Apple arbeitet laut mehreren Berichten an einem umfassend überarbeiteten MacBook Pro, das frühestens im nächsten Jahr erscheinen soll. Fünf zentrale Neuerungen zeichnen sich dabei bereits ab.
OLED-Display ohne Notch
Nach dem Start im iPad Pro 2024 soll die OLED-Displaytechnik 2026 erstmals im MacBook Pro zum Einsatz kommen. So berichtet es unter anderem die Seite TheElec. Die neuen Bildschirme sollen für höhere Helligkeit, besseren Kontrast und angenehmere Farbdarstellung sorgen.
Für das MacBook Pro ist laut TheElec ein sogenanntes Tandem-OLED-Panel vorgesehen, wie es auch im aktuellen iPad Pro steckt. Dabei werden zwei RGB-Schichten übereinander gestapelt, was die Spitzenhelligkeit erhöht und die Lebensdauer des Displays verbessern soll. Das MacBook Air mit OLED sei demnach nur mit einem einfacheren Single-Stack-Panel geplant.
Parallel zur Umstellung auf OLED könnte Apple auch die bekannte Display-Notch streichen. Der Marktforscher Omdia erwartet stattdessen ein Design mit abgerundeten Ecken und Kameralochausschnitt. Unklar bleibt, ob es sich um ein einzelnes Loch oder eine Lösung ähnlich der „Dynamischen Insel“ beim iPhone handeln wird. Sicher scheint nur: Der Ausschnitt im Display des MacBook Pro dürfte künftig deutlich kleiner ausfallen.
Dünneres Gehäuse, Touchscreen und Mobilfunk
Laut Bloomberg plant Apple für 2026 ein neues, dünneres Design des MacBook Pro. Abseits der geringeren Bauhöhe sind bislang keine Details zur Form oder zu weiteren Änderungen am Gehäuse bekannt. Apple habe das Redesign ursprünglich bereits für 2025 angepeilt, sei aber durch Verzögerungen bei der OLED-Displaytechnik zurückgeworfen worden.
Zusätzlich könnte das MacBook Pro erstmals einen Touchscreen erhalten. Der meist gut vernetzte Analyst Ming-Chi Kuo rechnet mit berührungsempfindlichen Mac-Displays ab 2026, und die Hinweise deuten darauf hin, dass das überarbeitete MacBook Pro zu den ersten Modellen gehören dürfte. Konkretere technische Angaben zur Umsetzung gibt es bislang nicht.
Auch Mobilfunk-Unterstützung steht im Raum: Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtete im vergangenen Jahr, Apple arbeite an einem hauseigenen Modem für den Einsatz in Macs ab 2026. Dies wäre Teil der Strategie, immer mehr Komponenten selbst zu entwickeln und unabhängig von Zulieferern zu werden.
M6-Chip und möglicher Zeitplan
Mit dem neuen Design soll auch die M6-Chipfamilie im MacBook Pro eingeführt werden. Nach aktuellem Stand soll der M6 die erste Generation von Apple-Prozessoren sein, die auf TSMCs 2-Nanometer-Fertigung basiert. Parallel dazu soll auch der A20-Chip für künftige iPhone-Modelle in diesem Verfahren produziert werden.
Erwartet werden M6 Pro und M6 Max im neuen MacBook-Pro-Design. Ob es zum Start auch ein 14-Zoll-Einstiegsmodell mit einfachem M6 geben wird, ist offen. Mark Gurman berichtete zuletzt, dass das neue Gehäuse zunächst exklusiv den Varianten mit M6 Pro und M6 Max vorbehalten sein könnte. Wer üblicherweise zum Basismodell greift, müsste sich damit gegebenenfalls länger gedulden.
Die Vorstellung der überarbeiteten MacBook-Pro-Modelle mit OLED-Display wird derzeit irgendwann zwischen Ende 2026 und Anfang 2027 erwartet. Der genaue Zeitpunkt ist laut den bisherigen Gerüchten offen. Ein späterer Marktstart bei zunächst begrenzter Verfügbarkeit gilt dabei als möglich, ähnlich wie beim überraschend frühen Launch der M3-MacBook-Pro-Modelle im Herbst 2023.
Via: https://9to5mac.com
Titelbild: KI (Zur Illustration)
