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Unsichtbare Infrastruktur: Wie 100-TB-Festplatten und Lichtchips unsere Datenzukunft sichern

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Unsere iCloud-Backups, Fotos, Mails und KI-Dienste landen in Rechenzentren, die unter enormem Wachstumsdruck stehen. Zwei Technologien sollen die kommenden Datenwellen beherrschbar machen: neue Festplattengenerationen und lichtbasierte Chips.

Warum Rechenzentren an ihre Grenzen stoßen

Künstliche Intelligenz und Cloud-Dienste erzeugen immer größere Datenmengen, die gespeichert und verarbeitet werden müssen. Anbieter:innen wie Western Digital und Chip-Hersteller reagieren mit langfristigen Strategien für neue Hardware, die genau diese Engstelle adressiert.

Western Digital hat auf dem Innovation Day 2026 eine Roadmap vorgestellt, die Festplatten mit 60 Terabyte und später sogar 100 Terabyte Speicherkapazität vorsieht. Parallel arbeiten Chipfirmen an Silizium-Photonik, also lichtbasierten Prozessoren, die speziell für KI-Infrastruktur entwickelt werden. Beide Entwicklungen zielen auf dieselbe Herausforderung: mehr Daten pro Watt, mehr Daten pro Rack im Rechenzentrum.

Von ePMR zu HAMR: Wie Festplatten weiter wachsen

Die klassische Festplatte stößt physikalisch an Grenzen, weil immer mehr Bits auf derselben Fläche untergebracht werden müssen. Western Digital setzt zunächst auf verbesserte Schreibverfahren wie energieunterstützte magnetische Aufzeichnung (ePMR), um die Kapazität bis etwa 60 Terabyte zu steigern.

Auf längere Sicht kommt laut Unternehmensangaben hitzeunterstützte magnetische Aufzeichnung (HAMR) ins Spiel. Dabei wird das Speichermedium lokal erhitzt, um Daten stabiler und dichter zu schreiben. Western Digital peilt damit Festplatten mit rund 100 Terabyte an, die nach aktueller Planung bis 2029 verfügbar werden sollen. Das Unternehmen weist gleichzeitig darauf hin, dass die Gesetze der Physik einen Übergang zu solchen Verfahren letztlich erzwingen.

Für Euch als Nutzer:innen bedeutet das: Hinter Euren iCloud-Fotos, Mails und Backups stehen künftig deutlich größere Laufwerke im Rechenzentrum, ohne dass sich am Alltag direkt etwas ändert. Die Dienste können aber mehr Daten pro Server speichern, was Kosten und Energiebedarf pro Gigabyte senkt.

Silizium-Photonik: Wenn Lichtchips KI beschleunigen

Während Festplatten vor allem Speicherprobleme lösen, kümmert sich Silizium-Photonik um die Rechen- und Übertragungsengpässe. Laut Techradar ist diese Technologie zentral für die nächste Generation von KI-Infrastruktur. Statt Elektronen auf Leiterbahnen bewegen Lichtsignale Daten durch Chips und Verbindungen.

Die Grundidee: Licht kann hohe Datenraten mit vergleichsweise geringem Energieverlust transportieren. In KI-Rechenzentren, die große Modelle trainieren und ausführen, könnten lichtbasierte Bausteine daher sowohl Rechenoperationen als auch Verbindungen zwischen Servern beschleunigen. Silizium-Photonik zielt genau auf die Schnittstellen, an denen heutige Systeme ins Stocken geraten.

Im Alltag werdet Ihr diese Lichtchips nicht direkt sehen, sie stecken in Servern und Netzwerken. Spürbar werden sie, wenn KI-Dienste schneller reagieren, komplexere Anfragen bewältigen und dabei weniger Energie im Hintergrund benötigen. Auch wenn die Einführung schrittweise erfolgt, bereitet die Industrie die Infrastruktur bereits auf diese Umstellung vor.

Festplatten mit 100 Terabyte und Silizium-Photonik sind damit zwei Seiten derselben Entwicklung: Sie halten die unsichtbare Infrastruktur hinter Euren Apple-Diensten auch dann funktionsfähig, wenn die Datenmengen weiter stark wachsen.

Via: www.tomshardware.com · www.techradar.com

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Tags: ePMR, Silizium-Photonik, iCloud, Cloud, Western Digital, Festplatten, Rechenzentren, KI-Infrastruktur, HAMR

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