Firefox bietet auf iPhone und iPad eine neue Funktion, mit der Ihr einen Teil der Werbung ausblenden könnt. Der integrierte Werbeblocker soll vor allem störende Anzeigen und Tracker reduzieren.
Neuer Werbeblocker in Firefox für iOS
Mozilla hat Firefox auf iOS um eine Funktion namens Werbeblocker für Firefox erweitert. Laut Hersteller blockiert sie viele Werbung von Drittanbietern sowie werbebezogene Tracker auf iPhones, iPads und anderen iOS-Geräten. Die Funktion ist standardmäßig deaktiviert, Ihr müsst sie also selbst einschalten. Ihr findet sie in den Einstellungen unter Einstellungen > Surfen > Werbeblocker in der iOS-App.
Wenn Euch Werbung angezeigt wird, die eigentlich hätte blockiert werden sollen, oder Ihr andere Auffälligkeiten bemerkt, könnt Ihr diese an Mozilla melden. Dafür verweist das Unternehmen auf eine spezielle Seite bei Mozilla Connect, über die Rückmeldungen zu der neuen Funktion gesammelt werden.
Firefox ist ein Webbrowser von Mozilla und wurde 2004 veröffentlicht. Er ist weniger verbreitet als Konkurrenten wie Google Chrome, Apple Safari oder Microsoft Edge. Fans von Firefox nennen den Schutz der Privatsphäre und vielfältige Anpassungsmöglichkeiten als wichtige Gründe für ihre Wahl.
Auch andere spezialisierte Browser bieten integrierte Werbeblocker, etwa Brave, Opera, Vivaldi, Avast und DuckDuckGo. Wer Chrome oder Edge nutzt, kann Erweiterungen wie uBlock Origin oder AdGuard über die jeweiligen Erweiterungsstores nachrüsten.
Mozilla weist in der Ankündigung darauf hin, dass Werbung einen großen Teil des offenen Webs finanziert und damit Verlage, Inhalteanbieter:innen und Websites unterstützt. Gleichzeitig räumt das Unternehmen ein, dass Anzeigen Bildschirme überladen oder das, was Nutzer:innen gerade tun wollen, unterbrechen können.
Funktionsweise und Grenzen des Werbeblockers
Beim Besuch von Webseiten können Pop-up-Werbung und Overlays Inhalte überdecken und das Lesen stören. Mozilla erklärt, dass der Werbeblocker viele dieser Anzeigen bereits vor dem Laden stoppt. Das soll die Darstellung einzelner Seiten übersichtlicher machen und Ablenkungen verringern.
Technisch basiert der Werbeblocker auf der WebKit-Inhaltsblocker-Technologie von Apple. Zudem nutzt Firefox EasyList, eine Filterliste, die auch von anderen Browsern und Erweiterungen zur Werbeblockierung eingesetzt wird. Anhand dieser Liste entscheidet der Browser, welche Elemente blockiert werden.
Trotz der neuen Funktion werdet Ihr weiterhin Werbung sehen. Sucht Ihr zum Beispiel bei Google nach „beste Klimaanlagen“, werden auf der Google-Ergebnisseite voraussichtlich weiterhin Händleranzeigen für Klimageräte erscheinen. Außerdem blockiert der Werbeblocker weder gesponserte Schnellzugriffe noch andere gesponserte Inhalte, die Firefox beim Öffnen eines neuen Tabs selbst einblendet.
Mozilla erinnert in dem Zusammenhang an einen weiteren eingebauten Schutz: den verbesserten Schutz vor Aktivitätenverfolgung. Diese Funktion blockiert zahlreiche Tracker und schränkt das geräte- und seitenübergreifende Tracking ein. Zu den Werbetrackern gehören unter anderem Cookies und Zählpixel, mit denen Unternehmen Online-Vorlieben erfassen und Nutzer:innen später gezielt mit passenden Produkten anspreben.
Firefox und Datenschutz auf iOS
Mit dem Werbeblocker ergänzt Mozilla den bereits vorhandenen Fokus von Firefox auf Datenschutzfunktionen. Nutzer:innen können so die Menge an eingeblendeter Drittanbieter-Werbung reduzieren, ohne Erweiterungen installieren zu müssen. Gleichzeitig bleibt Werbung erhalten, die Firefox selbst im Browser anzeigt oder die auf bestimmten Plattformen, wie etwa in Suchergebnisseiten, weiterhin durchkommt.
Mozilla positioniert sich damit im Umfeld anderer Browser, die integrierte Werbe- und Tracking-Blocker anbieten, ohne die Rolle von Werbung für die Finanzierung kostenloser Angebote grundsätzlich in Frage zu stellen.
Via: https://www.cnet.com
