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Travis Barker-Doku auf Apple Music: Schlagzeug, Trauma und Familienleben

Apple Music Travis Barker auf weißem Hintergrund.

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Travis Barker spricht in der Sendung „The Zane Lowe Show“ auf Apple Music über seine neue Dokumentation „Travis Barker: Lauter als Angst“. Das Filmprojekt entstand über fast zehn Jahre und beleuchtet entscheidende Wendepunkte in seinem Leben.

Warum Travis Barker seine Geschichte verfilmt

Die Idee zur Dokumentation kam Barker direkt nach der Veröffentlichung seines Buches. Er wollte seine Geschichte ausführlicher erzählen, als es in Buchform möglich war. Der Schlagzeuger betont, dass er sich nach seinem Flugzeugabsturz zeitweise als „Einziger, der übrig ist“ fühlte und jederzeit hätte sterben können. Diese Perspektive habe den Wunsch verstärkt, seine Erfahrungen festzuhalten.

In dem Film sieht Barker viele Lernmöglichkeiten für Zuschauer:innen. Er hebt hervor, dass man auch aus einer kleinen Stadt und aus einer einkommensschwachen Familie kommen kann und trotzdem Träume verfolgen und erreichen darf, wenn man konsequent dranbleibt. Gleichzeitig geht es um das Thema Überleben: Nach dem Tod seiner Mutter und dem Flugzeugabsturz stand er aus seiner Sicht vor einer klaren Wahl. Entweder aufgeben und sich von den Umständen überwältigen lassen oder kämpfen und stärker zurückkommen.

Apple Music Travis Barker auf weißem Hintergrund.
Apple Music Travis Barker.

Vaterschaft, Schlagzeug als Therapie und Angst vorm Fliegen

Barker spricht ausführlich über die Bedeutung seiner Rolle als Vater. Er beschreibt seine eigenen Eltern als großartig und erklärt, dass er früh wusste, ein guter Vater sein zu wollen. Mit der Geburt seiner Kinder wurde dies zum wichtigsten Teil seines Lebens. Gleichzeitig habe er eine Art Identitätskrise erlebt, weil sein früherer Lebensstil aus Touren, Rauchen und Drogen plötzlich nicht mehr zu seinen neuen Prioritäten passte. Sein Ziel war es, gesund zu bleiben und für seine Kinder da zu sein.

Seine Beziehung zum Schlagzeug beschreibt Barker als klar therapeutisch. Schon 30 Minuten Spielen am Tag würden ihn spürbar erleichtern. Über das Instrument könne er sich ausdrücken, wie es ihm im Gespräch mit anderen, selbst mit seiner Frau und seinen Kindern, nicht möglich sei. Das Schlagzeug sei eine Verlängerung seiner selbst, ohne die er sich fast „nackt“ fühle. Während andere Menschen eine Maske aufsetzen, um auf die Bühne zu gehen, sei es bei ihm umgekehrt: Er brauche eher eine Maske für das Leben abseits des Schlagzeugs. Am Set selbst fühle er sich am natürlichsten und müsse keine Substanzen nehmen, um auftreten zu können.

Seine Flugangst nach dem Absturz beschreibt Barker als dauerhafte Belastung. Über 10 bis 15 Jahre verzichtete er komplett aufs Fliegen und reiste mehrfach per Schiff über den Atlantik oder mit dem Bus. Jede dieser Reisen habe ihm vor Augen geführt, wie sehr die Angst Macht über ihn hatte. Erst durch seine Beziehung zu Kourtney Kardashian begann er, sich zu öffnen. Er bat sie, ihm mögliche Flugreisen mit mehr als 24 Stunden Vorlauf anzukündigen, um sich der Angst stellen zu können.

Sucht, Reha und posttraumatische Therapie

Barker schildert, dass sein Weg aus der Drogensucht direkt mit dem Flugzeugabsturz verbunden ist. Er war sechs Monate in einem Brandzentrum und hatte zuvor lange Zeit Schmerzmittel und andere Drogen konsumiert. Die Ärzt:innen fanden kaum die richtige Medikation, weil sein Körper an hohe Dosen gewöhnt war. Er berichtet, er sei bei Operationen wach gewesen und habe unkontrolliert um sich geschlagen, obwohl die Ärzt:innen sein Leben retteten.

Nach dieser Erfahrung wollte Barker keine Drogen mehr nehmen. Selbst verschriebene Medikamente lehnte er weitgehend ab, obwohl seine Ärzt:innen ihm versicherten, dass dagegen nichts spreche, auch im Hinblick auf Schmerz- und Medikamente gegen seine psychischen Belastungen. Stattdessen setzte er auf posttraumatische Therapie, intensiven Sport und – sobald möglich – wieder auf das Schlagzeugspielen.

In der Therapie ging es für ihn darum, Verluste zu akzeptieren und die Schockdiagnosen nach dem Unfall zu verarbeiten: schwere Verbrennungen, die mögliche Amputation eines Fußes und der Tod von Freund:innen und Pilot:innen. Er beschreibt Phasen, in denen er suizidal war und „komplett überfordert“. Ein posttraumatischer Therapeut im Krankenhaus habe ihm entscheidend geholfen, ebenso wie sein Brandarzt Dr. Grossman. Der Moment, in dem er seine Kinder wiedersehen konnte, sei für ihn die wichtigste Form von Therapie gewesen, weil er dadurch wieder einen klaren Lebenssinn gespürt habe. Auch Jahre nach dem Unfall führt er die Gespräche mit einer posttraumatischen Therapeutin oder einem Therapeuten fort.

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Mehr Informationen

Das ganze Interview auf Apple Music hören.

Via: Apple-PR / Fotos: Apple Music – The Zane Lowe Show

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Tags: Drogenentzug, Vaterschaft, Blink-182, Apple Music, Dokumentation, Schlagzeug, Zane Lowe, Travis Barker, Flugangst, Posttrauma

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