenden Haltung vieler Entwickler:innen „ehrlich schockiert“. Das Unternehmen soll „unmissverständlich klargemacht“ haben, dass Liquid Glass auf jeden Fall weiterentwickelt und über das gesamte Ökosystem hinweg ausgebaut wird.
Konkret heißt das: Sobald Xcode 27 erscheint, müssen Apps Liquid Glass nutzen, weil die bisherigen Aufschub‑Flags deaktiviert werden. Entwickler:innen können das neue Design dann nicht mehr dauerhaft umgehen.
Ausblick auf WWDC 2026: Mehr Kontrolle über Liquid Glass
Das Team von Apple Developer Relations zeigte sich dem Bericht zufolge auch sehr optimistisch mit Blick auf die WWDC 2026 und Xcode 27, nannte aber keine konkreten Neuerungen. Man verwies darauf, dass das Liquid‑Glass‑Redesign noch relativ frisch sei, was die bislang fehlenden Einstellungs‑ und Anpassungsoptionen erkläre.
Diese Situation könne sich jedoch bald ändern.
Gerüchten zufolge soll die WWDC 2026 zusätzliche Anpassungsmöglichkeiten für Liquid Glass bringen, speziell für Entwickler:innen. Nutzer:innen sollen außerdem von einem systemweiten Regler für die Liquid‑Glass‑Intensität profitieren, mit dem sich die Darstellung von iOS einfacher anpassen lässt.
Xcode 27 sowie iOS 27 und iPadOS 27 werden zur WWDC 2026 am 8. Juni erwartet. Spätestens dann entscheidet Apple, wie verbindlich und flexibel das neue Design in der Praxis umgesetzt wird.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
