Das MacBook Neo ist ein Allrounder mit Einschränkungen. Das wurde und wird ja bereits hinreichend diskutiert. Eine Frage hat mich aber dennoch beschäftigt. Kann man Apps damit entwickeln?
Xcode lässt sich bequem aus dem App Store installieren und bietet bekanntermaßen alle nötigen Werkzeuge, um Apps für alle Apple-Devices wie Mac, iPhone, iPad etc. zu erstellen. Die App selber verbraucht ca. 5 GB auf der SSD. Die Größe kann aber je nach installierten Erweiterungen variieren.
Developer Account
Für die Entwicklung mit Xcode ist zunächst kein Apple-Developer-Account notwendig. Erst, wenn man seine Apps auf echten Geräten testen will muss ein bezahlter Account her. Es kann aber nicht schaden sich im Vorfeld einen kostenlosen Account zuzulegen. Diese kann dann später auf eine bezahlte Version „hochgezogen“ werden.
Programmiert wird heutzutage meistens in Swift, wobei Xcode auch C, C++ und Objective C 2.0 versteht. Je nach Vorliebe können diese Sprachen eingesetzt werden. Teilweise sogar vermischt. Wobei es sicher besser für die Lesbarkeit des App-Quellcodes ist, eine einheitliche Sprache zu nutzen.
Agentic Coding
Xcode unterstützt seit Kurzem das Programmieren mittels Künstlicher Intelligenz. Das sogenannte Agentic Coding, oft auch Vibe Coding genannt, kann unterstützen oder ganze Teile der App „mitentwickeln“. Auch ganze Apps lassen sich so erstellen.
Das MacBook Neo wird nicht grundsätzlich als App-Entwicklungs-Maschine verkauft. Es ist eher der angesprochene Allrounder. Ein Laptop der alles ein bisschen kann. Eben auch das Erlernen von Programmiersprachen wie zum Beispiel Swift. Xcode läuft. Lediglich wenn es ans Testen der eigenen Apps geht wird es vielleicht ein bisschen hakelig.
Das Simulator-Dilemma
Fürs Testen bietet Xcode Simulatoren diverser Devices an. So kann man die eigene App dann vorab schon mal auf dem neuesten iPhone testen, ohne dieses zu besitzen. Das Problem hier: Das MacBook Neo hat selber nur einen iPhone-Prozessor. Den A18 Pro aus dem iPhone 16 Pro. Möchte man hier dann eine App auf dem Simulator des iPhone Air testen (zur Erinnerung: Das iPhone Air hat den A19 Pro), muss dieser Simulator auf dem A18 Pro des Neo laufen. Das führt naturgemäß zu Performance-Problemen, wenn eine „kleinere“ CPU eine „größere“ simulieren muss.
Das Problem lässt sich eigentlich nur umgehen, wenn man auf dem MacBook Neo die eigene App in einem „älteren“ iPhone-Simulator testet. Hier hat sich das iPhone 16e als performant genug gezeigt.
Für Swift Student Challenge
Apple ist sehr daran interessiert, junge Menschen in das Ökosystem zu holen und für die App-Entwicklung zu begeistern. Der Konzern hat daher schon seit Jahren die Swift Student Challenge laufen. Preisträger haben die Chance, nach Cupertino zur WWDC eingeladen zu werden. Mit dem MacBook Neo, einem Developer-Account und den neuen Xcode-KI-Tools ist Software-Entwicklung für Apple-Systeme einfacher denn je geworden und sehr empfehlenswert.
Mein erstes Game im App Store findet ihr hier:
Den TestFlight-Zugang zu meinem nächsten Spiel (Asteroidenjäger), das komplett auf dem MacBook Neo entstanden ist, gibt es über diesen Link.
