Werbung



News

Windows 365 Cloud PC im Alltagstest auf MacOS, Android und iOS

iOS 27 Home-Bildschirm Apple KI iOS 27

Werbung



Mit Windows 365 bietet Microsoft einen Cloud-PC, der Windows 11 auf nahezu jedes Gerät bringt – vom klassischen PC über den Mac bis hin zu iPad und Smartphone. Ein Praxistest zeigt, wie sich der Dienst einrichten lässt, wie gut er funktioniert und für wen sich das Abo lohnen kann.

Was Windows 365 Cloud PC ist und wie Ihr startet

Windows 365 Cloud PC ist ein virtuelles Windows-System, das in Microsofts Rechenzentren läuft. Anders als bei Azure Virtual Desktop bekommt jede zugewiesene Person einen festen, eigenen Cloud-PC mit dedizierten Ressourcen wie CPU, RAM und Speicher, der auf Windows 11 Enterprise basiert.

Im Test kam eine Konfiguration mit 2 virtuellen CPUs, 8 GB RAM und 128 GB Speicher zum Einsatz. Der Zugriff funktioniert über jeden aktuellen Webbrowser oder über die Windows App, die für Windows, MacOS, Android und iOS verfügbar ist. Die App hieß früher Remote Desktop, wurde mit dem WinUI3-Framework neu gestaltet und lässt sich ohne zusätzliche Konfiguration nutzen: Anmeldung mit dem Arbeits- oder Schulkonto reicht, persönliche Microsoft-Konten werden nicht unterstützt. Auf Windows-Rechnern kann Windows Hello für die Anmeldung genutzt werden.

Die Einrichtung hängt stark von Eurer Vertrautheit mit den Microsoft-365-Adminwerkzeugen ab. Wer bereits ein Microsoft 365 Business- oder Enterprise-Konto nutzt, kann unter Windows365.com als Administrator eine Testphase starten, basierend auf den vorhandenen Microsoft Entra ID-Anmeldedaten. Ohne bestehendes Konto müsst Ihr zunächst ein Geschäftskonto bei Microsoft anlegen, optional mit eigener Domain. Das Admin-Portal kann anfangs unübersichtlich wirken, ließ sich im Test aber nach kurzer Eingewöhnung bedienen.

Die kostenlose Testphase läuft einen Monat und gilt für bis zu 25 Nutzer:innen, eine bezahlte Lizenz erlaubt bis zu 300 Konten. Für den Test ist eine Kreditkarte Pflicht; das Abo verlängert sich automatisch, wenn Ihr nicht rechtzeitig kündigt.

Bedienung auf PC, Mac, iPad und Smartphone

Der Zugriff auf den Cloud-PC funktioniert wahlweise im Browser oder in der Windows App. Auf Windows-PC und Mac war das Nutzungserlebnis im Test nahezu identisch, samt normaler Maus- und Tastaturbedienung; auf dem Windows-Rechner kam zusätzlich der Touchscreen zum Einsatz. Praktisch: Die Anmeldung per Windows Hello erspart die manuelle Passworteingabe.

Auf dem iPad zeigte sich, dass reine Touch-Bedienung umständlich ist. Der Mauszeiger muss per Finger verschoben werden, ein Tippen führt dann den „Klick“ aus. Mit Bluetooth-Tastatur und -Maus verbesserte sich das deutlich – ohne diese Eingabegeräte ist die Nutzung nicht empfehlenswert.

Auf einem Samsung Galaxy S23 Ultra ließ sich die Android-Version der Windows App installieren, die direkte Arbeit auf dem kleinen Display erwies sich jedoch als kaum praktikabel. Mit externer Anzeige per USB-C oder Bluetooth sowie Bluetooth-Tastatur und -Maus wäre der Cloud-PC damit aber ein vollwertiger Arbeitsplatz. Eine entsprechende Konfiguration mit einem iPhone wurde im Test nicht ausprobiert, es werden jedoch ähnliche Ergebnisse erwartet.

