In der aktuellen Ausgabe von „Sunday Reboot“ geht es um einen fragwürdigen Zusammenhang zwischen iPhone und Geburtenrate sowie um die Frage, warum spezialisierte KI-Geräte weiterentwickelt werden, obwohl sie bisher kaum überzeugen.
Studie: iPhone als angebliche „Geburtenkontrolle“
Das iPhone ist in dieser Woche 19 Jahre alt geworden – es ging am 29. Juni 2007 in den Verkauf. Pünktlich zum Jubiläum sorgt ein Arbeitspapier des National Bureau of Economic Research mit dem Titel „Is the iPhone Birth Control?“ für Aufmerksamkeit. Der Text behauptet auf Basis nationaler Umfragedaten zu Zeitnutzung und sexuellem Verhalten in den USA, dass das iPhone persönliche Begegnungen reduziere, die Nutzung von Pornografie erhöhe und die sexuelle Aktivität verringere.
Auf den ersten Blick klingen diese Thesen für viele wohl plausibel. AppleInsider-Autor William Gallagher hat sich das Papier jedoch genauer angesehen und einige Schwachstellen identifiziert. Zunächst ist das Phänomen offensichtlich nicht auf das iPhone beschränkt: Bereits in den untersuchten Jahren waren zahlreiche andere Smartphones im Umlauf, die Ähnliches ermöglichten.
Die Autor:innen der Studie stützen sich auf Daten von AT&T-Nutzer:innen aus den Jahren 2005 bis 2011 – also zwei Jahre vor dem iPhone-Start und die Phase, in der das iPhone exklusiv bei AT&T erhältlich war. Allerdings verkaufte AT&T in dieser Zeit auch andere Smartphones, etwa Blackberry-Modelle, das HTC-basierte AT&T Tilt oder das Nokia N75. Die Datenbasis lässt sich also nicht sauber auf das iPhone allein zurückführen.
Die Verfasser:innen gestehen selbst ein, dass sie das iPhone nicht als alleinige Ursache für den Rückgang der US-Geburtenrate nach 2007 ansehen. Stattdessen soll das „moderne Smartphone“ insgesamt eine „beträchtliche Rolle“ spielen. Gegen die eigenen Thesen arbeitet die Untersuchung zudem mit einem Blick auf Suchanfragen nach „porn“, die 2014 stark anstiegen, bis 2024 aber wieder fast auf das Niveau von 2009 zurückgingen – als hätte die Gesellschaft die anfängliche Neuheit mobiler Inhalte hinter sich gelassen.
Am Ende bleibt ein Bericht mit vielen Einschränkungen und Fragezeichen, der sich schwer ernst nehmen lässt. So drängt sich der Eindruck auf, dass hier eine provokante Fragestellung eher als Aufmerksamkeitsgenerator dient, als dass sie belastbare Aussagen zum Einfluss des iPhones auf die Geburtenrate liefern könnte.
Prototypen, Musk und der zähe Weg der KI-Geräte
In der Tech-Welt gehören Prototypen und kolportierte Vorführungen für Investor:innen zum Alltag, besonders in Produktkategorien ohne dominierenden Marktführer. Vor diesem Hintergrund tauchte kürzlich die Meldung auf, SpaceX’ KI-Unternehmen xAI habe Investor:innen ein Prototyp-Gerät gezeigt. Elon Musk bezeichnete diesen Bericht anschließend als „völlig falsch“.
Ob die Geschichte stimmt oder nicht: Musk hatte bereits 2022 lautstark angedeutet, das iPhone mit einem eigenen Gerät herauszufordern. Konkrete Ergebnisse gibt es bis heute nicht. Die wenigen Details zum angeblichen xAI-Prototypen bleiben vage – das Gerät soll lediglich dünner als ein iPhone gewesen sein.
Gleichzeitig zeigt der Fall, dass das Interesse an eigenständigen KI-Geräten weiterhin vorhanden ist, obwohl prominente Versuche gescheitert sind. Der Humane AI Pin ist krachend gefloppt, der Rabbit R1 hat bei Verbraucher:innen ebenfalls kaum Anklang gefunden. Nach zwei deutlich sichtbaren Misserfolgen ist die Vorsicht in der Branche groß, niemand möchte Projekt Nummer drei finanzieren, das genauso endet.
Apples KI-Strategie: iPhone als Zentrale statt neuer Gadget-Kategorie
Gerüchte und Patente deuten darauf hin, dass Apple seinen Fokus stärker auf KI-Funktionen legt. Diskutiert werden neben fragwürdigen Anhängern auch immer wieder smarte Brillen. Gleichzeitig arbeitet Apple offenbar an weniger autonomen Geräten, die sich eng an das iPhone anbinden.
So kursieren Berichte, dass künftige AirPods mit Kameras ausgestattet werden könnten, um eine Umgebungsansicht für Apple Intelligence auf einem iPhone zu liefern. Der entscheidende Punkt: Die Rechenlogik bliebe im iPhone, AirPods oder Brille würden nur Daten liefern. Damit wäre die Funktionalität eines gescheiterten KI-Pins prinzipiell auch ohne zusätzliches Standalone-Gerät möglich.
Beim Geschäftsmodell hat sich die Lage seit dem Humane-Start ebenfalls verändert. Der AI Pin verlangte 2023 eine monatliche Gebühr von 24 US-Dollar für die KI-Funktionen – ein Preismodell, das damals viele abschreckte. 2026 sind Abos für ChatGPT, Claude und andere KI-Dienste jedoch für viele längst Normalität. Damit ist ein zentraler Stolperstein für spezialisierte KI-Hardware kleiner geworden.
Es ist daher nicht abwegig, dass Anbieter wie OpenAI eigene Hardware anbieten, die direkt auf kostenpflichtige KI-Dienste zugreift. Musk bestreitet zwar aktuell die Existenz eines xAI-Prototyps, aber die Vorstellung eines Geräts mit direktem Grok-Zugang liegt nahe – inklusive dem Versuch, ein eigenes Gegenstück zum iPhone zu etablieren. Ob solche Geräte eines Tages wiederum mit Statistiken zu sinkenden Geburtenraten verknüpft werden, bleibt abzuwarten.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
