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Standard-Suchmaschine auf Apple-Geräten: Wie frei Ihr wirklich wählen könnt

Apple Standardsuche ändern Gemeinsam gegen Tracking: Apple & Google Google-Kartellrechtsprozess Suchmaschinen-Deal

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Apple und Google stehen wegen der Standardsuche auf iPhone, iPad und Mac verstärkt im Fokus. Für Euch stellt sich die Frage, wie viel Wahlfreiheit Ihr im Alltag tatsächlich habt.

Hintergrund: Googles Einspruch gegen das Suchmonopol-Urteil

Google hat beim Bundesberufungsgericht in Washington Einspruch gegen ein Kartellurteil eingelegt, das den Konzern als illegales Suchmonopol einstuft. Im Kern geht es um milliardenschwere Verträge, mit denen Google sich als voreingestellte Suchmaschine auf vielen Geräten sichert – darunter auch auf iPhones. Laut der Berufungsschrift sieht sich Google durch das Urteil für rechtmäßigen Wettbewerb bestraft und hält die Interpretation der Default-Suchabkommen für falsch.

In diesem Zusammenhang verweist Google ausdrücklich auf Apple. Der Konzern argumentiert, Apple habe sich „fair und gerecht“ dafür entschieden, Google zur Standardsuchmaschine auf iPhone und anderen Geräten zu machen. Als Begründung führt Google an, Apple habe Alternativen wie Microsofts Bing überprüft und als „unterlegen“ eingestuft. Nach Googles Darstellung sei die starke Stellung der eigenen Suche daher Ergebnis von Konkurrenz um den besten Dienst, nicht Folge unzulässiger Monopolpraxis.

Das Berufungsverfahren richtet sich sowohl gegen das Schuldspruch-Urteil aus dem August 2024 als auch gegen eine Entscheidung vom September desselben Jahres. Beide Entscheidungen stützen sich stark auf die finanziellen Vereinbarungen, mit denen Google sich als Voreinstellung sichern soll. Die Details der Geldflüsse zwischen Apple und Google werden in den öffentlich zugänglichen Berichten nur allgemein erwähnt, spielen aber eine zentrale Rolle in der kartellrechtlichen Bewertung.

Wie die Standardsuche im Apple-Ökosystem funktioniert

Für Euch als Nutzer:innen ist wichtig: Die Standardsuche legt fest, welcher Anbieter in Safari genutzt wird, wenn Ihr einfach in die Adresszeile tippt oder eine Websuche auslöst. Auf iOS und macOS sind dabei mehrere Dienste möglich, etwa Google, Bing, DuckDuckGo oder Ecosia. Auch wenn Apple sich in den Voreinstellungen für Google entschieden hat, lassen sich diese Optionen von Euch manuell anpassen.

Die wirtschaftliche Dimension bleibt im Hintergrund, wirkt aber im Alltag mit. Standardabkommen wie zwischen Apple und Google sorgen dafür, dass die meisten Nutzer:innen zunächst bei der voreingestellten Suche bleiben. Juristisch ist genau das der Streitpunkt: Ist diese starke Stellung vor allem Ergebnis von Qualität und Konkurrenz oder von verfestigten Defaults, die durch hohe Zahlungen gestützt werden? Die Antwort darauf wird das Berufungsgericht klären müssen.

So ändert Ihr die Standardsuche – und worauf Ihr achten solltet

Auf iPhone und iPad könnt Ihr die voreingestellte Suche in Safari über die Einstellungen anpassen. Unter iOS wählt Ihr in den Safari-Einstellungen einen anderen Suchanbieter aus der angebotenen Liste aus. Auf dem Mac funktioniert das ähnlich über die Safari-Einstellungen in der Menüleiste. Dort entscheidet Ihr, welcher Dienst Anfragen aus der Adress- und Suchleiste verarbeitet.

Zur Auswahl stehen je nach System unter anderem Google, Microsofts Bing, DuckDuckGo und Ecosia. Zwischen den Diensten gibt es spürbare Unterschiede bei Datenschutz, Ergebnisdarstellung und der Art, wie Suchverläufe verarbeitet werden. Einige Anbieter betonen den Schutz der Privatsphäre und versuchen, möglichst wenig personenbezogene Daten zu sammeln. Andere konzentrieren sich stärker auf Funktionsumfang und Ergebnisvielfalt, teilweise verbunden mit intensiver Auswertung von Nutzungsdaten.

Im Alltag zeigt sich das etwa darin, wie schnell Ihr passende Treffer findet, wie stark Suchvorschläge personalisiert sind oder wie viel Tracking Ihr akzeptieren möchtet. Durch Ausprobieren mehrerer Dienste könnt Ihr herausfinden, welche Kombination aus Komfort, Ergebnisqualität und Datenschutz zu Euren Gewohnheiten passt. Eure Entscheidung beeinflusst nicht das laufende Gerichtsverfahren, aber direkt, welche Daten wo landen – und welcher Anbieter von Euren täglichen Suchen profitiert.

Via: www.iClarified.com · www.macrumors.com

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Tags: Kartellrecht, DuckDuckGo, Ecosia, Apple, Standardsuche, iPhone, Mac, iPad, Google, Safari, Bing

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