Apples neues Creator Studio startet heute und bringt ein gebündeltes Abo-Modell für die wichtigsten Profi-Apps. Hier erfahrt Ihr, wie die Abonnements funktionieren und was Ihr wissen solltet.
Mit dem Creator Studio-Abo erhaltet Ihr Zugriff auf eine aktualisierte Sammlung von insgesamt zehn Apple-Apps für einen monatlichen Preis von 12,99 Euro oder jährlich für 129 Euro. Für Lehrkräfte und Studierende gibt es einen Sonderpreis von 2,99 Euro monatlich oder 29,99 Euro jährlich. Das Paket umfasst entweder kompletten Zugriff oder exklusive Zusatzfunktionen für die Apps Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Keynote, Pages, Numbers, Freeform sowie Motion, Compressor und MainStage (letztere nur für den Mac).
Viele Basisausführungen dieser Programme bleiben für Mac- und iPad-Besitzer:innen kostenlos. Das Creator Studio-Abo lohnt sich vor allem, wenn Ihr mehr als eine dieser Apps nutzt oder sie plattformübergreifend (Mac und iPad) verwendet. Wer hingegen nur eine bestimmte App auf einem Gerät benötigt, zahlt im Vergleich nun mehr als bisher bei einer Einzellizenz – beispielsweise für Final Cut Pro auf dem iPad.
Im Mac App Store bietet Apple weiterhin Einmalkäufe für Einzelversionen von Final Cut Pro 299,99 Euro, Logic Pro 199,99 Euro, Pixelmator Pro 49,99 Euro), Compressor 49,99 Euro, Motion (49,99 US-Dollar/ca. 45,90 Euro) und MainStage (29,99 US-Dollar/ca. 27,50 Euro) an. Wer diese Programme bereits gekauft hat, behält uneingeschränkten Zugang und erhält kostenlose Aktualisierungen. Auf dem iPad wurden die bisherigen Einzelabos für Final Cut Pro und Logic Pro mit Einführung des Bundles eingestellt.
Grundsätzlich werden die Einzelversionen parallel zu den Creator Studio-Versionen weiterentwickelt und erhalten ebenfalls Funktionsupdates. Bei manchen Apps, wie Pixelmator Pro, gibt es derzeit allerdings Unterschiede in den Versionsnummern: Die aktuelle Creator Studio-Version (4.0) setzt ein Abo voraus, während Einmalkäufer:innen noch Version 3.7.1 erhalten. Für Keynote, Pages und Numbers gibt es auf dem Mac aktuell alte (14.5) und neue (15.1) Versionen parallel. Installiert Ihr die alte Version, werdet Ihr beim Start auf die neue Version hingewiesen.
Ihr könnt sowohl Einzel- als auch Abo-Versionen einer App gleichzeitig auf einem Gerät installieren und anhand des App-Icons unterscheiden: Die Abo-Apps verwenden die neuen Liquid-Glass-Designs, während die Einzelversionen ihre bisherigen Symbole behalten. Beim Namen gibt es weitere Abweichungen, etwa „Final Cut Pro: Videos erstellen“ für die Abo-Version.
Der größte Unterschied besteht bei Keynote, Pages und Numbers: Dort lassen sich sogenannte Premium-Features wie spezielle Vorlagen und KI-Funktionen nur mit aktiver Creator Studio-Mitgliedschaft nutzen. Ebenso ist der Zugang zur „Content Hub“-Bibliothek mit Archivbildern aktuell auf das Abo beschränkt. Die Standalone-Mac-Apps bieten derzeit den gleichen Funktionsumfang wie die Creator Studio-Versionen, wie lange dies so bleibt, bleibt abzuwarten.
Ein Creator Studio-Abo kann über Familienfreigabe mit bis zu sechs Apple-IDs geteilt werden. Dabei können die Apps auf bis zu zehn Geräten gleichzeitig installiert werden. Bildungslizenzen sind nicht teilbar. Die Systemanforderungen unterscheiden sich je nach App und Plattform. Für Mac-Apps ist meist macOS 15.6 Sequoia notwendig, für Pixelmator Pro sogar macOS 26 Tahoe. Die iPad-Versionen benötigen mindestens iPadOS 18.6 oder 26 sowie bestimmte Chipsätze.
Beschränkungen gibt es auch bei den KI-Features, die auf OpenAI-Technologie basieren: Standardmäßig können Nutzer:innen 50 Bilder, 50 Präsentationen sowie 700 Keynote-Folien mit KI-Inhalten generieren. Eine OpenAI- oder ChatGPT-Mitgliedschaft ist dafür nicht erforderlich; die Inhalte werden laut Apple nicht für KI-Training verwendet.
Nicht ins Bundle aufgenommen wurden die Apps iMovie, GarageBand und Photomator, die weiterhin jeweils kostenfrei genutzt oder separat gepflegt werden. Diese Programme haben keine größeren Updates erhalten, bleiben jedoch weiterhin verfügbar.
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