Das MacBook Air mit M1‑Chip ist im US‑Onlineshop von Walmart nicht mehr verfügbar. Parallel verdichten sich Berichte über ein neues, günstigeres MacBook, das bald erscheinen soll.
M1‑MacBook Air verschwindet aus dem Handel
Apple hatte das MacBook Air mit M1‑Chip im November 2020 vorgestellt, als eines der ersten Macs mit Apple‑Silicon statt Intel‑Prozessoren. Walmart bot das Gerät zuletzt ab 549 US‑Dollar (rund 510 Euro) an, mit 256 GB Speicher und 8 GB Arbeitsspeicher. Es handelte sich um Neuware im Originalkarton, nicht um generalüberholte oder geöffnete Geräte.
Auf Walmarts Website finden sich derzeit nur noch überholte Modelle aus dem Angebot „vertrauenswürdiger Verkäufer:innen“, beginnend bei 449 US‑Dollar (rund 415 Euro). Apple selbst hat das MacBook Air mit M1‑Chip im Jahr 2024 eingestellt, nachdem zuerst Modelle mit M3‑Chip erschienen und inzwischen bereits Varianten mit M4‑Chip verfügbar sind.
Vor der Einstellung lag der Einstiegspreis des M1‑MacBook Air bei 999 US‑Dollar (rund 930 Euro). Amazon hatte das Modell zeitweise rabattiert für 749 bis 899 US‑Dollar (rund 695 bis 835 Euro) im Programm. Dass Walmart nun keine Neugeräte mehr anbietet, könnte ein Hinweis auf den bevorstehenden Start eines neuen Modells sein.
Neues Einsteiger‑MacBook mit iPhone‑Chip erwartet
Laut mehreren Berichten und Leaks plant Apple, bereits in der ersten Märzwoche ein günstigeres MacBook mit einer Variante des A18‑Pro‑Chips aus dem iPhone 16 Pro vorzustellen. Das neue Notebook soll unterhalb des MacBook Air im Mac‑Portfolio positioniert werden und die Marke „MacBook“ ohne „Air“‑ oder „Pro“‑Zusatz zurückbringen.
Der Apple‑Zulieferkettenanalyst Ming‑Chi Kuo hatte als Erster berichtet, Apple arbeite an einem preiswerteren MacBook. Er ging im vergangenen Jahr von einem Display um 13 Zoll aus und nannte auffällige Farben wie Grün, Blau, Pink und Gelb als mögliche Optionen. Andere Gerüchte sprechen konkret von einem 12,9‑Zoll‑Bildschirm.
Das günstige MacBook könnte dem eingestellten 12‑Zoll‑MacBook ähneln, also besonders dünn und leicht ausfallen. Im Unterschied dazu würden diesmal aber Apple‑Silicon‑Chips statt Intel‑Prozessoren zum Einsatz kommen. Apple hatte den Verkauf des 12‑Zoll‑MacBook im Juli 2019 beendet, seitdem warten viele auf ein vergleichbares, aber moderneres Modell.
A18 Pro als mögliche M1‑Ablösung
Im iPhone 16 Pro verfügt der A18‑Pro‑Chip über eine 6‑Kern‑CPU und eine 6‑Kern‑GPU. Die Mehrkernleistung liegt in einem ähnlichen Bereich wie beim M1‑Chip. Das neue MacBook könnte damit effektiv die Rolle des MacBook Air mit M1‑Chip übernehmen, was erklären würde, warum dieses Modell bei Walmart nun nicht mehr als Neuware erhältlich ist.
Steigende Preise für DRAM‑ und NAND‑Speicherbausteine könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Das neue Einsteiger‑MacBook dürfte mit dem A18‑Pro‑Chip voraussichtlich nur 8 GB Arbeitsspeicher bieten. Aktuelle MacBook‑Air‑ und MacBook‑Pro‑Modelle starten dagegen jeweils bei mindestens 16 GB RAM.
Der A18‑Pro‑Chip unterstützt zudem kein Thunderbolt. Entsprechend wäre beim neuen MacBook nur mit herkömmlichen USB‑C‑Anschlüssen zu rechnen, die geringere Datenraten bieten und bei externen Monitoren Einschränkungen mit sich bringen könnten.