Anlässlich des 30. Geburtstags des Originals von „Toy Story“ ist ein bisher unveröffentlichtes Interview mit Steve Jobs erschienen. Der Mitbegründer von Apple und Mehrheitseigner von Pixar spricht darin über den Start des später so erfolgreichen Animationsstudios.
Jobs’ Vision für Pixar: Ein einzigartiges Arbeitsumfeld
Das Steve-Jobs-Archiv hat ein 22-minütiges Interview veröffentlicht, das etwa ein Jahr nach dem Kinostart von „Toy Story“ stattfand. Jobs schildert darin seine Vorstellungen, wie bei Pixar die besten Talente aus Hollywood und dem Silicon Valley zusammenarbeiten können. Für ihn war es entscheidend, eine Atmosphäre zu schaffen, in der Mitarbeitende sich als gleichberechtigte Teammitglieder verstehen und kreative Freiheit genießen. Er hob hervor, dass Pixar damals besonders attraktiv für hochqualifizierte Mitarbeiter:innen war und betonte die wachsende Größe des Teams, die dennoch nicht zu Lasten der Qualität gehen dürfe.
Jobs verglich die Arbeitskultur von Pixar mit Unternehmen im Silicon Valley: Ziel sei es, ein Umfeld zu schaffen, das niemand freiwillig verlassen möchte. Wörtlich sagte er, dass niemand als selbstverständlich betrachtet werde. Sollte jemand gehen wollen, sei das in seinen Augen auch folgerichtig, unabhängig von bestehenden Verträgen.
Zusammenarbeit mit Disney und Innovationskraft
Im Verlauf des Gesprächs erklärt Jobs, wie bedeutend die damalige Partnerschaft mit Disney war. Pixar war das erste externe Animationsstudio, das Disney für ein gemeinsames Projekt auswählte – ein echter Meilenstein für das noch junge Studio. Disney unterstützte Pixar mit Ressourcen und Methoden, die anderen Unternehmen nicht zugänglich waren, beispielsweise beim Konzept, einen Film bereits vor der eigentlichen Produktion zu überarbeiten und zu optimieren. Diese und weitere technische wie kreative Ansätze entwickelte Pixar eigenständig weiter.
Jobs äußert sich optimistisch zu den eigenen Zukunftsaussichten. Er spricht über die Möglichkeit, auch nach der ursprünglich vereinbarten Trilogie mit Disney wieder zusammenzuarbeiten oder eventuell neue Partnerschaften einzugehen. Dabei erwähnt er auch das damals zweite Projekt mit Disney, das unter dem Codenamen „Käfer“ entwickelt wurde und später als „Das große Krabbeln“ bekannt wurde.
Langfristige Wirkung von „Toy Story“
Steve Jobs spekulierte in dem Interview bereits früh über die mögliche Langzeitwirkung von „Toy Story“. Er ging davon aus, dass der Film über Jahrzehnte relevant bleiben würde, ein Umstand, der sich rückblickend bestätigt hat. Die Begründung dafür sah Jobs vor allem in der Geschichte des Films. Bis zu seinem Tod im Jahr 2011 hatte Pixar bereits mehrere Fortsetzungen produziert, darunter „Toy Story 3“, den Jobs auch bei einer Präsentation zu iPhone OS 4 bewarb. Der fünfte Teil der Reihe ist für den 19. Juni 2026 geplant.
Via: https://gizmodo.com