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Apple Watch Series 12 oder SE 3: Welche Funktionen lohnen den Aufpreis?

Apple rückt die Watch SE 3 mit vielen ehemaligen Top-Funktionen nah an die Standard-Serie heran. Trotzdem bleiben bei der Apple Watch Series 12 einige klare Unterschiede – vor allem beim Display und bei Gesundheitsfunktionen.

Was die Apple Watch SE 3 bereits abdeckt

Die Apple Watch SE 3 deckt den typischen Apple-Watch-Alltag vollständig ab: Aktivitätsringe, Workouts, Mitteilungen, Schlafphasen, Schlafscore sowie Hinweise auf hohe und niedrige Herzfrequenz. Auch Sicherheitsfunktionen wie Sturzerkennung und Unfallerkennung sind dabei. Zusätzlich misst sie die Temperatur am Handgelenk und unterstützt für berechtigte Nutzer:innen Hinweise auf Schlafapnoe.

Im Inneren arbeitet der S10-Chip, der ein Always-on-Display ermöglicht. Die Uhr unterstützt dieselben Gesten wie die Series 12, darunter einmaliges Tippen, doppeltes Tippen und Handgelenkbewegungen. In der Mobilfunkvariante beherrscht die SE 3 5G RedCap und LTE. Ihr müsst also weder auf eine stets sichtbare Uhrzeit noch auf schnelles Laden verzichten.

Damit eignet sich die SE 3 gut als erste Apple Watch, als täglicher Fitnessbegleiter oder als vergleichsweise günstiger Ersatz. Die Series 12 wird vor allem dann interessant, wenn Ihr detailliertere Gesundheitsdaten wollt oder Wert auf das größere Display und die zusätzlichen Gehäusevarianten legt.

Mehr Display und Gehäuseoptionen bei der Series 12

Die Apple Watch Series 12 bietet spürbar mehr Displayfläche in beiden Größen. Das 42-Millimeter-Modell bringt es auf 970 Quadratmillimeter, während die 40-Millimeter-SE 3 auf 759 Quadratmillimeter kommt – rund 28 Prozent weniger. In der größeren Variante stehen 1.196 Quadratmillimeter bei der 46-Millimeter-Series 12 977 Quadratmillimetern bei der 44-Millimeter-SE 3 gegenüber, also etwa 22 Prozent Unterschied. Das zusätzliche Platzangebot erleichtert das Lesen von Nachrichten, das Kontrollieren von Trainingsdaten und das Antippen von Bedienelementen.

Interessant ist auch die kleinere Series 12, wenn Ihr eine größere Anzeige ohne ein deutlich größeres Gehäuse wollt. Ihr Display mit 970 Quadratmillimetern liegt fast auf dem Niveau der 44-Millimeter-SE 3 mit 977 Quadratmillimetern, sitzt aber in einem kürzeren, dünneren Gehäuse.

Die SE 3 gibt es in 40- und 44-Millimeter-Aluminiumgehäusen in Mitternacht oder Polarstern. Die Series 12 bietet 42- und 46-Millimeter-Gehäuse aus Aluminium oder Titan sowie Keramikvarianten mit tatsächlichen Höhen von 43 und 47 Millimetern. Die Aluminium- und Titan-Gehäuse der Series 12 sind mit 9,7 Millimetern dünner als die 10,7 Millimeter der SE 3. Die SE 3 bleibt aber leichter: Das 40-Millimeter-GPS-Modell wiegt 26,3 Gramm, die kleinere Aluminium-GPS-Series 12 kommt auf 32,2 Gramm.

Beim Display setzt die Series 12 auf ein Weitwinkel-OLED mit bis zu 2.000 Nits Spitzenhelligkeit, die SE 3 erreicht 1.000 Nits. Die Series 12 kann zudem bis auf ein Nit dimmen, die SE 3 bis auf zwei Nits. Beide haben ein Always-on-Display, die Series 12 ergänzt mehr Fläche und einen größeren Helligkeitsbereich.

Beim Schutzglas verwendet die Aluminium-Series 12 Keramikschild 2, während die SE 3 auf Ion-X-Glas setzt. Titan- und Keramikmodelle der Series 12 nutzen Saphirglas. Diese hochwertigeren Materialien schlagen sich im Preis der Series 12 nieder, die in den USA bei 449 Euro startet. Die SE 3 beginnt bei 269 Euro.

Gesundheit, Akku, Robustheit und smarte Funktionen im Vergleich

Die Series 12 setzt auf das neue Gesundheitssensorsystem von Apple und den S11-Chip. Ihr optischer Sensor misst den Puls dauerhaft alle fünf Sekunden, und laut Apple werden Messungen der Herzratenvariabilität bis zu 24-mal häufiger aufgezeichnet. Die SE 3 nutzt einen optischen Herzsensor der zweiten Generation und den S10-Chip.

