Ein Entwickler (Michael) zeigt, wie er mit Xcode und KI sein erstes eigenes Spiel gebaut hat. Ihr erfahrt, wie Idee, Umsetzung, Tests und App-Store-Start zusammenliefen.
Vom Konzept zum Prototyp
Ausgangspunkt war ein eigener Weltraum-Shooter, inspiriert von Space Invaders aus dem Jahr 1978, aber als eigenständiges Spiel umgesetzt. Statt den Klassiker zu kopieren, definierte er zunächst den groben Ablauf: Aliens bewegen sich seitlich und nach unten, unten feuert eine Kanone. Danach folgte das Verfeinern. Aus farbigen Platzhaltern wurden Sprites für Aliens und Kanone, drei Bunker kamen hinzu, dazu ein durchlaufendes Sternenfeld im Hintergrund. Die Entwicklung erfolgte in Xcode, die Spiellogik liegt in der GameScene. Der Code wuchs auf 2.323 Zeilen. Variablennamen blieben bewusst sprechend, um die Struktur lesbar zu halten. Das Spiel läuft auf iPhone, iPad und Mac.
KI als Assistent in Xcode
Apple hat Xcode 26.3 mit KI-Unterstützung veröffentlicht. Die KI ersetzt nicht die Arbeit, beschleunigt aber viele Schritte. Früher hätten Entwickler:innen Fehlercodes gegoogelt und Lösungen aus Foren wie Stack Overflow angepasst. Jetzt formuliert ihr Anforderungen direkt im integrierten Chat. Die KI fügt Code an Ort und Stelle ein, ohne Kopieren und Einfügen. Tritt ein Inline-Fehler auf, erkennt Xcode ihn sofort, die KI schlägt Korrekturen vor und setzt sie um. Ihr könnt weiterhin manuell eingreifen, etwa die Anzahl der Leben ändern. Die KI übernimmt diese Anpassung dann als neuen Stand. Eingesetzt wurde ChatGPT-Codex als Assistent. Apple erlaubt auch die Einbindung von Anthropic Claude. Wichtig bleibt der Ablauf: Top-down grob planen, dann schrittweise verfeinern. „Bitte programmier mir Space Invaders“ reicht nicht.
Testen, Steuern und App-Store-Start
Getestet wurde im iPhone-Simulator in Xcode. Für präzisere Eingaben koppelte der Entwickler einen Xbox- oder PlayStation-Controller. So ließ sich das Spieltempo steigern und neue Power-ups schneller prüfen. Für gezielte Tests kamen „Cheats“ zum Einsatz. Der Bonus-Level erscheint regulär nach drei Wellen. Während der Entwicklung setzte er die Wellenanzahl kurzfristig auf null, um nur den Bonus-Level zu justieren. Wer nur lokal spielen will, braucht einen kostenlosen Entwickleraccount und Xcode. Für Tests auf einem iPhone oder eine Verteilung im App Store ist ein bezahlter Entwickleraccount nötig, inklusive Zertifikaten und Signatur. Der Upload erfolgt direkt aus Xcode, danach prüft Apple die App manuell. Die Veröffentlichung lief in Version 1.1, Version 1.2 war in Arbeit. Das Spiel ist kostenlos und enthält keine In‑App‑Käufe. Eine KI-Flut belangloser Apps erwartet er nicht. Der Aufwand bleibt merklich, und die App-Store-Prüfung filtert Minderwertiges aus. Sein Fazit: Probiert es aus. Ihr lernt, was KI heute kann, wie Game-Design funktioniert und wie ihr eine App in den Store bringt.
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