Vor 14 Jahren verstarb Steve Jobs, Mitbegründer und langjähriger CEO von Apple. Anlässlich dieses Jahrestages werfen wir einen Blick zurück auf seine Gedanken über Leben, Tod und sein nachhaltiges Erbe.
Der Todestag von Steve Jobs und seine letzten Jahre
Steve Jobs starb am 5. Oktober 2011 gegen 15:00 Uhr Ortszeit in seinem Haus in Palo Alto. Die Gesundheitsbehörde von Santa Clara County nannte als unmittelbare Todesursache Atemstillstand, verursacht durch einen metastasierenden neuroendokrinen Tumor der Bauchspeicheldrüse. Jobs wurde lediglich 56 Jahre alt. Bereits seit seinem 49. Lebensjahr wurde er wegen dieser seltenen Form von Krebs behandelt. Seine Lebensweise und seine Ansichten über die eigene Sterblichkeit spiegelte er 2005 in einer bewegenden Rede an der Stanford University wider.
Nach einer erfolgreichen Tumoroperation 2004 nahm er 2009 eine längere Auszeit von Apple, um weitere medizinische Behandlungen durchzuführen. Dazu zählte auch eine Lebertransplantation. In einem Apple-Event 2009 dankte er dem Organspender mit den Worten: „Ich habe jetzt die Leber eines Menschen in den Zwanzigern, der so großzügig war, seine Organe zu spenden. Ich bin dank dieser Großzügigkeit am Leben.“ Jobs lehnte ein Angebot seines engen Kollegen Tim Cook, diesem eine Leber zu spenden, aus Prinzip ab.
Trotz seines Gesundheitszustands trat Jobs im Juni 2011 ein letztes Mal öffentlich als Vertreter von Apple bei einem Treffen in Cupertino auf. Wenige Monate später, am 24. August 2011, gab er den Posten als CEO offiziell auf. Am Tag seines Todes erklärte seine Frau Laurene Powell Jobs, Steve sei friedlich im Kreise seiner Familie gestorben.
Spuren, die Steve Jobs hinterlässt
Der Tod von Steve Jobs löste weltweit Anteilnahme aus. Zeitgleich mit der Meldung legten Trauernde Blumen vor seinem Haus nieder. Kolleg:innen und Weggefährt:innen erinnerten sich an seine Kreativität und seinen Einfluss. Apple veröffentlichte noch im Oktober 2011 eine Gedenkseite, auf der Erinnerungen geteilt werden konnten. Tim Cook, heutiger CEO von Apple, erinnert jährlich an Jobs mit öffentlichen Botschaften und betont dessen Bedeutung für das Unternehmen.
Auch ehemalige Wegbegleiter wie Ex-Apple-Chefdesigner Jony Ive beschrieben seinen Tod als „brutalen, herzzerreißenden Tag“. Ive erinnerte sich daran, wie Gespräche mit Jobs oft von Stille und Reflexion geprägt waren. Er betonte, dass nicht Gespräche, sondern das gemeinsame Nachdenken das Entscheidende gewesen sei. Schriftsteller Bob LeVitus, von dem Jobs Zitate in Keynotes verwendete, beschrieb die Zeit nach seinem Tod als das „Ende einer Ära“. Viele sind sich einig, dass Apple durch Jobs einen speziellen Geist bekam, der das Unternehmen bis heute prägt, auch wenn dessen Bewahrung schwieriger wird.
Das wachsende Vermächtnis und das Steve Jobs Archive
Anlässlich des 70. Geburtstags von Steve Jobs im Februar 2025 veröffentlichte das Steve Jobs Archive ein Video von einem Apple-internen Treffen, in dem Jobs erklärte, wie wichtig es ihm war, „etwas Wunderbares zu schaffen und es mit Sorgfalt der Welt zu schenken“. Für ihn war das Erschaffen von Dingen ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber der Menschheit, unabhängig davon, ob man je mit den Nutzer:innen persönlich in Kontakt tritt.
Das Steve Jobs Archive wurde 2022 von Laurene Powell Jobs, Jony Ive und Tim Cook als Online-Plattform geschaffen. Es dient als Inspirationsquelle, um Steve Jobs’ Ideen und Werte an kommende Generationen zu vermitteln. Dort gibt es unter anderem die Sammlung „Make Something Wonderful“, in der E-Mails und Gespräche von Steve Jobs veröffentlicht werden.
Bis heute wird Steve Jobs von vielen geschätzt und vermisst. Sein Erbe zeigt sich in der Kultur und den Produkten von Apple sowie in der Inspiration, die er Entwickler:innen, Designer:innen und Nutzer:innen weltweit vermittelt.