Apple hat das iPad Air mit dem M4-Chip aktualisiert und die Lücke zum iPad Pro weiter verkleinert. Trotzdem bleiben beide Produktreihen klar unterschiedlich positioniert.
M4‑iPad Air und M5‑iPad Pro im Vergleich
Das iPad Air wird nun vom M4-Chip angetrieben und stellt damit ein kleines Update gegenüber dem Vorgänger von 2025 mit M3-Chip dar. Die Aktualisierung bringt mehr Leistung und bessere Effizienz, verändert aber weder den Funktionsumfang noch die grundsätzliche Rolle des iPad Air im Produktportfolio deutlich.
Das iPad Pro bleibt weiterhin an der Spitze von Apples Tablet-Angebot und setzt jetzt auf den aktuellen M5-Chip. Dieses Modell baut auf dem großen Redesign von 2024 auf, das ein deutlich dünneres und leichteres Gehäuse, Tandem-OLED-Bildschirmtechnologie und eine Reihe professioneller Funktionen eingeführt hat. Die jüngste Überarbeitung konzentriert sich vor allem auf interne Verbesserungen, insbesondere bei der Grafikleistung und der KI-Beschleunigung, statt auf völlig neue Funktionen.
Dadurch unterscheidet sich das iPad Air vom iPad Pro immer weniger bei der allgemeinen Performance, sondern stärker bei bestimmten Merkmalen und Einsatzszenarien. Das iPad Air bietet einen Großteil des Kernerlebnisses zu einem niedrigeren Preis, während sich das iPad Pro über seine Displaytechnik, erweiterte Hardware-Funktionen und zusätzliche Reserven für besonders anspruchsvolle Aufgaben absetzt.
Preis-Leistungs-Frage: Für wen lohnt sich welches iPad?
Für die meisten Nutzer:innen ist das iPad Air aufgrund des Preis-Leistungs-Verhältnisses die bessere Wahl. In vielen Fällen sind die zusätzlich mindestens 400 US‑Dollar (rund 370 Euro) für das iPad Pro schwer zu rechtfertigen, nur um Funktionen wie Face ID, ein noch dünneres Design, ein Vier-Lautsprecher-System und ein ProMotion-OLED-Display mit bis zu 120 Hertz Bildwiederholrate zu erhalten.
Eine der wichtigsten Veränderungen der vergangenen Jahre: Die reine Rechenleistung ist nicht mehr der zentrale Unterschied zwischen iPad Air und iPad Pro. Mit dem M4-Chip erreicht das iPad Air eine CPU-Leistung, die bei den meisten Alltagsaufgaben praktisch nicht vom iPad Pro zu unterscheiden ist. Die verbleibende Lücke zeigt sich vor allem bei grafiklastigen Workloads, KI-Beschleunigung und der Displaytechnik, nicht aber bei der allgemeinen Reaktionsgeschwindigkeit oder der Performance von Apps.
Einige Pro-Funktionen wie LiDAR, bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und Thunderbolt-Anschluss sind nur für eine kleine, spezialisierte Nutzer:innengruppe tatsächlich relevant, viele werden diese Möglichkeiten nie benötigen. Auch Features wie Adaptive Sync und Audio-Zoom werden von einem Großteil der Käufer:innen kaum sinnvoll genutzt. Wer sich für das iPad Pro entscheidet, zahlt damit häufig eher für ein verfeinertes Nutzungserlebnis als für Funktionen, die wirklich zwingend nötig sind.
Wann das iPad Pro sinnvoll ist – und wann das iPad Air reicht
Professionelle Anwender:innen mit klaren Anforderungen an viel RAM und Speicherplatz, ein entspiegeltes Display, Thunderbolt-Konnektivität und OLED für HDR-Inhalte profitieren eindeutig vom iPad Pro. Gleichzeitig werden anspruchsvolle Privatnutzer:innen, die einfach das „beste“ iPad möchten, Features wie 120-Hertz-ProMotion für flüssigeres Scrollen und Spielen, das dünnere Design, tiefere Schwarztöne und kräftigere Farben durch das OLED-Panel sowie den Adaptiven True-Tone-Blitz für das Scannen von Dokumenten zu schätzen wissen – auch wenn sie diese nicht unbedingt benötigen.
Abseits dieser speziellen Anwendungsfälle bleibt das iPad Air jedoch das beste Angebot im Hinblick auf den Preis. Für die meisten Einsatzzwecke ist es mehr als ausreichend. Mit dem iPad Air erhaltet ihr ein modernes All‑Screen‑Design, den leistungsfähigen M4-Chip, praktische Funktionen wie USB‑C und 5G-Unterstützung sowie Kompatibilität mit den wichtigsten Apple-Zubehören – und das alles deutlich günstiger als beim iPad Pro.
