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Signal bringt Post-Quanten-Schutz, bleibt aber beim Gerätewechsel unpraktisch

Chat Control Signal

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Signal bietet jetzt fortschrittlichen Schutz gegen zukünftige Quantencomputing-Gefahren. Trotzdem ist der Wechsel auf ein anderes Smartphone mit Signal weiterhin wenig benutzerfreundlich.

Signal führt Sparse Post Quantum Ratchet ein

Signal hat eine bedeutende Neuerung für die Sicherheit seines Kommunikationsprotokolls angekündigt: Das Unternehmen integriert die neue Sparse Post Quantum Ratchet (SPQR) in das Signal-Protokoll. Diese Technologie verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen potenzielle Bedrohungen durch Quantencomputer und erhält dabei die bisherigen Standards wie Forward Secrecy und Post-Compromise Security. Für Nutzer:innen bedeutet das zunächst keine sichtbaren Änderungen in der Bedienung der App. Die Umstellung auf das neue Protokoll erfolgt automatisch im Hintergrund. Signal gewährleistet so, dass verschlüsselte Chats nicht nachträglich von künftigen Quantencomputern entschlüsselt werden können, ohne dass Nutzer:innen handeln müssen.

Keine Nutzungseinschränkungen durch Quantum-Update

Laut der offiziellen Mitteilung von Signal verändert das neue Protokoll weder die Nutzung noch die Sicherheit herkömmlicher Endgeräte. Alle existierenden Gespräche und künftigen Chats erhalten den Schutz des neuen Systems. Damit bereitet sich Signal darauf vor, dass in einigen Jahren Quantencomputer mit relevanter Rechenleistung existieren könnten. Signal verzichtet bewusst auf sichtbare Einschnitte bei der Usability und stellt die Umstellung für alle Nutzer:innen sicher, ohne dafür Interaktionen zu verlangen. Dies verdeutlicht einen proaktiven und zukunftsorientierten Ansatz beim Thema Verschlüsselung.

Deutliche Schwächen beim Gerätewechsel

Obwohl Signal technologisch beim Quantencomputerschutz einen Schritt voraus ist, bleibt die Nutzung auf mehreren Smartphones weiterhin stark eingeschränkt. Es ist für die meisten Nutzer:innen schwierig und zeitaufwendig, ihr Signal-Konto auf ein neues oder ein weiteres Gerät zu übertragen. Aktuell kann der Wechsel des primären Geräts deutlich länger als 30 Minuten dauern, selbst für Gelegenheitsnutzer:innen. Andere Messenger wie Apple Nachrichten oder WhatsApp bieten beim Wechsel zwischen Geräten eine deutlich einfachere Lösung. Durch diese Einschränkung schneidet Signal in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit schlechter ab und verliert potenziell Nutzer:innen, die den Messenger überhaupt erst ausprobieren würden. Gerade im Vergleich zu anderen bekannten Messaging-Apps ist das Wechseln zwischen Geräten bei Signal umständlich und kann Interessierte abschrecken.

Signal überzeugt zwar durch zukunftsfähige Sicherheit, bleibt aber beim alltäglichen Wechsel zwischen Geräten hinter den Erwartungen zurück.

Via: https://arstechnica.com

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Tags: SPQR, Post-Quantum, Verschlüsselung, Messenger, Sicherheit, Datenschutz, Signal, Gerätewechsel, Quantencomputing

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