Zwischen Tablets, Laptops und Smartphones entsteht gerade eine neue Gerätekategorie; Post Smartphone Geräte. Sie setzt auf spezialisierte Funktionen, E‑Ink‑Displays und persönliche KI – und könnte den Alltag deutlich verändern.
reMarkable Paper Pure: Minimal-Tablet statt Alleskönner
Mit dem reMarkable Paper Pure kommt ein günstigeres, bewusst reduziertes Schreib-Tablet auf den Markt. Das Gerät verzichtet auf ein Frontlicht und fokussiert sich klar auf Schreiben und Zeichnen auf einem schwarzweißen E‑Ink-Display. Laut einem aktuellen Testbericht liefert das Tablet ein sehr direktes Stift-auf-Papier-Gefühl und positioniert sich als einfach zugängliches Modell unterhalb früherer Versionen.
Spannend ist weniger ein einzelnes Produkt als die Richtung, in die es zeigt. reMarkable stellt sich explizit gegen den Trend immer bunterer, schnellerer und komplexerer Displays. Statt Apps, Multitasking und Unterhaltung stehen Notizen, Lesen und konzentriertes Arbeiten im Vordergrund. Für Euch als Nutzer:innen stellt sich damit eine praktische Frage: Wann reicht ein solches Minimal-Device aus – und wann braucht Ihr doch ein iPad oder einen Laptop?
Die Antwort hängt stark vom Workflow ab. Für handschriftliche Notizen im Studium oder im Job, das strukturierte Lesen von PDFs oder für Schreibprojekte ohne Ablenkung kann ein E‑Ink-Notebook wie das Paper Pure heute schon eine Ergänzung oder Teilersatz für klassische Geräte sein. Für rechenintensive Aufgaben, umfangreiche Tabellen, kreative Apps oder Videokonferenzen bleibt dagegen weiterhin ein Tablet oder Mac die erste Wahl.
Persönliche KI-Hardware und Heimroboter im Aufbruch
Parallel zu den E‑Ink-Notizgeräten entsteht ein weiterer Markt: persönliche KI-Hardware. Start-ups wie Hark sammeln laut aktuellen Berichten hunderte Millionen, insgesamt sogar Milliardenbeträge, um neue Geräteklassen zu entwickeln, Post Smartphone Geräte. Dazu gehören spezialisierte KI-Assistenten und persönliche Roboter, die im Haushalt unterstützen oder Aufgaben im Alltag übernehmen sollen.
Auch Unternehmen wie Figure AI treiben diese Entwicklung voran. Die Robotik verlässt die Fabrikhallen und dringt in Wohn- und Arbeitsumgebungen vor. Die Vision: eigenständige Geräte, die mit Sprachsteuerung, Sensoren und leistungsfähigen KI-Modellen agieren und Euch durch den Tag begleiten. Diese Systeme sollen klassische Smartphone-Apps nicht ersetzen, aber viele Anwendungsfälle aus dem Bildschirm herauslösen.
Im Zusammenspiel mit iPhone und Mac könnten solche Assistenten künftig Daten und Aufgaben übernehmen, die heute noch in Apps stecken. Denkbar ist etwa, dass ein dedizierter KI-Assistent Termine koordiniert, Mails vorsortiert oder Dokumente zusammenfasst und die Ergebnisse an Eure bestehenden Apple-Geräte übergibt. Grundlage dafür sind Schnittstellen, Cloud-Dienste und eine enge Verzahnung mit bestehenden Plattformen.
Zwischen iPad und Mac: Ein neuer Gerätemarkt – und wie Ihr seriöse Projekte erkennt
Zwischen Smartphone, iPad und Mac entsteht so ein Zwischenraum für neue Gerätetypen: E‑Ink-Notebooks wie das reMarkable Paper Pure, dedizierte KI-Assistenten und Heimroboter. Für Apple ist dieser Trend in mehrfacher Hinsicht relevant. Einerseits konkurrieren spezialisierte Geräte direkt um Nutzungszeit, die bisher klar bei iPhone und iPad lag. Andererseits eröffnen sie neue Integrationsmöglichkeiten für Dienste, Ökosysteme und Abos.
Für Euch als Konsument:innen bleibt die Frage, wie Ihr seriöse Hardware-Projekte von kurzfristigem Hype unterscheidet. Ein möglicher Anhaltspunkt ist die Finanzierung: Start-ups wie Hark oder Figure AI sichern sich hohe Investitionssummen, was zumindest auf langfristige Pläne und umfangreiche Entwicklung hindeutet. Gleichzeitig zeigen die Berichte, dass auch in diesem Segment Erwartungen und Risiken eng beieinanderliegen.
Beim Blick auf neue „Post-Smartphone“-Geräte solltet Ihr deshalb genau prüfen, welche konkreten Workflows das Produkt heute schon sinnvoll unterstützt. Bei E‑Ink-Tablets sind das meist Notizen, Lesen und fokussiertes Schreiben. Bei KI-Hardware geht es um klar abgegrenzte Aufgaben, die zuverlässig erledigt werden müssen. Versprochene Zukunftsfunktionen solltet Ihr dagegen eher als Bonus sehen, nicht als Kaufargument.
Fest steht: Das Smartphone verschwindet nicht von heute auf morgen. Doch mit fokussierten Notiz-Tablets und persönlicher KI-Hardware zeichnen sich Alternativen ab, die bestimmte Aufgaben besser, ruhiger oder eigenständiger übernehmen. Der Markt zwischen iPad und Mac wird damit vielfältiger – und fordert Apple heraus, seine Rolle in dieser kommenden „Post-Smartphone“-Welt zu definieren.
