Apple könnte 2027 zwischen 1,2 und 1,5 Millionen MacBook Pro mit OLED-Touchscreen ausliefern. Das prognostiziert das Marktforschungsunternehmen TrendForce.
Das neue MacBook Pro wurde am Mittwoch vorgestellt und ist Apples erster Laptop mit Tandem-OLED-Touchscreen. Die Preise beginnen bei 3.299 Euro für das 14-Zoll-Modell und 3.899Euro für die 16-Zoll-Version. Vorbestellungen sind bereits möglich, die Auslieferung startet am Freitag, dem 6. November.
Apple bietet die OLED-Modelle neben den bisherigen MacBook-Pro-Geräten mit Mini-LED-Display an. Laut TrendForce könnte der hohe Einstiegspreis die Nachfrage nach einem kurzfristigen Geräteaustausch dämpfen. Eine größere Zahl von Käufer:innen dürfte daher nicht sofort auf das neue Modell wechseln.
Dennoch erwartet TrendForce, dass Apples Einstieg in den OLED-Laptopmarkt die Entwicklung der gesamten Branche beschleunigt. Bislang wurde dieser Markt vor allem von Windows-Hersteller:innen wie Lenovo, HP und Asus geprägt. Weitere Anbieter:innen könnten OLED-Displays künftig stärker in ihre Produktplanung aufnehmen.
Der Laptopmarkt insgesamt schrumpft seit zwei Jahren. Für OLED-Laptops prognostiziert TrendForce dagegen ein deutliches Wachstum: 2026 sollen die Auslieferungen im Jahresvergleich um nahezu 40 Prozent steigen. Für 2027 erwartet das Unternehmen ein weiteres Plus von mehr als 40 Prozent.
TrendForce führt diese Entwicklung darauf zurück, dass Marken OLED-Modelle zunehmend in ihren Produktplänen priorisieren. Apples neues MacBook Pro könnte dabei eine wichtige Rolle spielen, auch wenn der hohe Preis zunächst die Nachfrage begrenzt.
Samsung Display ist derzeit der einzige Panel-Lieferant für das neue MacBook Pro. Das Unternehmen hat Phase 1 seiner G8.6-A6-Produktionslinie am Standort Asan in Südkorea als eigene Fertigungsstätte für Apple vorgesehen. Das MacBook Pro ist das erste Produkt, das auf Samsungs G8.6-OLED-Linie mit Feinschattenmasken in die Massenproduktion geht.
Die Tandem-OLED-Technik und eine Pixeldichte von 254 Pixeln pro Zoll stellen laut TrendForce hohe Anforderungen an die Fertigung. Das betrifft insbesondere die Materialkosten und die Ausbeute bei der Produktion.
Andere Panelhersteller:innen führen zwar Qualifizierungsprogramme durch. TrendForce sieht jedoch erhebliche Einstiegshürden: Dazu zählen die Kosten, um Apples Vorgaben zu erfüllen, und Samsungs etablierte Position als Lieferant. LG Display, BOE und TCL CSOT sollen ihre Bemühungen stattdessen auf die Lieferkette für ein OLED-MacBook Air konzentrieren. Dieses Modell wird frühestens 2028 erwartet.
Via: https://www.macrumors.com
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