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UGREEN Finder Pro – Günstiger Tracker für iPhone und Android

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Im UGREEN Finder Pro ausprobiert Test schaue ich, ob der aufladbare Bluetooth-Tracker im Viererpack eine überzeugende und preiswerte Alternative zum Apple AirTag ist. Spannend dabei: Der UGREEN Finder Pro unterstützt wahlweise Apples „Wo ist?“-Netzwerk oder Googles Find Hub.

Vier Tracker für den Preis eines einzelnen AirTags, USB-C statt Knopfzelle und Unterstützung für Apples „Wo ist?“-Netzwerk ebenso wie für Googles „Mein Gerät finden“: Der UGREEN Finder Pro möchte der unkomplizierte Smart-Tracker für gemischte Haushalte sein. Im Alltag überzeugt das Konzept erstaunlich oft – doch die fehlende Präzisionssuche und das nicht wasserdichte Design setzen Grenzen.

Ausgepackt

Der UGREEN Finder Pro kommt im Viererpack und setzt optisch auf pragmatische Zurückhaltung. Statt der runden AirTag-Form nutzt UGREEN ein kompaktes, abgerundetes Quadrat mit integrierter Öse. Das ist keine Design-Revolution, aber im Alltag ein netter Vorteil: Der Tracker kann unmittelbar am Schlüsselbund, Koffer, Rucksack oder einer Kameratasche befestigt werden. Beim Apple AirTag braucht es dafür bekanntlich erst einen separaten Anhänger.

Im Karton liegen neben den vier Findern USB-C-Ladekabel, Befestigungsschlaufen, Ersatzabdeckungen für den Ladeanschluss und Aufkleber zur Kennzeichnung. Gerade der letzte Punkt wirkt zunächst nebensächlich, wird bei vier de facto identischen Tags aber schnell praktisch: Schlüssel, Reisekoffer, Rucksack und Technik-Tasche lassen sich so sichtbar unterscheiden.

Das Kunststoffgehäuse misst rund 36 mal 36 Millimeter bei neun Millimetern Dicke. Damit ist der Finder Pro etwas größer und dicker als ein AirTag, bleibt am Schlüsselbund aber angenehm unauffällig. Sein Gewicht spielt im Alltag keine Rolle. Wesentlicher ist die Materialfrage: Der Tracker wirkt robust, bietet aber keine offizielle IP-Zertifizierung. Wer einen Tag dauerhaft außen am Fahrrad, am Hundehalsband oder an einem ungeschützt mitreisenden Koffer anbringen will, sollte das berücksichtigen.

Die USB-C-Buchse sitzt hinter einer kleinen Gummiklappe an der Seite. Das ist zeitgemäß und nachhaltiger als eine Knopfzelle – zugleich bleibt genau diese Abdeckung der offensichtlichste Schwachpunkt des ansonsten unaufgeregten Gehäuses. Für die Schlüssel oder im Rucksack ist das kein Problem; für dauerhaft nasse Einsatzorte wäre ein wasserdichtes Modell die bessere Wahl.

Die Daten

Das wichtigste Merkmal des UGREEN Finder Pro ist seine Plattformoffenheit. Der Tracker lässt sich entweder mit Apples „Wo ist?“-Netzwerk oder mit Googles „Mein Gerät finden“ beziehungsweise Find Hub verbinden. Damit kann ein Viererpack in einem Haushalt mit iPhones und Android-Smartphones sinnvoll aufgeteilt werden. Eine eigene UGREEN-App oder laufende Gebühren sind nicht nötig.

Das Wörtchen „entweder“ ist dabei entscheidend: Ein einzelner Finder Pro kann nicht gleichzeitig in beiden Netzwerken angemeldet sein. Wer den Tracker von iPhone auf Android umziehen möchte, muss ihn zunächst zurücksetzen und anschließend neu koppeln. Für Familien ist das verschmerzbar, solange jedes Familienmitglied einen eigenen Tag erhält; für gemeinsam genutzte Gegenstände ist es eine Einschränkung.

Die Einrichtung selbst gehört zu den Stärken. Auf dem iPhone wird der Finder als unterstütztes Objekt in der „Wo ist?“-App ergänzt. Unter Android erscheint nach Tastendruck eine Fast-Pair-Benachrichtigung, danach übernimmt Googles Dienst die Verwaltung. In beiden Fällen stehen die grundlegenden Funktionen bereit: Standort auf der Karte, letzter bekannter Standort, Klingelton, Mitteilung beim Zurücklassen und ein Verloren-Modus. Auch das Teilen mit anderen Personen ist möglich.

Im Inneren arbeitet Bluetooth, nicht Ultra Wideband. Der UGREEN Finder Pro kann also nicht mit einer Richtungspfeil-Anzeige und Zentimeterangaben zu einem verlorenen Gegenstand führen. Seine lokale Reichweite liegt, abhängig von Hindernissen, etwa zwischen neun und 20 Metern. Für die Fernortung nutzt er die Geräte im jeweiligen Apple- oder Google-Netzwerk, die seinen Standort anonym weiterreichen.

