OpenAI verschiebt den Start des geplanten „Erwachsenenmodus“ für ChatGPT erneut. Das Unternehmen will sich vorerst auf andere Funktionen für eine breitere Nutzer:innenschaft konzentrieren.
Geplanter Zugang zu Inhalten für Erwachsene
Der „Erwachsenenmodus“ soll verifizierten volljährigen Nutzer:innen Zugang zu erotischen und anderen Inhalten für Erwachsene bieten. OpenAI-Chef Sam Altman hatte die Funktion erstmals im Oktober angekündigt. Damals schrieb er, dass OpenAI im Dezember mit einer umfassenderen Altersüberprüfung beginne und im Rahmen des Prinzips „behandle erwachsene Nutzer wie Erwachsene“ auch mehr Inhalte wie Erotik für verifizierte Erwachsene erlauben wolle.
Ursprünglich war der Start also für Dezember geplant. Zu diesem Zeitpunkt soll Altman intern allerdings eine „rote Warnstufe“ ausgerufen und die Teams aufgefordert haben, sich auf das Kernerlebnis von ChatGPT zu konzentrieren. In der Folge wurde der Start des „Erwachsenenmodus“ zunächst auf das erste Quartal dieses Jahres verschoben.
Fokus auf Kernfunktionen von ChatGPT
Nun verzögert sich der Start abermals. Eine Sprecher:in von OpenAI erklärte gegenüber Axios, dass das Unternehmen die Einführung des „Erwachsenenmodus“ nach hinten verschiebe. Stattdessen wolle man sich auf Arbeiten konzentrieren, die für mehr Nutzer:innen aktuell eine höhere Priorität hätten.
Dazu zählen laut OpenAI unter anderem Verbesserungen bei der Intelligenz des Systems, der Persönlichkeit der Assistent:innen und dem Ziel, den Chatbot „proaktiver“ zu machen. Die Sprecher:in betonte, man glaube weiterhin an das Prinzip, Erwachsene wie Erwachsene zu behandeln. Es werde jedoch mehr Zeit benötigen, um das Nutzungserlebnis dafür in der gewünschten Form auszugestalten.
Unklar bleibt, wie lange sich die Einführung tatsächlich verzögern wird. OpenAI hat dazu bislang keinen neuen Zeitplan genannt. Die erneute Verschiebung wurde zunächst von nicht namentlich genannten Quellen berichtet, bevor sie durch die Stellungnahme an Axios bestätigt wurde.
Keine Details zum weiteren Fahrplan
Über den genauen Funktionsumfang des „Erwachsenenmodus“ hinaus der bisher beschriebenen Inhalte für Erwachsene liegen aktuell keine weiteren Details vor. OpenAI äußert sich in der aktuellen Stellungnahme ausschließlich zur Priorisierung anderer Arbeiten und zur grundsätzlichen Haltung gegenüber erwachsenen Nutzer:innen.
Auch zu möglichen Anpassungen der geplanten Altersverifikation gibt es keine neuen Informationen. Fest steht lediglich, dass der „Erwachsenenmodus“ weiterhin als Option für verifizierte Erwachsene vorgesehen ist, der Start aber auf unbestimmte Zeit verschoben bleibt.
