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Radikaler Rückbau der Microsoft-Apps: Was sich wieder ändert

Microsoft krempelt seine iOS App Landschaft mal wieder um und sorgt damit für Unmut bei Nutzer:innen. Ab dem 15. September 2025 wird die Copilot App keine Möglichkeit mehr bieten, Word-, Excel- oder PowerPoint Dateien direkt zu bearbeiten oder neu zu erstellen.

Es bleibt die Vorschaufunktion und die Möglichkeit, Inhalte und Kommentare einzusehen. Ansonsten bleibt der Copilot Chat erhalten, über den sich Informationen aus Dokumenten abfragen lassen. 

Die iPad Version folgt zeitversetzt mit ähnlichen Einschränkungen, denn ab dem 22. August erscheinen erste Hinweise auf die Änderungen. Texte lassen sich fortan nur noch im Copilot Dialog erstellen. Für weitergehende Bearbeitung wird der Wechsel in die jeweiligen Office Apps zwingend.

Damit kehrt Microsoft das Konzept der vereinheitlichten Office Erfahrung auf dem iPhone wieder um. Wer nun Office Dateien bearbeiten oder erstellen will, muss wieder auf die Einzelanwendungen Word, Excel oder PowerPoint zurückwechseln.

Auch die bisher enge Verzahnung mit Outlook, OneDrive und Teams entkoppelt Microsoft wieder. Office-Dateien lassen sich fortan nicht mehr automatisch in Copilot öffnen, sondern nur in den jeweiligen Einzel Apps. Selbst Hinweise innerhalb Copilot werden künftig direkt auf diese Anwendungen verweisen. Nutzer:innen, die eine schnelle, zentrale Office-Experience suchen, werden jetzt wieder gezwungen, zwischen mehreren eigenständigen Apps zu wechseln.

Die Umgestaltung bringt im Alltag deutliche Nachteile. Microsoft hatte zuvor intensiv für die Zusammenfassung der Office-Apps in einer einheitlichen M365-App geworben .

Die Integration war ein entscheidender Schritt hin zu besserer Single-Sign-On-Nutzung (SSO), mehr Produktivität und weniger App-Wechseln. 

Mit der aktuellen Kehrtwende entfernt sich Microsoft von diesem Gedanken. Nun muss der Nutzer sich gegebenenfalls wieder mehrfach anmelden, statt sich mit einem Microsoft-Konto einmal für alles anmelden zu können. Die Arbeitsabläufe werden fragmentierter und Kollaboration oder Dateiaustausch erfordern erneut mehr Aufwand.

Microsoft verliert den Fokus auf Komfort und Integration

Das Konzept der letzten Jahre war eindeutig auf Vereinfachung und Effizienz ausgelegt. Mit der M365 App ließ sich nicht nur Single Sign-On optimal nutzen, sondern auch der Wechsel zwischen Produktivitätsanwendungen lief nahtlos. 

Die nun stattfindende Fragmentierung ist nicht nur ein organisatorischer Rückschritt. Sie konterkariert auch die SSO optimierten Workflows, für die Microsoft lange geworben hat. Die Umwälzungen wirken impulsiv und strategielos. Außerdem senden sie das Signal, dass User:innenbedürfnisse zugunsten interner Interessen ins Hintertreffen geraten.

Im Ergebnis verabschiedet Microsoft sich von der Integrationsstrategie. Diese hatte viel Akzeptanz und Zufriedenheit bei Nutzer:innen geschaffen und nimmt damit bewusst Nachteile für Produktivität und Benutzerkomfort in Kauf.

Gerade im Kontext von SSO und beruflicher Zusammenarbeit ist das ein herber Fehltritt, der bei vielen Anwender:innen für Frust sorgen wird. 

Das Unternehmen sollte dringend nachbessern und einen Kurs finden, der Kontinuität, Integration und Nutzerfreundlichkeit in den Mittelpunkt stellt.

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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