Das UGREEN Finder 4 Pack gibt es aktuell bei Amazon für 28.49 Euro, also 37 Prozent günstiger als die UVP von 44.99 Euro.

Im Alltag

Entscheidend ist weniger die App-Oberfläche als die Frage, ob der Tracker hektische Alltagssituationen entschärft. Hier erfüllt der UGREEN Finder Pro seinen Zweck: Schlüssel unter dem Sofa, der Rucksack im Büro oder die Reisetasche am Flughafen lassen sich über die Karte eingrenzen. Sobald man in Bluetooth-Reichweite ist, hilft der Signalton bei der letzten Suche.

Der Lautsprecher soll bis zu 80 Dezibel erreichen. Das reicht aus, um den Tag in einer Tasche oder unter Sofakissen zu hören, und in meiner Messunge konnte ich gar rund 90 Dezibel feststellen. Dennoch bleibt der Ton ein Punkt, an dem die Eindrücke auseinandergehen: In ruhigen Räumen ist er deutlich genug, in einer lauten Bahnhofshalle, im Straßenverkehr oder tief im Gepäckfach könnte mehr Lautstärke helfen.

Ein praktischer Pluspunkt ist die Akkuversorgung. Der integrierte 90-mAh-Akku soll bis zu zwölf Monate durchhalten, anschließend wird er über USB-C geladen. Das spart CR2032-Batterien und passt besser in einen Alltag, in dem USB-C-Kabel ohnehin griffbereit liegen. Der Ladevorgang dauert laut Hersteller rund zwei Stunden. Wer jedoch monatelang vor einer Reise nicht an den Tracker denkt, muss sich darauf verlassen, dass der Akkustand rechtzeitig in der App geprüft wird.

Die tatsächliche Fernortung hängt zudem nicht allein vom UGREEN Finder Pro ab. Sie lebt von der Dichte des Apple- oder Google-Netzwerks am jeweiligen Ort. In Großstädten und an Flughäfen ist das ein klarer Vorteil; in dünn besiedelten Regionen oder abgeschirmten Gebäuden können Standortaktualisierungen dagegen seltener eintreffen. Ein Tracker ersetzt daher weder ein GPS-Gerät mit Mobilfunk noch eine Diebstahlsicherung.

Unter Android bietet die Google-Integration einen zusätzlichen Komfortgewinn: Ein kompatibler Finder lässt sich per Google Home und Sprachbefehl anfragen. Das klingt zunächst nach Spielerei, ist beim hektischen Aufbruch aber sinnvoller als die Suche nach einer App. Für Apple-Nutzer bleibt die „Wo ist?“-Einbindung der überzeugendste Grund: Der Finder taucht dort wie ein reguläres Objekt auf und nutzt bekannte Warn- und Sicherheitsfunktionen.

Fazit

Der UGREEN Finder Pro 4-Pack ist keine vollständige AirTag-Kopie – und genau das muss man vor dem Kauf verstehen. Er bietet weder Ultra-Wideband-Präzisionssuche noch NFC-Erkennung für Finderinnen und Finder, und er ist offiziell nicht wasserdicht. Wer regelmäßig Schlüssel in der Wohnung sucht, profitiert von diesen fehlenden Funktionen zwar weniger; wer einen Gegenstand in komplexer Umgebung punktgenau ansteuern will, greift besser zu einem AirTag oder UWB-Tracker.

Dafür bringt der UGREEN Finder Pro drei Argumente zusammen, die im Alltag mehr Gewicht haben können: vier Tracker zum vergleichsweise niedrigen Preis, integrierte Befestigungsöse und einen aufladbaren USB-C-Akku. Hinzu kommt die Möglichkeit, einzelne Tags wahlweise im Apple- oder Google-Ökosystem zu verwenden. Gerade für Haushalte, in denen iPhone und Android nebeneinander existieren, ist das überzeugender als ein reiner Apple-Tracker.

Der größte Kritikpunkt bleibt die Trennung der Plattformen pro Gerät. „Kompatibel mit iOS und Android“ bedeutet nicht, dass derselbe Finder zugleich von beiden Welten verfolgt werden kann. Außerdem ist der USB-C-Anschluss zwar nachhaltig und bequem, macht den Tracker aber weniger geeignet für dauerhaft feuchte oder besonders raue Umgebungen.

Unterm Strich ist der UGREEN Finder Pro ein starker Preis-Leistungs-Tipp für Schlüssel, Taschen und Reisegepäck. Wer keine Richtungspfeile braucht, seine Tags nicht im Regen aussetzt und die Plattformbindung pro Tracker akzeptiert, bekommt einen unkomplizierten Bluetooth-Tracker, der sich angenehm unsichtbar in Apple- und Google-Ökosysteme einfügt

Das UGREEN Finder Pro 4 Pack wurde uns von UGREEN für diesen Test zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an den Hersteller.

Zu den Einkaufstipps:

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Bilder Autor und Ugreen

 

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Tags: Bluetooth-Tracker, Smart-Finder, Apple Wo ist, UGREEN Finder Pro, Google Find Hub, Koffer Tracker, USB-C Tracker, Android Tracker, iPhone Tracker, Schlüsselfinder, AirTag Alternative

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