Apple hat seine Produktlinie mit neuen Chips aufgerüstet, doch viele von euch warten gespannt auf ein angekündigtes Budget-MacBook. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die aktuellen Hinweise, einen möglichen Release und die zu erwartenden Spezifikationen.
Gerüchte rund um das günstige MacBook
Diesen Monat stellte Apple die neuen 14-Zoll-MacBook-Pro, iPad Pro und Vision Pro mit dem M5 Chip vor. Für viele Apple-Nutzer:innen ist jedoch ein weiterer, preiswerter Mac besonders interessant, der laut Gerüchten noch vor den Feiertagen erscheinen könnte. Im Juni berichtete Analyst Ming-Chi Kuo, dass Apple an einem „erschwinglicheren“ 13-Zoll-Laptop arbeitet, um mit Chromebooks zu konkurrieren und mehr MacBook-Kund:innen zu gewinnen. Einen genauen Preis nannte Kuo nicht. Er erwähnte jedoch, dass das neue MacBook mit dem A18 Pro Chip ausgestattet sein soll, der im vergangenen Jahr erstmals im iPhone 16 Pro verwendet wurde.
Technische Details und Unterschiede
Der Einsatz eines iPhone-Chips für ein MacBook wäre eine deutliche Abweichung von Apples üblicher Strategie, im Mac die M-Serie zu nutzen. Aus Kostengründen und bei der Leistung könnte das jedoch Sinn ergeben. Der A18 Pro Chip ist etwa 40 Prozent langsamer als der aktuelle M4 Chip von Apple. Beim Multi-Core-CPU-Bereich entspricht er jedoch in etwa dem M1 Chip, der 2020 im MacBook Air verbaut wurde, und bei der Grafikleistung übertrifft er sogar das M1-Modell. Ein Bericht von DigiTimes aus dem August nennt einen möglichen Startpreis für das neue MacBook zwischen 599 und 699 US-Dollar (ca. 560 bis 660 Euro). Vergleichsweise kostet das aktuell günstigste MacBook Air mit 13 Zoll in den USA 999 US-Dollar (ca. 945 Euro), während das M1-MacBook-Air aus dem Jahr 2020 bei Walmart für 649 US-Dollar (ca. 615 Euro) angeboten wird. Das neue Gerät könnte also als direkter, günstiger Nachfolger ins Portfolio rücken.
Ein wichtiges Detail: Der A18 Pro Chip bietet keine Thunderbolt-Unterstützung. Das neue MacBook dürfte daher mit klassischen USB-C-Anschlüssen erscheinen, was für Preisbewusste eine akzeptable Einschränkung darstellt. Unklar bleibt allerdings die RAM-Ausstattung, da der A18 Pro Chip nur 8 GB unterstützt. Alle aktuellen MacBook Air und Pro Modelle beginnen jedoch erst bei 16 GB RAM. Hier könnte Apple also Kompromisse eingehen, um den günstigeren Preis zu realisieren.
Design, Farben und möglicher Zeitplan
Analyst Kuo geht davon aus, dass das preiswerte MacBook besonders dünn und leicht wird. Es könnte in den Farben Silber, Blau, Pink und Gelb erscheinen. Laut Kuo soll die Massenproduktion gegen Ende des vierten Quartals 2025 oder Anfang des ersten Quartals 2026 starten. DigiTimes berichtet vom Beginn der finalen Montage im vierten Quartal und erwartet den Marktstart somit ebenfalls zwischen Ende 2025 und Anfang 2026. Dieser Zeitrahmen lässt eine Ankündigung des Geräts noch vor Jahresende möglich erscheinen. Dennoch gibt es bisher keine Bestätigung, ob Apple eine weitere Produktvorstellung für 2025 plant. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass Apple in den letzten Monaten des Jahres – etwa im Oktober oder November – noch neue Produkte präsentiert.
Ob das günstige MacBook also tatsächlich noch Ende des Jahres gezeigt wird, ist offen. Viele Details deuten jedoch darauf hin, dass Apple das Ziel verfolgt, Einsteiger:innen im Mac-Segment eine günstigere Option zu bieten.