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Apple setzt auf On-Device-KI, Microsoft auf Cloud-Bequemlichkeit

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Qualcomm und Microsoft sehen die Zukunft von KI eher in ständig vernetzten Cloud-Geräten als in optionalen, lokal arbeitenden Funktionen wie Apple Intelligence. Damit prallen zwei grundverschiedene Strategien aufeinander.

Projekt Solara: KI-Gerät statt klassischem Betriebssystem

Microsoft und Qualcomm sind überzeugt, dass sich Hard- und Softwareentwicklung hin zu KI-zentrierten Geräten verschiebt. Am 2. Juni sprachen Microsoft-Chef Satya Nadella und Qualcomm-CEO Cristiano Amon über ein neues tragbares Gerät namens Projekt Solara, eine gemeinsame Entwicklung beider Unternehmen. Nadella erklärte, man bewege sich weg davon, Betriebssysteme und Geräte für Apps zu bauen, hin zu sogenannten Agenten.

Amon beschreibt Projekt Solara als ein deutlich persönlicheres und maßgeschneidertes Erlebnis als eine klassische App und als ein Produkt, das die Natur von Geräten verändere. Konkret arbeiten beide Firmen an einem Gerät, das Aufgaben über KI-Agenten für Euch erledigt, statt ein etabliertes Betriebssystem mit Apps zu bieten, mit denen Ihr Dinge selbst erledigt. Laut Amon ist die gesamte Chip-Architektur darauf ausgelegt, eine cloud-native Nutzung zu ermöglichen.

Äußerlich erinnert Projekt Solara an ein Smartphone, das an einem Trageband hängt. Amon sprach zwar von „unglaublichen neuen Formfaktoren“ wie Projekt Solara, doch das Design wirkt auf den ersten Blick eher konventionell. Realistisch betrachtet unterscheidet es sich nicht stark von gescheiterten Geräten wie dem Rabbit R1 oder der Humane KI-Anstecknadel.

Im Inneren soll Projekt Solara einen energieeffizienten Prozessor und verschiedene Sensoren enthalten, die die Umgebung der Träger:innen erfassen. Damit ähnelt das Gerät anderen KI-Wearables auf dem Markt, wirkt aber weniger praktisch als etwa smarte Brillen von Google.

Cloud-KI von Microsoft versus Datenschutz-Ansatz von Apple

Projekt Solara steht im deutlichen Gegensatz zu Apples KI-Strategie, bei der Datenschutz im Vordergrund steht und lokale Modelle Vorrang vor Cloud-Verarbeitung haben. Im Vergleich zu einem iPhone birgt das neue Gerät ein höheres Sicherheitsrisiko, da Informationen dauerhaft über das Internet übertragen werden. Während Amon neue Formfaktoren hervorhebt, wirkt ein Smartphone am Trageband optisch wenig innovativ.

Es gibt allerdings eine Gemeinsamkeit zwischen den KI-Konzepten von Microsoft und Apple: Projekt Solara soll ein offenes Ökosystem bieten, in dem Träger:innen aus verschiedenen KI-Agenten wählen können. Apple arbeitet Berichten zufolge an verbesserter Unterstützung für KI von Drittanbietern in iOS 27, während die eigene, lokal laufende KI weiterhin das Rückgrat von Apple Intelligence bilden soll.

Microsoft stellt damit Bequemlichkeit über Datenschutz, Sicherheit und langfristige Nutzbarkeit. Beide Unternehmen wollen Nutzer:innen zwar Wahlfreiheit bei den KI-Modellen bieten, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte. Vor dem Hintergrund gescheiterter Geräte wie Humane KI-Anstecknadel und Rabbit R1 wirkt Apples Ansatz plausibler, KI-Funktionen in bestehende Produkte zu integrieren. Google verfolgt mit Gemini auf Android-Geräten einen ähnlichen Weg wie Apple mit Apple Intelligence auf iOS.

Optionale KI auf dem iPhone statt KI-Zwang

Wichtiger Punkt: Apple Intelligence ist ein vollständig optionales Paket aus Zusatzfunktionen. KI ist nicht das Fundament des iPhone, und Apple erkennt an, dass viele Nutzer:innen Aufgaben weiterhin ohne große Sprachmodelle erledigen wollen. Microsofts KI-Strategie stellt im Vergleich dazu deutlich stärker die KI selbst ins Zentrum.

Gleichzeitig halten sich Gerüchte über eine KI-Anstecknadel mit Apple-Marke, und OpenAI arbeitet gemeinsam mit dem früheren Apple-Designer Jony Ive an einem KI-orientierten Gerät. Trotz bislang ausbleibender Erfolge von KI-Begleitgeräten scheinen große Technikkonzerne davon überzeugt zu sein, dass diese Plattform noch Potenzial bietet. Ob eines dieser KI-Geräte, egal ob von Apple oder Microsoft, wirklich den Massenmarkt erreicht, ist derzeit offen.

Via: https://appleinsider.com

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Tags: Qualcomm, KI, Wearables, Apple Intelligence, Projekt Solara, Apple, Microsoft, Cloud, Datenschutz

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