Zusätzlich unterstützt die Series 12 ein EKG, Blutsauerstoffmessungen und Hinweise auf Bluthochdruck, die SE 3 bietet diese Funktionen nicht. Bei US-Modellen der Series 12 werden Blutsauerstoffwerte berechnet und in der Gesundheits-App auf dem gekoppelten iPhone angezeigt. Verfügbarkeit, Voraussetzungen und Softwareanforderungen variieren, und die Funktionen ersetzen keine ärztliche Behandlung. Beide Uhren unterstützen Hinweise auf Schlafapnoe sowie temperaturbasierte Zyklusfunktionen für berechtigte Nutzer:innen.

Neu in der Series 12 ist die Funktion „Bereitschaft“, die Aktivität, Trainingsbelastung, Vitaldaten und Schlafscore zu einem Tageswert zwischen 0 und 10 zusammenführt. Wer detailliertere Informationen zu Herz und Erholung möchte, profitiert hier besonders von der Standardserie.

Beim Akku gibt Apple für die SE 3 bis zu 18 Stunden normale Nutzung und bis zu 32 Stunden im Stromsparmodus an. Die Series 12 soll auf bis zu 24 beziehungsweise 38 Stunden kommen. Das zusätzliche Polster hilft, wenn Ihr neben Tagesaktivität auch den Schlaf verfolgen wollt.

Beide Uhren unterstützen Schnellladen, die Series 12 erreicht 80 Prozent aber schneller: in etwa 30 Minuten, gegenüber rund 45 Minuten bei der SE 3. Eine 15-minütige Aufladung reicht laut Apple bei der Series 12 für bis zu 12 Stunden normale Nutzung, bei der SE 3 für bis zu acht Stunden.

Für die Schlafaufzeichnung kommt die Series 12 mit einer Aufladung von fünf Minuten auf bis zu zehn Stunden, die SE 3 mit acht Minuten auf bis zu acht Stunden. Die tatsächliche Laufzeit hängt wie üblich von Nutzung, Einstellungen und Umgebung ab.

Beide Modelle sind bis 50 Meter wassergeschützt und unterstützen Schwimmtrainings im Becken und im offenen Wasser. Die Series 12 ergänzt einen Tiefenmesser bis sechs Meter, eine Wassertemperaturmessung und eine Staubschutzklassifizierung nach IP6X. Die SE 3 listet weder Tiefenmesser noch eine IP6X-Angabe.

Bei der Verbindung setzen beide auf L1-GPS und Bluetooth 5.3. Die Series 12 unterstützt WLAN mit 2,4 und 5 Gigahertz, die SE 3 nur 2,4 Gigahertz. Zusätzlich besitzt die Series 12 einen Ultra-Breitband-Chip der zweiten Generation. Mobilfunk ist bei beiden in Aluminiumvarianten optional und erfordert einen kompatiblen Tarif.

Siri-KI steht auf beiden Uhren mit kompatiblem iPhone, passender Software, Sprache und Region zur Verfügung. Die Series 12 unterstützt darüber hinaus S11-basierte Audiofunktionen wie „Live-Zurückspulen“ und „Siri-Rückblick“. Diese sollen Ende 2026 zunächst in einer Beta, auf Englisch und außerhalb der EU erscheinen und setzen ein iPhone 16 oder neuer mit Apple-Intelligenz voraus, ausgenommen iPhone 16e.

Für das Koppeln benötigen beide eine iPhone-11-Generation oder neuer, einschließlich iPhone SE ab zweiter Generation, mit iOS 27 oder aktueller.

Ob sich die Series 12 gegenüber der SE 3 lohnt, hängt stark von Euren Prioritäten ab. Wenn Euch Benachrichtigungen, Workouts, Aktivitätsringe, Schlaftracking und ein möglichst niedriger Preis wichtiger sind, reicht die SE 3 aus – vor allem, weil sie bereits ein Always-on-Display und Schnellladen bietet und in 40 Millimetern die kleinste und leichteste Option darstellt. Wer dagegen mehr Platz für Nachrichten und Trainingsdaten, ein helleres Display im Freien, EKG und erweiterte Gesundheitsfunktionen oder längere Akkulaufzeiten mit schnelleren Zwischenladungen möchte, findet in der Series 12 ein passenderes Modell. Die Preisdifferenz von 180 Euro bezieht sich auf die Basis-GPS-Modelle; größere Gehäuse, Mobilfunk, Materialien und Armbänder verändern den Endpreis.

Via: https://www.iClarified.com

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Michael Reimann

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