Das MacBook Neo 2 wird wohl doch keinen Touchscreen erhalten. Hinweise aus der Gerüchteküche haben sich innerhalb weniger Monate deutlich geändert.
Von klarer Zusage zu deutlicher Absage
Im aktuellen Newsletter „Power On“ berichtet Bloomberg-Redakteur Mark Gurman, Apple habe noch nicht entschieden, ob Mac-Modelle außerhalb des nächsten hochpreisigen MacBook Pro überhaupt eine Touchscreen-Unterstützung erhalten sollen. Dieses MacBook Pro wird frühestens Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet.
Für das MacBook Neo 2 bedeutet das konkret: Ein Touchscreen ist in absehbarer Zeit unwahrscheinlich. Gurman formuliert es deutlich und sagt, er wäre überrascht, wenn das Neo in den kommenden drei Jahren einen Touchscreen bekäme. Damit entfernt sich Apple bei diesem Modell klar von früheren Spekulationen über eine Touch-Bedienung.
Ein weiterer Faktor sind die Kosten. Ein Touchscreen würde die Herstellung des MacBook Neo leicht verteuern. Da das Gerät aktuell ab 499 US‑Dollar (rund 460 Euro) verkauft wird, dürfte Apple den Preisvorteil des Einstiegsmodells nicht mit teurerer Hardware aufs Spiel setzen wollen.
Analystenprognosen haben sich mehrfach gedreht
Die Erwartungen rund um einen berührungsempfindlichen Bildschirm beim MacBook Neo 2 haben sich innerhalb weniger Monate mehrfach geändert. Im September 2025 erklärte der häufig gut informierte Apple-Analyst Ming-Chi Kuo, die zweite Generation des MacBook Neo „könnte“ Touch-Unterstützung erhalten. Schon damals blieb er bei der Formulierung vorsichtig.
In der vergangenen Woche folgte die Kehrtwende: Kuo schrieb, der Touchscreen „könnte“ nun doch nicht kommen. Gurman geht jetzt noch weiter und schließt die Einführung eines Touchscreens für das Neo-Modell vorerst komplett aus. Laut seinen Informationen sollten sich interessierte Nutzer:innen in dieser Hinsicht keine Hoffnungen für die nähere Zukunft machen.
MacBook Neo 2 mit neuem Chip und mehr Arbeitsspeicher
Trotz der Absage an den Touchscreen rechnet Kuo mit einem MacBook Neo der zweiten Generation im kommenden Jahr. Die Aktualisierung soll sich vor allem auf die interne Hardware konzentrieren. Als zentrale Neuerung gilt der Wechsel auf den A19‑Pro‑Chip. Dieser soll den bisher verbauten A18‑Pro‑Chip ablösen.
Mit dem neuen Chip ist auch ein Upgrade beim Arbeitsspeicher geplant. Das aktuelle MacBook Neo nutzt 8 GB RAM. In der zweiten Generation sollen es 12 GB RAM sein. Weitere Änderungen oder neue Funktionen erwähnt Kuo derzeit nicht.
Unterm Strich bleibt das MacBook Neo damit voraussichtlich ein günstigeres Einstiegsgerät ohne Touch-Bedienung, das sich vor allem durch einen moderaten Leistungszuwachs von der ersten Generation abheben dürfte.
