Apple hat sein Poliertuch überarbeitet und deutlich im Preis gesenkt. Im Alltag zeigt sich: Es reinigt weiterhin zuverlässig, doch Alternativen bleiben interessant.
Überarbeitung eines ungewöhnlich populären Zubehörs
Das Apple-Poliertuch kam 2021 für 25 Euro auf den Markt und wurde schnell zur Zielscheibe von Spott, weil es im Kern nur ein Reinigungstuch ist. Gleichzeitig war es erstaunlich gefragt, wobei unklar bleibt, wie viele Exemplare wirklich außerhalb von Video-Produktionen gekauft wurden.
Gerade in den Anfangsmonaten war das Tuch regelmäßig ausverkauft, sowohl im Handel als auch im Online‑Store. Mit jeder neuen Gerätegeneration aktualisierte Apple die offizielle Liste der kompatiblen Displays und Oberflächen. Inzwischen ist das Poliertuch eines von insgesamt sechs verschiedenen Reinigungstüchern, die Apple in den vergangenen Jahren auf den Markt gebracht hat.
Die Palette umfasst ein Tuch für Apple Vision Pro, eines für das iPad Pro mit Nanotextur-Oberfläche, eines für das Pro Display XDR, eines für das Studio Display mit Nanotextur, das ursprüngliche Apple-Poliertuch sowie die neue, zweite Generation des Apple-Poliertuchs. Nun wurde genau dieses Standardtuch überarbeitet – zumindest teilweise.
Neues Material, bekannte Form
Beim Format bleibt alles beim Alten: Das neue Apple-Poliertuch ist weiterhin ein quadratisches Tuch mit abgerundeten Ecken und einer Kantenlänge von 16cml. Es besteht aus zwei Lagen, deren Ränder miteinander verschmolzen sind. In der rechten unteren Ecke ist wie gehabt ein Apple-Logo eingeprägt.
Im direkten Vergleich fällt jedoch auf, dass Apple ein anderes Material einsetzt als beim Vorgänger. Das ursprüngliche Tuch wirkte fast wie Wildleder, während die neue Version eher wie ein klassisches Mikrofasertuch aussieht. Apple beschreibt das Material schlicht als „weiches, nicht scheuerndes Material“.
Die neue Faserstruktur ist spürbar weicher und weniger steif. Durch die weiterhin zweilagige Ausführung lässt sich das Tuch dadurch besser greifen und beim Reinigen leichter führen. Gleichzeitig wirkt es durch die geringere Materialstärke weniger hochwertig als das Original – gemeint ist dabei nicht der Preis, sondern das haptische Empfinden.
Das neue Tuch erinnert eher an das große, dünne Reinigungstuch, das Apple Vision Pro beiliegt, nur mit doppellagiger Ausführung, als an das erste offizielle Apple-Poliertuch.
Reinigungsleistung und Alternativen
Apple betont, dass das Poliertuch speziell für alle hauseigenen Display-Oberflächen entwickelt wurde, einschließlich Nanotextur, die durch minderwertige Stoffe beschädigt werden kann. Optisch bleibt das Tuch in einem hellgrauen Farbton und macht einen dezenten Eindruck.
Im Praxistest stand die Reinigungsleistung im Mittelpunkt. Das erste Apple-Poliertuch war trotz des Preises von 25 Euro eines der besten Reinigungstücher im Alltagseinsatz, zumindest nach Einschätzung des Autors, auch wenn die Meinungen im Team auseinandergehen.
Gerade beim Fotografieren oder Filmen müssen Displays häufig gereinigt werden, das alte Poliertuch war dafür tägliches Werkzeug. Das neue Modell wirkt zwar so, als würde es Öl und Fingerabdrücke etwas weniger „greifen“, das Endergebnis auf dem Display ist jedoch gleichwertig.
Insgesamt bleibt das neue Tuch sehr weich, schützt die Oberflächen zuverlässig und ist flexibler als zuvor. Wo das alte Modell als besonders herausragend wahrgenommen wurde, wirkt die Neuauflage eher durchschnittlich – aber weiterhin sehr effektiv.
Wer ein gutes Reinigungstuch für alle Apple-Geräte sucht, kann mit dem neuen Apple-Poliertuch wenig falsch machen. Es ist nach wie vor gleich groß wie zuvor und direkt bei Apple im Store und online erhältlich, kostet nun aber nur noch 10 Euro.
Apfeltalk empfiehlt die Reinigungstücher von Tidytech. Hier gibt es ein Set, dass ein ganz ähnliches Putztuch enthält.
