OpenAI schaltet DALL‑E GPT kurzfristig ab, die Bildfunktion wandert in ChatGPT Images. Für alle, die KI-Grafiken produktiv nutzen, ist das ein kritischer Moment.
Wer seine bisherigen Bilder behalten will, muss sie rechtzeitig manuell sichern und sich auf den Umstieg vorbereiten.
OpenAI bereinigt sein Produktangebot und stellt den Betrieb des DALL‑E-GPT-Tools zum 30. August 2026 ein. Der Dienst wird nicht weitergeführt, stattdessen übernimmt ChatGPT Images die Bildfunktionen. Laut Bericht müssen bisher erzeugte Bilder aus DALL‑E nicht automatisch übertragen, sondern von Benutzer:innen selbst gesichert werden.
Damit verlieren alle, die DALL‑E GPT für kreative Projekte, Social-Media-Grafiken oder Prototypen genutzt haben, kurzfristig ein gewohntes Werkzeug. Zugleich entsteht ein Bruch im Workflow, weil Archiv, Prompts und Ausgabeformate nicht nahtlos in den neuen Dienst übergehen. Wer sich auf die integrierte Bildfunktion von ChatGPT Images einstellen will, muss daher prüfen, welche Funktionen aus DALL‑E tatsächlich im neuen Angebot verfügbar sind.
Da OpenAI auf eine automatische Migration verzichtet, bleiben Euch nur manuelle Schritte. Zunächst solltet Ihr Euch in Euren DALL‑E-Account einloggen und die Übersicht aller bisher erzeugten Bilder öffnen. Anschließend lädt Ihr systematisch alle Dateien herunter, die Ihr weiter nutzen wollt, und legt sie lokal in einem strukturierten Ordnersystem ab.
Hilfreich ist es, die zugehörigen Prompts parallel in Textdateien oder Notizen zu sichern, damit Ihr die Bilder später bei Bedarf reproduzieren oder Varianten in ChatGPT Images erzeugen könnt. Achtet darauf, die Dateien in nachvollziehbaren Projekts- oder Kund:innen-Ordnern zu speichern, um sie auch nach der Abschaltung schnell wiederzufinden. Wer regelmäßig mit KI-Grafiken arbeitet, sollte diesen Sicherungsprozess vor dem 30. August vollständig abschließen.
Für alle, die im Apple-Ökosystem unterwegs sind, bietet sich eine eigene Backup-Strategie an. Heruntergeladene DALL‑E-Bilder lassen sich etwa in der Fotos-App sammeln und über iCloud automatisch zwischen Mac, iPhone und iPad synchronisieren. So habt Ihr Eure Archive auch nach der Abschaltung auf allen Geräten verfügbar.
Zusätzlich könnt Ihr mit der Kurzbefehle-App wiederkehrende Abläufe automatisieren, etwa das Sortieren neuer KI-Bilder in bestimmte Alben oder Ordner. So entsteht Schritt für Schritt ein eigenes Backup-Setup für KI-Grafiken, das nicht an ein einzelnes KI-Tool gebunden ist. Praktisch ist das vor allem, weil Ihr Eure bestehenden DALL‑E-Archive später auch mit anderen Diensten oder Workflows kombinieren könnt, während ChatGPT Images die Erzeugung neuer Bilder übernimmt.
Beim Wechsel zur neuen Bild-KI solltet Ihr außerdem im Blick behalten, welche rechtlichen und praktischen Rahmenbedingungen gelten. Dazu gehören Nutzungsrechte, mögliche Einschränkungen der Weiterverwendung und der Umgang mit sensiblen Inhalten. Auch wenn sich diese Regeln durch den Umzug der Bildfunktion ändern können, bleibt eines gleich: Ohne rechtzeitige Sicherung droht der Verlust ganzer KI-Bildarchive.
Via: www.ad-hoc-news.de
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