Apple rückt das iPad Pro zunehmend in Richtung Computer. Wir vergleichen iPad Pro und MacBook Air anhand von Ausstattung, Alltagstauglichkeit und einem Praxis-Benchmark.
Ihr könnt das iPad Pro mit oder ohne Tastatur nutzen. Das spart Gewicht, wenn ihr nur Medien konsumiert oder kurze Notizen macht. Beim MacBook Air ist die Tastatur immer dabei. Beim Display bieten beide unterschiedliche Pfade: Das iPad Pro endet aktuell bei 13 Zoll und setzt auf OLED. Das MacBook Air gibt es mit 13 und 15 Zoll, aber ohne OLED und nur mit 60 Hertz. Wer Wert auf hochwertiges Panel legt, greift beim Display eher zum iPad Pro. Beim iPad Pro ist der Apple Pencil ein Argument, etwa für handschriftliche Notizen oder Unterschriften in PDFs. MacBooks haben keinen Touchscreen. Es wird über ein MacBook Pro mit Touch spekuliert, doch Touch bedeutet nicht automatisch Pencil-Unterstützung. Bei den Anschlüssen ist das iPad Pro spartanisch: ein USB‑C. Am Magic Keyboard kommt ein zweiter Anschluss hinzu, der jedoch nur lädt. Das MacBook Air bietet zwei USB‑C-Ports plus MagSafe. Beim Laden über MagSafe bleiben die beiden USB‑C-Anschlüsse frei. Für SD-Karten braucht ihr bei beiden Geräten einen Adapter. Ein klarer Gewichtsvorteil liegt beim nackten 13‑Zoll‑iPad Pro. Wer auf Reisen jedes Gramm zählt, profitiert davon. Die extreme Dünnheit kann im Rucksack zusätzlich helfen, muss aber nicht für alle entscheidend sein.
Für einen groben Vergleich kam die bildgenerierende App Draw Things zum Einsatz. Beide Geräte erhielten denselben Prompt für ein „faltbares iPhone“. Ergebnis: Das iPad Pro mit M5 rechnete rund 21 Sekunden, das MacBook Air mit M4 etwa 1 Minute 10 Sekunden. Beide sind passiv gekühlt. Der Vergleich ist nicht ganz fair, da der M5 neuer ist. Dennoch zeigt er eine klare Tendenz, vor allem bei lokaler KI. Laut Test profitiert Draw Things von der schnelleren Neural Engine und zusätzlichen Neural-Acceleratoren in der GPU des M5.
Mit iPadOS 26 gibt es Fenster und die drei roten Buttons oben an jedem Fenster. Das Verhalten wirkt Mac-ähnlicher, bleibt aber iPadOS mit Einschränkungen. Die Arbeitsweise ist stärker App-zentriert und als „embedded“ erlebbar. Externe Sticks oder Festplatten funktionieren, fühlen sich aber oft weniger flexibel an. macOS auf dem MacBook Air passt für viele Arbeitsabläufe weiterhin besser, gerade bei Dateiverwaltung und klassischem Multitasking. Am Ende hängt die Entscheidung von euren Prioritäten ab: maximale Mobilität und Pencil? Dann spricht vieles fürs iPad Pro. Mehr Anschlüsse, größere Displays und macOS-Workflow? Dann liegt das MacBook Air näher.
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