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Neuer Task-Manager vom Windows‑Urgestein läuft jetzt auch auf Mac und Linux

Der ursprüngliche Entwickler des Windows-Task-Managers, Dave W. Plummer, arbeitet an einer neu gedachten Version seines Tools. Der neue Task-Manager TMOG läuft nicht nur unter Windows, sondern auch unter macOS und Linux.

Vom Krankenhaus zur plattformübergreifenden App

Plummer, der vor allem durch den ursprünglichen, nur 80 Kilobyte großen Task-Manager aus Windows NT 4.0 (1996) bekannt wurde, feilt aktuell an einer modernen Neuauflage. Die App trägt den Namen TMOG („Task Manager OG“) und wurde nach seinen Angaben mithilfe von „Vibe Coding“ entwickelt, indem er eine „107-seitige Spezifikation“ an das KI-Werkzeug Claude Code übergab.

Auf sozialen Medien schildert Plummer den Hintergrund zur aktuellen TMOG-Version. Die Entwicklung fiel in eine Phase, in der sein Sohn wegen einer akuten Blinddarmentzündung im Krankenhaus behandelt werden musste. Während der Wartezeiten vor Ort nutzte Plummer die freie Zeit, um an seinem Projekt zu arbeiten.

Ursprünglich wollte er testen, ob sich heute auf diese Weise ein neues Microsoft Word „vibe coden“ ließe. Von dieser Idee rückte er jedoch ab und konzentrierte sich auf ein Gebiet, das er sehr gut kennt: den Task-Manager. Mit einem neuen MacBook Air M5 im Gepäck erstellte er die erwähnte ausführliche Spezifikation und ließ daraus von Claude Code eine erste Variante der Anwendung generieren.

Erste lauffähige Version nach wenigen Stunden

Bereits bis zur Entlassung seines Sohnes nach dem ersten Eingriff hatte Plummer eine grob funktionierende Version von TMOG vorliegen. Wegen innerer Blutungen musste der Sohn später erneut ins Krankenhaus, was Plummer weiteren mobilen Entwicklungs‑Spielraum mit dem MacBook Air M5 verschaffte. Die ersten Fassungen von TMOG seien auf diesem Gerät in rund viereinhalb Stunden entstanden und „liefen beim ersten Mal“, so Plummer. Anschließend begann die Feinarbeit.

Die neue Anwendung läuft nativ auf aktuellen Windows‑11‑Systemen und zusätzlich auf macOS sowie Linux. TMOG legt dabei Wert auf eine auffällige Optik mit Neon‑Elementen und bietet zahlreiche Optionen zur visuellen Anpassung. Außerdem stehen mehrere Voreinstellungen mit Retro‑Anmutung zur Auswahl.

Flüssige Animationen und aktive Community‑Rückmeldungen

Ein zentrales Merkmal von TMOG ist laut Plummer, dass sich „alles mit 60 Hertz animieren“ lässt, statt lediglich einmal pro Sekunde zu aktualisieren. Dadurch soll die Darstellung von Systemaktivitäten deutlich flüssiger wirken. Parallel dazu arbeitet der Entwickler daran, kleinere Schwächen zu beseitigen, die sich durch den Vibe‑Coding‑Ansatz eingeschlichen haben.

In den Kommentaren und Antworten auf die Vorstellung von TMOG zeigt sich, dass Plummer viele Rückmeldungen direkt aufgreift. Neben Hinweisen auf Fehler oder Ungereimtheiten gibt es zahlreiche positive Reaktionen auf die Reaktionsfreude der Anwendung und den Funktionsumfang der aktuellen Betaversionen.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des ursprünglichen Berichts ist TMOG in der Beta‑Version 0.1.1 für alle unterstützten Plattformen verfügbar. Weitere Verbesserungen und Anpassungen scheinen bereits in Arbeit zu sein.

Via: https://www.tomshardware.com

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Michael Reimann

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