Der Safer Internet Day lenkt die Aufmerksamkeit auf aktuelle Gefahren im Internet und informiert darüber, wie Ihr Euch effektiv schützen könnt. Insbesondere die wachsende Rolle Künstlicher Intelligenz bringt neue Herausforderungen mit sich.
Steigende Risiken durch KI und Cyberkriminalität
Am weltweiten Aktionstag für mehr Sicherheit im Netz, dem Safer Internet Day, steht in diesem Jahr die Beziehung zwischen Nutzer:innen und Künstlicher Intelligenz im Mittelpunkt. Denn die fortschreitende Entwicklung von KI verändert die Art und Weise, wie Betrugsversuche ablaufen. Viele Betrugsmaschen nutzen inzwischen künstliche Intelligenz, um täuschend echte E-Mails oder Webseiten zu erstellen. Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), warnte im ARD-Morgenmagazin, dass durch KI unser Vertrauen in Sinneseindrücke schwindet – so werden gefälschte Inhalte immer schwerer zu erkennen.
Die Folgen von Online-Betrug sind erheblich. Insbesondere persönliche Daten sind das Ziel von Kriminellen, die über so genanntes Phishing ihre Opfer hintergehen. Laut dem Branchenverband Bitkom entstand 2025 allein in Deutschland ein finanzieller Schaden von rund 202 Milliarden Euro. In der Praxis bedeutet das: Wer im Netz unterwegs ist, muss mit zunehmender Professionalität und technischen Fertigkeiten der Betrüger:innen rechnen.
Tipps für mehr Sicherheit im Alltag
Das BSI empfiehlt Nutzer:innen, vor allem aufmerksam zu bleiben und regelmäßige Updates zu installieren, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Hinzu kommt der Tipp, Passkeys statt klassischer Passwörter zu nutzen, um den Zugang zu Online-Diensten abzusichern. Weitere Hinweise und Checklisten stellt das BSI auf seiner Webseite bereit, damit Ihr Euch besser vor Betrugsversuchen und kriminellen Angriffen schützen könnt.
Künstliche Intelligenz als emotionaler Faktor
Der Safer Internet Day thematisiert zudem die emotionale Seite der KI-Nutzung, besonders unter Kindern und Jugendlichen. Studien zeigen, dass viele junge Menschen künstliche Intelligenz nicht nur als Werkzeug, sondern auch als soziales Gegenüber wahrnehmen. Fachleute betonen, dass mit dieser Entwicklung neue Risiken einhergehen: Kinder und Jugendliche können emotional abhängig werden oder sogar manipuliert werden. Der Cyberkriminologe Thomas-Gabriel Rüdiger warnt, dass langfristig soziale Kompetenzen verloren gehen oder problematische Ratschläge übernommen werden könnten.
In Deutschland wird außerdem über weitere Schutzmaßnahmen diskutiert. Dazu zählen strengere Altersverifikationen für soziale Netzwerke und klare Vorgaben für Plattformbetreiber:innen. Ziel ist es, Jugendliche vor emotionalem Missbrauch und schädlichen Inhalten besser zu schützen.
Via: https://www.tagesschau.de
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