Apple plant offenbar ein Comeback der Keramikgehäuse für die Apple Watch – erstmals seit mehreren Jahren. Parallel dazu stehen eher behutsame technische Updates bei Series 12 und Ultra 4 im Raum.
Keramikgehäuse vor Rückkehr in die Apple-Watch-Familie
Apple arbeitet laut übereinstimmenden Berichten daran, Keramik als Gehäusematerial für die Apple Watch noch in diesem Jahr zurückzubringen. Die Einführung könnte mit der Apple Watch Series 12 erfolgen, nachdem Keramik seit 2020 aus dem Programm verschwunden ist. Erstmals kam Keramik mit der Apple Watch Series 2 zum Einsatz, damals noch als Teil der hochpreisigen Edition-Reihe. Nach einer Phase mit nur weißer oder wahlweise weißer und schwarzer Keramikvariante strich Apple das Material schließlich vollständig.
Die weiße Keramikausführung bestand aus verdichteten Zirkonia- und Aluminiumpulvern, die mit einer Diamantschlämme poliert wurden. Apple bewarb die Oberfläche als viermal härter als Edelstahl. Ein Jahr nach dem Debüt der weißen Variante erweiterte Apple das Angebot mit einer grauen Keramikoption zur Apple Watch Series 3. Mit der Apple Watch Series 4 verschwand die Edition-Linie 2018 jedoch komplett, Keramik fiel weg und es gab in diesem Jahr kein hochpreisiges Gehäusemodell.
Für die Apple Watch Series 5 kehrte das weiße Keramikfinish 2019 gemeinsam mit einer komplett neuen Titanoption zurück. Schon mit der Series 6 im Jahr 2020 beendete Apple die Keramikoption dann erneut. Seitdem ist das Material seit sechs Jahren nicht mehr Bestandteil der Apple-Watch-Produktpalette und gilt unter Sammler:innen auf dem Gebrauchtmarkt als begehrte Ausführung.
Alte Preise geben Anhaltspunkte für das Premium-Segment
Konkrete Angaben zu möglichen Preisen der kommenden Keramikmodelle gibt es bislang nicht. Ein Blick zurück auf die Apple Watch Series 5 zeigt jedoch, in welcher Region sich Apple damals positionierte. Während das Basismodell der Series 5 damals 399 US‑Dollar (rund 369 Euro) kostete, lag die Keramikedition deutlich höher: Die Version mit 40 Millimetern Gehäusegröße wurde für 1299 US‑Dollar (rund 1200 Euro) angeboten, die 44-Millimeter-Variante für 1349 US‑Dollar (rund 1245 Euro).
Zum Vergleich: Das Modell aus Edelstahl mit Mobilfunkfunktion kostete zu dieser Zeit 699 US‑Dollar (rund 646 Euro), die Titanversion mit Mobilfunk 799 US‑Dollar (rund 739 Euro). Die Apple Watch Hermès lag mit 1249 US‑Dollar (rund 1155 Euro) knapp unter dem Keramikmodell. Diese Preisdaten deuten darauf hin, dass Apple Keramik klar im oberen Premium-Bereich positionierte.
Apple Watch Series 12 und Ultra 4: Moderate Updates erwartet
Neben der möglichen Rückkehr des Keramikgehäuses zeichnen sich für die Apple Watch Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 eher behutsame Weiterentwicklungen ab. Beide Modellreihen sollen demnach den Trend zu moderaten Aktualisierungen mit Verbesserungen vor allem unter der Haube fortsetzen. Genannt wird ein spürbarer Leistungsschub, der auf einen neuen Chip hindeutet, nachdem die vergangenen beiden Generationen noch denselben S10-Chip verwendeten, der im Kern dem 2023 eingeführten S9 entsprach.
Zusätzlich zu den internen Änderungen sind neue Farbvarianten und Armbänder geplant. Außerdem sollen beide Modellreihen mehrere neue Funktionen im Bereich Gesundheit und Fitness erhalten. Die Vorstellung der Apple Watch Series 12 und der Apple Watch Ultra 4 wird gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro, dem iPhone 18 Pro Max und dem ersten faltbaren iPhone im kommenden Monat erwartet.
