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Apple plant zweistufigen KI-Start mit Google-Modellen

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Apple bereitet laut einem Bericht von Mark Gurman einen zweistufigen Start seiner neuen, Google-basierten KI-Funktionen vor. Zuerst soll Siri erweitert werden, später folgt ein umfangreicher Chatbot-Modus.

Erste Phase: Siri-Update mit Google-KI in iOS 26.4

Die bereits angekündigte, nicht-chatbotbasierte Aktualisierung von Siri mit vertrauter Oberfläche ist für iOS 26.4 geplant, das in den kommenden Monaten erscheinen soll. Dieses Update soll Funktionen nachreichen, die Apple bereits 2024 vorgestellt, aber bislang nicht geliefert hat. Dazu gehören die Analyse von Inhalten auf dem Bildschirm, der Zugriff auf persönliche Daten der Nutzer:innen sowie eine verbesserte Websuche.

Apple will damit zunächst frühere KI-Ankündigungen von der WWDC 2024 einlösen, indem ein aktuell verfügbares Google-KI-Modell zum Einsatz kommt. Diese Entscheidung deutet darauf hin, dass die damaligen Versprechen intern weiterhin als Verpflichtung wahrgenommen werden. Die Umsetzung erfolgt in dieser ersten Phase über Apples Infrastruktur für Private Cloud Compute, die auf leistungsstarken Mac-Chips basiert und die Verarbeitung serverseitig übernimmt.

Zweite Phase: Chatbot-Siri mit neuem Google-Modell in iOS 27

Laut Gurman sollen die Chatbot-Funktionen später im Jahr folgen. Personen, die mit den Plänen vertraut sind, aber anonym bleiben wollen, berichten, dass Apple die neue Technologie im Juni auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz präsentieren möchte. Der eigentliche Start sei dann für September vorgesehen.

iOS 27 soll dem Bericht zufolge ein neueres, ebenfalls Google-basiertes Modell enthalten, das Siri sowohl im Sprachmodus als auch als textbasierter Chatbot antreibt. Das passt zu der Idee, Siri schrittweise von einer klassischen Sprachassistentin hin zu einer umfassenderen KI-Plattform auszubauen. Unklar bleibt jedoch, ob Apple eine eigenständige Siri-App nach Vorbild der Anwendungen von Gemini, Claude oder ChatGPT anbieten wird.

Gurman berichtet, dass sich Apple bisher nicht auf eine vollwertige Siri-App mit freier Eingabe von Textanweisungen festgelegt hat. Das deutet darauf hin, dass Apple der offenen Prompt-Eingabe eher zurückhaltend gegenübersteht, obwohl diese sowohl Vorteile als auch Nachteile hat. Einerseits können Nutzer:innen frühere Unterhaltungen leichter wieder aufnehmen, andererseits ist ein leeres Texteingabefeld als zentrale Schnittstelle nicht für alle Anwendungsfälle ideal.

Serverstandort und Datenschutz: möglicher Kurswechsel?

Ein weiterer Punkt des Berichts betrifft die Frage, auf welcher Infrastruktur der geplante Chatbot laufen soll. Demnach diskutieren Apple und Google darüber, den Chatbot direkt auf Google-Servern zu betreiben, die mit speziellen Tensor-Prozessoren (TPUs) ausgestattet sind. Im Gegensatz dazu soll das frühere Siri-Update weiterhin ausschließlich auf Apples eigenen Private-Cloud-Compute-Servern arbeiten.

Diese Überlegungen werfen Fragen nach technischen Grenzen und Datenschutzstandards auf. Offen bleibt, ob Apples eigene Infrastruktur nicht ausreichend Leistung für die benötigten, von Google entwickelten Modelle bietet. Ebenso ist unklar, ob Google den Chatbot auf Hardware mit vergleichbaren Datenschutzmechanismen hosten würde oder ob dies eine Abweichung von Apples bisherigem, stark auf Privatsphäre ausgerichtetem Ansatz darstellen würde. Wie Apple sich zwischen Funktionsumfang und Datenschutz positioniert, dürfte entscheidend für die konkrete Ausgestaltung des KI-Rollouts sein.

Via: https://sixcolors.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Tags: iOS 27, iOS 26.4, Apple, künstliche Intelligenz, Siri, Google, Datenschutz, Chatbot, Private Cloud Compute

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