Apple arbeitet weiter intensiv an Ring-Technologie – ein neues Patent beschreibt detailliert, wie ein solcher Apple Ring als zentrales Eingabegerät für zahlreiche Geräte im Alltag dienen könnte. Der Fokus liegt dabei weniger auf einzelnen Funktionen des Rings, sondern auf seinem Zusammenspiel mit dem gesamten Geräte-Ökosystem.
Patent beschreibt System „Electronic device system with ring devices“
Das neu gewährte Patent mit dem Titel „Electronic device system with ring devices“ setzt an einem Szenario an, das viele von Euch kennen: Eine Person besitzt mehrere Geräte, darunter auch Wearables, und es muss jeweils eindeutig sein, welches Gerät gerade angesprochen oder gesteuert werden soll. Genau hier setzt der beschriebene Ring an.
Das Patent nennt verschiedene Ansätze, um das Zielgerät zu identifizieren. So könne „das Ziel-Elektronikgerät mit Hilfe eines Blickverfolgungssensors identifiziert werden, der den Blickpunkt der Nutzerin oder des Nutzers erfasst“, heißt es in der Patentschrift. Alternativ wird ein „Hochfrequenzsensor“ erwähnt, der die Richtung erkennt, in die das Gerät der Nutzer:innen zeigt, sowie weitere Sensorschaltungen zur Erkennung von Zeigebewegungen, Gesten und anderer Eingaben.
Ein Abschnitt der rund 20-seitigen Anmeldung widmet sich außerdem der Frage, was der Ring eigenständig leisten könnte und wie dies zu Apples Datenschutz-Ansatz passt. So könne ein Wearable „in einem Stand-alone-Betriebsmodus“ isoliert genutzt werden, etwa zur Gesundheitsüberwachung, und diese Daten „können mit anderen Geräten geteilt werden oder auch nicht“.
Ring erfasst Position, Orientierung und Bewegung der Hand
Im Kern beschreibt das Patent „einen Ring, der am Finger der Nutzerin oder des Nutzers getragen wird“ und „in Echtzeit Messwerte zur Position, Orientierung und Bewegung“ der Hand erfasst. Diese Aktivitäten sollen zur Steuerung verschiedener Geräte im System eingesetzt werden können.
Die Patentschrift ist dabei bewusst breit angelegt und listet eine Vielzahl von Geräten auf, die in das System einbezogen werden könnten – von Ringen über Smartwatches bis zu Headsets. Ebenso breit ist die Palette potenziell steuerbarer Geräte: Genannt werden unter anderem Lautsprecher und Thermostate, ergänzt um weitere Gerätearten, um möglichst viele spätere Einsatzszenarien abzudecken.
Während der Ring selbst in der Beschreibung im Mittelpunkt steht, ist ein Punkt bemerkenswert: Anders als Geräte wie Apple Vision Pro oder iPhones mit Face ID dürfte der Ring selbst eher kein Blick-Tracking enthalten. Dennoch könnte er mit Geräten zusammenarbeiten, die bereits erkennen, ob Ihr sie anseht. So verweist der Text etwa auf Funktionsweisen, die an das „Always On“-Display des iPhones erinnern, das sich abschaltet, wenn Ihr nicht hinschaut.
Das Patent skizziert mögliche Interaktionen: Wenn ein HomePod erkennen kann, dass Ihr ihn anblickt, bräuchte er laut Patenttexte keine hochpräzise Blickverfolgung. In Verbindung mit den vom Ring erfassten Gesten könnte etwa ein bestimmtes Fingerwackeln als „Track überspringen“ interpretiert werden. Ein Anheben oder Absenken der Hand könnte die Lautstärke steuern – vorausgesetzt, der HomePod erkennt Eure Aufmerksamkeit und der Ring übermittelt die Geste korrekt.
Apple-Ring seit Jahren ein Thema in Patenten und Gerüchten
„Electronic device system with ring devices“ fällt dadurch auf, dass weniger eine einzelne Hardware-Funktion im Mittelpunkt steht, sondern das Zusammenspiel einer ganzen Gerätefamilie. Das Patent argumentiert ausführlich, wie sich ein Ring in ein größeres System aus vernetzten Geräten einfügen könnte.
Als Erfinder sind zwei Personen genannt, darunter Stefan Hafeneger. Er ist laut AppleInsider bereits an mehreren Apple-Ring-Patenten und -Patentanmeldungen beteiligt, die bis ins Jahr 2024 zurückreichen. Gerüchte über einen intelligenten Ring aus Cupertino sind allerdings deutlich älter. Eines der frühesten Beispiele ist ein Konzeptbild eines „iRing“ aus dem Jahr 2007, das damals als mögliche Fernbedienung für den iPod gehandelt wurde.
Wie bei allen Patenten gilt: Apple kommentiert das konkrete Produkt dahinter nicht, und aus der Anmeldung lässt sich kein Veröffentlichungszeitpunkt ableiten. Das Dokument zeigt jedoch, wie intensiv der Konzern an der Idee eines Rings als zentralem Eingabegerät für verschiedenste Elektronik arbeitet.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
