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Zweites MacBook Neo: Keine Touchscreen-Pläne bei Apple

Die zweite Generation des MacBook Neo wird nach aktueller Analysteneinschätzung doch ohne Touchscreen kommen. Ein bekannter Apple-Beobachter korrigiert damit seine eigene frühere Prognose.

Analyst Kuo nimmt Touchscreen-Prognose zurück

Das MacBook Neo positioniert Apple direkt gegen günstige Notebooks wie Chromebooks. Gleichzeitig versucht Apple, die Produktionskosten des Geräts so weit wie möglich zu senken, was die Planung der nächsten Generation beeinflusst.

Der Analyst Ming-Chi Kuo von TF Securities hatte Ende 2025 erklärt, die nächste Version des MacBook Neo könne Unterstützung für Touch-Eingaben erhalten. Die Touch-Schicht sollte demnach direkt in das IPS-Panel integriert werden, ähnlich wie beim Einstiegs-iPad, das diesen Ansatz bereits seit Jahren nutzt.

In einem Beitrag auf X vom Mittwoch zeichnet Kuo nun ein anderes Bild. Demnach sei es eher unwahrscheinlich, dass die Nachfolgegeneration des MacBook Neo einen Touchscreen bekommt.

Kuo schreibt, das zweite MacBook Neo sei ursprünglich mit Touchpanel geplant gewesen, um besser gegen Chromebooks antreten zu können. Laut Kuo verfügen mindestens die Hälfte der aktuell angebotenen Chromebooks über Touch-Unterstützung, auch wenn die Qualität dieser Displays seiner Einschätzung nach meist eher gering ist.

Bereits im September 2025 hatte Kuo prognostiziert, dass die erste Generation des MacBook Neo keinen Touchscreen haben werde. Damals ging er davon aus, dass die Spezifikationen des Nachfolgers noch in Diskussion seien und „Touch-Unterstützung einschließen könnten“. Zu dem von ihm damals genannten Zeitplan, der einen Marktstart der zweiten Generation im Jahr 2027 vorsah, liefert Kuo in seinem aktuellen Beitrag kein Update.

Kostenstruktur spricht gegen Touch beim MacBook Neo

Vor dem Hintergrund der Entstehungsgeschichte des MacBook Neo wirkt ein Touchscreen von Anfang an wenig naheliegend. Apple hat die Materialkosten konsequent gedrückt, unter anderem durch den Einsatz eines Chips aus der A-Serie statt eines M‑Chips, um das Einsteigermodell günstiger fertigen zu können.

Diese Zielsetzung macht einen Touchscreen für das MacBook Neo praktisch von Beginn an unwahrscheinlich. Technisch wäre Apple zwar in der Lage, ein solches Display zu verbauen, doch nicht in einem so stark preisgetriebenen Produkt.

Hinzu kommt, dass ein solches Feature bislang eher im oberen Mac-Segment erwartet wird. Apple plant laut früheren Berichten, Ende 2026 ein MacBook Pro mit OLED-Display und Touch-Funktion auf den Markt zu bringen. Ein Touchscreen zuerst im günstigsten Mac-Modell und nicht im MacBook Pro einzuführen, wäre damit schwer einzuordnen.

Produktion, Ausblick und Marktumfeld für das aktuelle Neo

Im restlichen Teil seines Beitrags geht Kuo auf das heutige MacBook Neo ein. Seinen Informationen zufolge startete die Massenproduktion später als ursprünglich erwartet, nämlich erst im Dezember. Warum dieser Zeitpunkt überraschend sein soll, bleibt unklar, da Apple traditionell nur einen gewissen Abstand zwischen Produktionsbeginn und Verkaufsstart einhält.

Infolge der Verschiebung rechnet Kuo mit etwas geringeren Auslieferungszahlen als zuvor prognostiziert. Für 2026 erwartet er dennoch rund 4,5 bis 5 Millionen ausgelieferte Geräte, was er als weiterhin „starke Zahl“ bewertet.

Die Stückzahlen sollen sich im Jahresverlauf von Quartal zu Quartal erhöhen. Gründe sieht Kuo in der Nachfrage zum Schuljahresbeginn und im Jahresendgeschäft sowie in einer angespannten Situation am Speichermarkt. Wettbewerber:innen dürften ihre Lagerbestände an Speicherbausteinen etwa zur Jahresmitte weitgehend abgebaut haben, was branchenweit zu steigenden Preisen führen könnte.

Diese Entwicklung könnte dem MacBook Neo im Zeitraum vor dem Schulstart im Sommer ein vorteilhaftes Marktumfeld verschaffen.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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