News

Sony bringt Walkman-Kopfhörer von 1979 mit USB-C zurück

Die neuen MDR-3R orientieren sich am Design der Kopfhörer, die Sony einst mit dem ersten Walkman auslieferte. Statt eines Klinkensteckers bieten sie USB-C, ein Mikrofon und eine Fernbedienung am Kabel.

Retro-Design mit modernen Anschlüssen

Äußerlich ähneln die MDR-3R stark den MDR-3L2, die zum ersten Sony-Walkman TPS-L2 gehörten. Sony hat das historische Design beibehalten, aber den 3,5-Millimeter-Klinkenstecker durch USB-C ersetzt. Eine Fernbedienung und ein Mikrofon am Kabel ermöglichen die Wiedergabesteuerung und freihändige Telefonate.

Mit einem Gewicht von 38 Gramm ohne Kabel sind die MDR-3R laut Sony das leichteste ohraufliegende Modell im aktuellen Kopfhörersortiment des Unternehmens. Das Kabel ist 1,2 Meter lang und damit kürzer als beim Original.

Zum Lieferumfang gehören abnehmbare Schaumstoff-Ohrpolster in Orange und Blau. Sony hat außerdem die ursprüngliche Verpackung und Bedienungsanleitung nachgebildet. Die 23-Millimeter-Treiber entsprechen ebenfalls denen des historischen Modells. Der Klang soll daher dem Original nahekommen.

Der Walkman und seine Kopfhörer

Die MDR-3L2 wurden zusammen mit dem TPS-L2 ausgeliefert. Sony brachte den tragbaren Kassettenplayer 1979 in Japan auf den Markt. Er kostete damals 33.000 Yen, was zu jener Zeit ungefähr 150 US-Dollar entsprach. Umgerechnet auf heutige Verhältnisse wären das deutlich mehr als 600 US-Dollar.

Der TPS-L2 galt als erster erschwinglicher, tatsächlich tragbarer Kassettenplayer und begründete die Walkman-Reihe. Zuvor hörten viele Menschen Musik gemeinsam, denn Kassettendecks und andere Abspielgeräte waren zu groß, um sie bequem mitzunehmen. Tragbare Radios gab es zwar, sie konnten aber keine Kassetten abspielen.

Auch Kopfhörer in der Öffentlichkeit waren vor den MDR-3L2 ungewohnt. Sony-Mitarbeitende machten das Konzept bekannt, indem sie in Zügen Musik hörten. Der Walkman prägte anschließend das mobile Musikhören, bis Apples iPod den Markt für MP3-Player populär machte.

USB-C statt Klinke – aber nicht für jeden Walkman

Sony verkauft weiterhin Walkman-Geräte. Die heutigen Modelle sind jedoch im Wesentlichen herkömmliche MP3-Player mit Android. Zum 40. Jubiläum des TPS-L2 stellte Sony 2019 einen Android-Player für rund 500 US-Dollar (etwa 440 Euro in Europa) vor. Sein Gehäuse erinnerte an den ersten Walkman, während das Gerät selbst einen Touchscreen besaß. Die aktuellen Spitzenmodelle kosten mehrere Tausend.

Auch beim Musikhören hat sich seit der Walkman-Zeit viel verändert: Bluetooth-Kopfhörer lösten kabelgebundene Modelle weitgehend ab. Seit dem vergangenen Jahr gewinnen Kabelkopfhörer jedoch wieder an Beliebtheit. Auch CDs und Schallplatten verkaufen sich stärker. Bose verwies im September auf diesen Trend, als das Unternehmen neue kabelgebundene Ohrhörer mit Geräuschunterdrückung vorstellte.

Für die MDR-3R ist Unterstützung für USB Audio Class 1.0 erforderlich. Sony empfiehlt, die Kopfhörer nicht mit einem modernen Walkman zu verwenden – eine ungewöhnliche Einschränkung für ein Walkman-Erbe. Den Kopfhörer gibt es bei Amazon für knapp 100 Euro.

Via: https://www.techspot.com

Zu den Einkaufstipps:

Mit dem Kauf oder Download über Links in diesem Artikel unterstützt Du Apfeltalk mit einem kleinen Teil des unveränderten Kaufpreises. Um mehr über die Refinanzierung von Apfeltalk zu erfahren, klicke bitte hier.

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Michael Reimann

Neueste Artikel

Apple befragt Käufer:innen des iPhone Duo zu Falz und Kamera

Apple fragt einige Käufer:innen des iPhone Duo per E-Mail nach ihrer Einschätzung zu Displaygröße, sichtbarer Falz und Unter-Display-Kamera. Die Umfrage…

6. November 2026

Apple Arcade: NBA 2K27 und drei weitere Spiele starten

Apple Arcade bekommt vier neue Spiele: NBA 2K27 Arcade Edition, Crossy Road Rush, KAMI 2+ und Food Stylist – Design-Spiel+.…

6. November 2026

Instagram Edits kommt auf den Mac: kostenloser Videoschnitt mit 4K-Ausgabe

Instagram stellt seine Videoschnitt-App Edits ab sofort auch für den Mac bereit. Die kostenlose Desktop-Version richtet sich an größere Projekte…

6. November 2026

Unternehmen wollen KI-Kompetenz – doch viele suchen sie weiterhin außerhalb

Viele Personalverantwortliche glauben, dass Beschäftigte sich für Aufgaben rund um künstliche Intelligenz qualifizieren können. Trotzdem besetzen zahlreiche Unternehmen KI-Stellen weiterhin…

6. November 2026

KI-Assistenten: Apple verlangt ein Abo, Meta sammelt Nutzungsdaten

Apples neuer KI-Assistent in Logic Pro setzt ein Creator-Studio-Abo voraus. Meta Muse ist dagegen kostenlos nutzbar, erstellt laut einem Bericht…

6. November 2026

Apple erforscht intelligentere Türschlösser, die nur bei Annäherung öffnen

Apple untersucht, wie sich automatische Türschlösser sicherer machen lassen. Ein neuer Patentantrag beschreibt, wie Bewegungsrichtung, Tempo und frühere Aufenthaltsorte ungewolltes…

6. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen