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OpenAI setzt auf Audio: Silicon Valley sagt dem Bildschirm den Kampf an

KI-Agent in ChatGPT Apple erster echter Konkurrent

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OpenAI richtet sich strategisch auf Audio-KI aus und denkt dabei schon an eigene Geräte. Gleichzeitig bereitet sich die Techbranche insgesamt auf eine Zukunft mit deutlich weniger Bildschirmen vor.

OpenAI formt Audio-KI für neue Geräte

OpenAI arbeitet laut einem Bericht von The Information seit rund zwei Monaten intensiv an neuen Audiomodellen. Dafür hat das Unternehmen mehrere Teams aus Technik, Produktentwicklung und Forschung zusammengelegt, um seine Audio-KI grundlegend zu überarbeiten. Ziel ist ein Audio-zentriertes persönliches Gerät, das voraussichtlich in etwa einem Jahr auf den Markt kommen soll.

Das neue Audiomodell von OpenAI, geplant für Anfang 2026, soll natürlicher klingen und Gespräche flüssiger abwickeln können. Es soll Unterbrechungen wie ein menschliches Gegenüber verarbeiten und sogar sprechen können, während Nutzer:innen noch reden – etwas, das aktuelle Modelle noch nicht leisten. Außerdem stellt sich OpenAI offenbar eine ganze Familie von Geräten vor, möglicherweise einschließlich Brillen oder Bildschirm-loser Lautsprecher, die weniger wie Werkzeuge und stärker wie Begleiter wirken.

Eine wichtige Rolle spielt dabei der frühere Apple-Chefdesigner Jony Ive. Er ist durch die Übernahme seines Designstudios io durch OpenAI für 6,5 Milliarden US‑Dollar (rund 6 Milliarden Euro) im Mai zum Hardware-Team gestoßen. Laut The Information hat Ive es sich zur Aufgabe gemacht, Geräteabhängigkeit zu reduzieren und sieht Audio-zentriertes Design als Chance, „Fehler“ früherer Konsumgeräte zu korrigieren.

Techkonzerne testen Audio als neue Standardschnittstelle

Die Pläne von OpenAI passen in einen breiteren Trend der Branche: Audio soll zur zentralen Schnittstelle werden, während Bildschirme an Bedeutung verlieren. Sprachassistenten über smarte Lautsprecher sind bereits in mehr als einem Drittel der US-Haushalte angekommen und haben Spracheingabe im Alltag etabliert.

Meta hat jüngst eine Funktion für seine Ray‑Ban-Smartbrillen eingeführt, die ein Array aus fünf Mikrofonen nutzt, um Gespräche in lauten Umgebungen besser hörbar zu machen. Damit werden die Brillen im Prinzip zu einem gerichteten Hörsystem im Gesicht. Google experimentiert seit Juni mit „Audio-Übersichten“, die Suchergebnisse in gesprochene, dialogartige Zusammenfassungen verwandeln.

Auch Tesla integriert mit Grok und anderen großen Sprachmodellen Sprachassistenten ins Auto. Diese sollen nicht nur Navigation, sondern auch Klimasteuerung und weitere Funktionen per natürlichem Dialog ermöglichen. Damit werden Fahrzeuge selbst zur Audio-Schnittstelle, in der viele klassische Bildschirminteraktionen entfallen könnten.

Start-ups suchen nach der richtigen Audio-Form

Neben den großen Techkonzernen setzen auch zahlreiche Start-ups auf Audio als zentrales Bedienkonzept, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Die Hersteller:innen des Humane‑KI‑Ansteckers haben Hunderte Millionen US‑Dollar (rund Hunderte Millionen Euro) investiert, bevor das Bildschirm-lose Wearable zum warnenden Beispiel für gescheiterte Experimente wurde.

Das Friend‑KI‑Amulett, eine Halskette, die das Leben ihrer Träger:innen aufzeichnet und als Begleitung dienen soll, löst zugleich Datenschutzbedenken und existenzielle Fragen aus. Zudem arbeiten mindestens zwei Firmen, darunter Sandbar und ein von Pebble-Gründer Eric Migicovsky geführtes Unternehmen, an KI‑Ringen, die 2026 erscheinen sollen. Träger:innen könnten dann buchstäblich „mit der Hand sprechen“.

Unabhängig vom Formfaktor verfolgen all diese Projekte dieselbe Idee: Audio gilt als Schnittstelle der Zukunft. Wohnräume, Autos und sogar das eigene Gesicht werden zu Bedienoberflächen, über die digitale Dienste per Stimme und Klang erreichbar sind.

Via: https://techcrunch.com
Titelbild: KI (Zur Illustration)

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Tags: Sprachassistenten, Meta, OpenAI, Smart Devices, künstliche Intelligenz, Jony Ive, Google, Tesla, Audio, Wearables

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