Intel könnte schon bald einen bedeutenden Investor gewinnen: SoftBank investiert zwei Milliarden Dollar, während auch die US-Regierung über einen Einstieg nachdenkt. Das Unternehmen steht damit im Fokus internationaler Wirtschaftspolitik.
Der japanische Technologiekonzern SoftBank plant, Anteile im Wert von zwei Milliarden US-Dollar an Intel zu erwerben. Durch ein Wertpapierkaufabkommen will sich SoftBank eine bedeutende Position bei dem Chip-Hersteller sichern. Diese Ankündigung führte dazu, dass der Aktienkurs von Intel um einige Prozentpunkte stieg. SoftBank sieht in Halbleitern die Basis für zahlreiche Branchen und betont die Rolle von Intel als zuverlässiges Unternehmen in diesem Sektor. Laut Masayoshi Son, Vorsitzender und CEO von SoftBank, ist die Investition Ausdruck des Glaubens an die Zukunft der Chip-Produktion in den USA, wobei Intel eine wichtige Rolle einnimmt. Auch Intels aktueller CEO Lip-Bu Tan äußerte sich positiv zur Partnerschaft und würdigte SoftBank als Innovationsführer mit ähnlichen Zielen wie Intel.
Neben SoftBank zeigt auch die US-Regierung Interesse an einem Einstieg bei Intel. Berichten zufolge könnte sie einen zehnprozentigen Anteil erwerben und so zum größten Anteilseigner werden. Diese Überlegungen stehen im Zusammenhang mit Diskussionen zwischen US-Präsident Trump und Intel-CEO Lip-Bu Tan. Trump forderte in der Vergangenheit bereits den Rücktritt des CEOs aufgrund vermeintlicher Interessenskonflikte, die durch Investments in chinesische Unternehmen entstanden seien. Nach einem Treffen zwischen beiden Führungskräften legte die Intel-Aktie um sieben Prozent zu, was auf Spekulationen über einen möglichen Deal mit der US-Regierung zurückzuführen ist.
Die US-Regierung könnte im Rahmen des CHIPS and Science Act aus dem Jahr 2022 einen Teil der staatlichen Fördergelder für Intel in Unternehmensanteile umwandeln. Im Zuge dieses Gesetzes erhielt Intel bereits 7,9 Milliarden US-Dollar für Investitionen in den USA sowie zusätzliche drei Milliarden Dollar zur Unterstützung der Chip-Produktion. Offizielle Stellungnahmen gibt es bislang nicht. Intel hat in den letzten Jahren Marktanteile verloren, unter anderem weil das Unternehmen den Boom bei Halbleitern für künstliche Intelligenz verschlafen hat. Der frühere CEO Pat Gelsinger verließ Intel nach einem Vertrauensverlust im Aufsichtsrat. Für Intel bedeuten die aktuellen Entwicklungen einen Richtungswechsel, da starke und langfristige Investoren das Unternehmen wieder zurück an die Weltspitze bringen könnten.
Via: Techradar
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