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Meta unterzeichnet den EU-Code of Practice für KI nicht

Im Juli 2025 steht die europäische Regulierung von Künstlicher Intelligenz im Fokus. Mit dem Inkrafttreten des AI Act verstärken sich die Kontroversen zwischen Technologieunternehmen und der Europäischen Kommission. Besonders Meta hat mit seiner Weigerung, den freiwilligen EU-Code of Practice für KI zu unterzeichnen, eine deutliche Position bezogen. In diesem Beitrag erhältst Du einen umfassenden, technisch fundierten Einblick in die Problematik und die aktuellen Entwicklungen.

Hintergrund zum EU-Code of Practice für künstliche Intelligenz

Die Europäische Kommission hat den AI Code of Practice als freiwilligen Rahmen geschaffen. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, Systeme und Prozesse zur Einhaltung des AI Act zu etablieren. Der Code verlangt unter anderem, dass Anbieter:innen von KI-Modellen regelmäßige, detaillierte Dokumentationen zu ihren Systemen bereitstellen. Das Training von KI mit urheberrechtlich geschütztem Material ohne Einwilligung ist nicht gestattet. Rechteinhaber:innen bekommen explizite Möglichkeiten, ihre Daten vor Einbeziehung in Trainingsdatensätze zu schützen.

Ein weiteres zentrales Element ist die Systematisierung des Risikomanagements. KI-Anbieter:innen müssen Register führen und Qualitätsstandards für ihre Systeme einhalten. Die europäische Regulierung verfolgt einen risikobasierten Ansatz und unterscheidet zwischen zulässigen, hochriskanten und verbotenen KI-Anwendungen. Kognitive Manipulation und Social Scoring sind strikt untersagt. Der AI Act ist die umfassendste gesetzliche Regelung für KI-Systeme weltweit und zielt darauf ab, Transparenz und Verantwortlichkeit sicherzustellen.

Metas Kritik an EU-Regularien für allgemeine KI-Modelle

Meta hat entschieden, den vorgeschlagenen Kodex nicht zu unterzeichnen. Das Unternehmen begründet dies durch erhebliche rechtliche Unsicherheiten für Entwickler:innen allgemeiner KI-Modelle. Meta sieht den Code als Maßnahme, die über die Anforderungen des AI Acts hinausgeht. Joel Kaplan, Global Affairs Officer bei Meta, kritisierte öffentlich die „Überregulierung“ seitens der EU. Seiner Meinung nach bremst die Gesetzgebung die Entwicklung führender KI-Modelle in Europa. Auch Unternehmen mit geplanten Geschäftsmodellen auf Basis generischer KI-Modelle seien betroffen.

Meta ist nicht das einzige Unternehmen mit Widerstand gegen die neue Regulatorik. Auch Alphabet, Microsoft und andere große Akteure im globalen KI-Wettlauf haben Bedenken geäußert und eine Verschiebung der Einführung gefordert. Die Kommission bleibt jedoch bislang bei ihrer Terminplanung und argumentiert, dass die Regeln notwendig für die gesellschaftliche Akzeptanz und Sicherheit von KI seien.

Ausblick: Technologischer Fortschritt versus Regulierung

Ab dem 2. August 2025 gelten die neuen Vorschriften für Anbieter:innen von KI-Modellen mit systemischem Risiko. Unternehmen, deren Systeme bereits vor diesem Stichtag am Markt sind, müssen bis 2027 vollständig konform sein. Die Herausforderung für Entwickler:innen liegt vor allem in der Bereitstellung transparenter Dokumentationen sowie dem Nachweis über die Einhaltung sämtlicher Richtlinien. Die Diskussion um die richtige Balance zwischen Innovationsfreiheit und strenger Regulierung bleibt weiter aktuell. Für alle Anbieter:innen im Bereich KI-Development bringt dies eine Phase erhöhter Unsicherheit und Anpassungsdruck.

Weltweit schauen Beobachter:innen auf die Entwicklung in Europa. Sie bewerten den AI Act zugleich als Vorbild und als Warnung. Wie sich die Lage speziell für Meta und vergleichbare Unternehmen weiter entwickelt, bleibt eine zentrale Frage für die Branche und die kommenden Monate.

Via: https://techcrunch.com

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Michael Reimann

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