Im Browser kann die Sitzung auf Vollbild vergrößert werden, eine schmale Werkzeugleiste am oberen Rand steuert die Verbindung und lässt sich bei Bedarf ein- oder ausblenden. Lokale Ressourcen wie Webcam, Mikrofon, Drucker und Zwischenablage des Host-Systems stehen im Cloud-PC zur Verfügung. In einem Testvideoanruf über Google Chat zwischen einem Cloud-PC auf dem iPad und einem lokalen Windows-11-PC waren Bild und Ton ohne spürbare Verzögerung nutzbar. Wird die App oder der Browser geschlossen, bleibt der Arbeitsstand erhalten und kann beim nächsten Login fortgesetzt werden.

Leistung, Kosten und Zielgruppe

Der erste Verbindungsaufbau zum Cloud-PC dauerte im Test etwas mehr als zweieinhalb Minuten. Wiederverbindungen zu einer laufenden Sitzung klappten deutlich schneller, in etwa zehn Sekunden. Im laufenden Betrieb fühlte sich die getestete Konfiguration ähnlich an wie ein vergleichbarer lokaler PC; gelegentliche Engpässe ergaben sich durch die 8 GB RAM – ein Effekt, der auf einem physischen Rechner mit gleicher Ausstattung ähnlich wäre. Office-Anwendungen liefen flüssig, auch YouTube-Videos und Musik spielten ohne auffällige Aussetzer.

Preislich startet die getestete Konfiguration (2 vCPU/8 GB RAM/128 GB Speicher) regulär bei 36 US-Dollar im Monat, zuzüglich ggf. anfallender Steuern. Im Rahmen einer zeitlich befristeten Aktion sinkt der Preis nach der Testphase auf 28,80 US-Dollar monatlich bei monatlicher Zahlung oder 27,72 US-Dollar bei Jahresbindung. Mehr Leistung kostet deutlich mehr: Eine Konfiguration mit 4 vCPUs, 16 GB RAM und 256 GB Speicher liegt im Aktionszeitraum bei 50,56 US-Dollar im Monat (47,78 US-Dollar bei Jahresbindung) und danach bei 63,20 US-Dollar. Das Spitzenmodell mit 16 vCPUs, 64 GB RAM und 1 TB Speicher kostet im ersten Jahr 192,93 US-Dollar im Monat, danach 241,16 US-Dollar. In diesen Preisen sind weder Desktop-Office-Apps noch OneDrive-Speicher enthalten; dafür ist ein separates Microsoft-365-Abo nötig. Die genannten Tarife gelten für Windows 365 Business mit bis zu 300 Accounts, Windows 365 Enterprise hat eigene Regeln und Preise.

Für ältere Windows-10-PCs, die sich nicht auf Windows 11 aktualisieren lassen, ist Windows 365 eine vergleichsweise teure Möglichkeit zur Verlängerung der Nutzungsdauer. Immerhin sind Extended Security Updates für Windows 10 bis Oktober 2028 ohne Aufpreis inbegriffen. Für Unternehmen mit Hybrid- oder Remote-Workforce kann der Dienst interessanter sein: Statt Hardware zu beschaffen und zu verwalten, bekommen Mitarbeitende einen Cloud-PC und nutzen ihre vorhandenen Geräte, etwa Macs oder iPads. Die IT verwaltet alles zentral über Intune, Daten bleiben im Unternehmens-Cloud-Umfeld, und defekte oder verlorene Geräte sind weniger problematisch, weil der eigentliche PC im Rechenzentrum läuft.

Für Remote-Arbeitende entfällt zudem das Jonglieren mit zwei Laptops für Berufliches und Privates, offene Sitzungen können einfach später fortgesetzt werden. Dem steht der Preis gegenüber: Nach Ende der Aktion kostet schon die Basiskonfiguration rund 432 US-Dollar pro Jahr, leistungsstärkere Profile kommen auf rund 758,40 US-Dollar jährlich. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie hoch Ihr den geringeren Verwaltungsaufwand und den Wegfall von Reparaturen und Austauschgerät bewertet. Voraussetzung ist in jedem Fall eine stabile, schnelle und latenzarme Internetverbindung – wer häufig offline arbeitet, kann den Cloud-PC kaum sinnvoll nutzen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: zdnet.com

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Werbung



Ähnliche Artikel

Werbung



Einkaufstipps
Beliebte Artikel

Werbung