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OpenAI schließt Deal mit US-Verteidigungsministerium nach Ausschluss von Anthropic

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OpenAI und das US-Verteidigungsministerium haben eine Vereinbarung zur Nutzung der KI-Modelle des Unternehmens getroffen. Der Deal folgt kurz nachdem Präsident Donald Trump den Einsatz von Anthropic-Diensten in US-Behörden untersagt hat.

Vereinbarung zwischen OpenAI und Verteidigungsministerium

OpenAI-Chef Sam Altman hat auf X bekannt gegeben, dass das Unternehmen eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium geschlossen hat, das er mit der bevorzugten Bezeichnung der Regierung als Kriegsministerium bezeichnet. Die KI-Modelle von OpenAI sollen in das geheime Netzwerk der Behörde eingebunden werden. Altman betonte dabei zwei zentrale Sicherheitsprinzipien des Unternehmens: ein Verbot von massenhafter Überwachung innerhalb der USA und die Forderung nach menschlicher Verantwortung beim Einsatz von Gewalt, einschließlich autonomer Waffensysteme.

Diese Prinzipien seien ausdrücklich Teil der Vereinbarung mit dem Ministerium und die Behörde habe zugestimmt, sie zu respektieren. Altman schrieb, das Kriegsministerium habe in den Gesprächen einen großen Respekt für Sicherheit gezeigt und wolle gemeinsam das bestmögliche Ergebnis erreichen. Er forderte zudem, dass die Regierung allen KI-Unternehmen, mit denen sie zusammenarbeitet, dieselben Bedingungen anbietet.

Konflikt mit Anthropic und politische Vorgeschichte

Der Abschluss des Deals erfolgte kurz nachdem Präsident Donald Trump alle US-Behörden angewiesen hatte, Claude und andere Dienste von Anthropic nicht mehr zu nutzen. Zuvor hatte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth damit gedroht, Anthropic als Risiko in der Lieferkette einzustufen, falls das Unternehmen seine Sicherheitsmechanismen nicht aufweicht. Diese Schutzmaßnahmen verhindern den Einsatz der Technologie für massenhafte Überwachung gegen US-Bürger:innen und für vollständig autonome Waffen.

Anthropic arbeitet seit 2024 mit der US-Regierung zusammen, lehnte es aber erneut ab, die geforderten Änderungen vorzunehmen. In einer aktuellen Stellungnahme, die wenige Stunden vor Altmans Ankündigung veröffentlicht wurde, bekräftigte Anthropic seine Position. Das Unternehmen erklärte, keine Einschüchterung oder Bestrafung durch das Kriegsministerium werde seine Haltung zu massenhafter innerstaatlicher Überwachung oder vollautonomen Waffen verändern. Anthropic kündigte an, eine Einstufung als Risiko in der Lieferkette vor Gericht anzufechten.

Technische Umsetzung und Cloud-Partnerschaft

Altman kündigte an, OpenAI werde technische Schutzmechanismen entwickeln, um sicherzustellen, dass die Modelle sich wie vorgesehen verhalten. Dies entspreche auch den Wünschen des Kriegsministeriums. OpenAI will Ingenieur:innen in die Behörde entsenden, um gemeinsam an der sicheren Integration der Modelle zu arbeiten. Die Bereitstellung soll ausschließlich über Cloud-Netzwerke erfolgen.

Laut der New York Times nutzt OpenAI derzeit noch nicht die Cloud-Infrastruktur von Amazon, die auch von der US-Regierung verwendet wird. Das könnte sich jedoch bald ändern, da OpenAI parallel eine Partnerschaft mit Amazon angekündigt hat. Im Rahmen dieser Kooperation sollen die Modelle von OpenAI auf Amazon Web Services (AWS) für Unternehmenskund:innen laufen. Diese technische Grundlage könnte auch für die Implementierung der KI-Modelle in den Regierungsnetzwerken relevant werden.

Via: www.engadget.com · www.cnbc.com

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Tags: Cloud, Pete Hegseth, Amazon Web Services, Donald Trump, Überwachung, OpenAI, Anthropic, KI-Modelle, autonome Waffen, Verteidigungsministerium, Sicherheit, Kriegsministerium

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