OpenAI-Chef Sam Altman hält es für problematisch, wenn viel Arbeitsspeicher in privaten Computern ungenutzt bleibt. Elon Musk reagierte auf X mit einem Spottbild und schrieb: „Auch die Menschen haben ein Recht auf ihren Arbeitsspeicher!“
Altman äußerte sich in einem Gespräch auf dem YouTube-Kanal Cheeky Pint zur weltweiten Verteilung von DRAM. Aus seiner Sicht ist es „ziemlich problematisch“, wenn große Mengen des knappen Arbeitsspeichers in privaten Rechnern stecken und dort nur selten genutzt werden.
„Aus Sicht der globalen Verteilung ist es eigentlich ziemlich problematisch, wenn alle große Mengen des begrenzten DRAM-Vorrats der Welt in ihren eigenen Computern haben und dieser nur fünf Prozent der Zeit genutzt wird“, sagte Altman. Bei einer angespannten Versorgungslage sollte der Arbeitsspeicher seiner Ansicht nach möglichst effizient in der Cloud eingesetzt werden.
Musk machte sich auf seinem sozialen Netzwerk X über diese Haltung lustig. Der SpaceX-Chef teilte ein Meme, das auf einen Film mit einem deutschen Offizier aus dem Zweiten Weltkrieg anspielt. Darin sucht die Figur nach Menschen, die DRAM-Riegel verstecken. Musk ergänzte den Beitrag mit dem Satz: „Auch die Menschen haben ein Recht auf ihren Arbeitsspeicher!“
Altmans Aussagen stießen bereits auf deutliche Kritik im Internet. OpenAI bietet zwar auch einige quelloffene Modelle an, erzielt seine Einnahmen jedoch mit Modellen, die in Rechenzentren laufen und Nutzer:innen über das Internet verwenden können. Lokal ausgeführte Modelle könnten den Bedarf an solchen Cloud-Angeboten verringern.
Gleichzeitig kommen die Äußerungen zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Sowohl Computerbegeisterte als auch andere Käufer:innen sehen sich mit höheren Preisen konfrontiert. Betroffen sind nicht nur einzelne DRAM-Kits, sondern auch komplette Computer und Speicherprodukte für Geräte aller Art.
Ein Grund dafür ist, dass Chiphersteller ihre Produktionskapazitäten zunehmend auf Komponenten für KI-Rechenzentren ausrichten. Dadurch steht weniger für den Verbrauchermarkt zur Verfügung. Die Preise für Arbeitsspeicher und Speicherlösungen sind entsprechend gestiegen.
Auch Apple, das lange als weniger anfällig für steigende Komponentenpreise galt, erhöhte im Laufe des Jahres die Preise in mehreren Produktreihen. Bei den jüngsten iPhone-Modellen stiegen die Preise ebenfalls durchgängig.
Lenovo erklärte bereits im Juni, das Unternehmen erwarte nicht, dass die Preise bald wieder auf das Niveau vor 2026 zurückkehren. Das werde womöglich auch langfristig nicht geschehen. Die Speicherhersteller Samsung und SK Hynix warnten zudem, dass die durch KI verursachte Knappheit bei Arbeitsspeicher bis 2027 und darüber hinaus anhalten könnte.
Solange die Nachfrage nach weiteren KI-Rechenzentren kaum nachlässt, bleibt auch der Bedarf an den dafür benötigten Komponenten hoch. Das könnte die Verfügbarkeit anderer Technik weiter einschränken und zusätzliche Preiserhöhungen nach sich ziehen.
Via: https://www.tomshardware.com
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