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Kann das iPhone Duo das iPad mini ersetzen?

Mit seinem faltbaren 7,6-Zoll-Display könnte das iPhone Duo ein Gerät im Gepäck überflüssig machen. Ob es das iPad mini tatsächlich ersetzt, hängt davon ab, wofür Ihr das Tablet nutzt.

Display, Lesen und Videos

Das iPad mini bietet mit seinem 8,3-Zoll-Display mehr Platz als der innere Bildschirm des Duo. Wer das Tablet vor allem zum Lesen, Zeichnen oder Spielen nutzt, dürfte die zusätzliche Fläche bemerken. Das Duo setzt dagegen auf ein OLED-Display mit ProMotion bis 120 Hertz und einer entspiegelnden Nanotextur. Es erreicht im typischen Gebrauch bis zu 1.000 Nits und im Freien bis zu 3.000 Nits. Das iPad mini kommt auf eine angegebene Helligkeit von 500 Nits.

Für kurze Nachrichten oder Anrufe müsst Ihr das Duo nicht aufklappen: Dafür reicht sein 5,4-Zoll-Außendisplay. Zum Lesen oder Videoschauen öffnet Ihr das Gerät und habt den größeren Bildschirm dabei, ohne ein separates Tablet mitzunehmen. Netflix hat seine App an die inneren und äußeren Displays angepasst. Teilweise aufgeklappt kann das Duo zudem selbstständig stehen.

Ein separates iPad bleibt praktisch, wenn Ihr gleichzeitig das Telefon verwenden möchtet. So kann ein Video auf dem Tablet weiterlaufen, während Ihr am iPhone etwas anderes erledigt. Auch ein Rezept lässt sich auf dem iPad in der Küche anzeigen, während Euer Telefon bei Euch bleibt.

Apps und Apple Pencil

Das iPhone Duo erscheint mit iOS 27.1 und Split View. Damit lassen sich zwei Apps nebeneinander anzeigen, etwa ein Browser und Notizen. Auch zwei Safari-Fenster oder eine gespeicherte App-Kombination sind möglich. Das iPad mini läuft hingegen mit iPadOS und bietet Tablet-Apps, die sich deutlich von den iPhone-Versionen unterscheiden können. Wer auf eine iPad-exklusive Zeichen- oder Musik-App angewiesen ist, braucht weiterhin ein iPad.

Apple hat eigene Apps für das Duo angepasst. Auch Anwendungen von Drittanbietern wie Netflix, Zoom und Slack sind berücksichtigt. Entwickler:innen können ihre Oberflächen mithilfe neuer Layout-Vorgaben für den aufgeklappten Bildschirm gestalten.

Beim Zeichnen hat das iPad mini die Nase vorn: Es unterstützt den Apple Pencil Pro und den Apple Pencil (USB-C), jeweils mit Schwebefunktion. Der Pencil Pro bietet Druckempfindlichkeit und eine Kneifgeste zum Aufrufen von Werkzeugen. Das Duo soll den Apple Pencil (USB-C) auf beiden Displays später 2026 unterstützen; zum Verkaufsstart ist das nicht zugesagt. Den Pencil Pro unterstützt es nicht.

Gewicht, Preis und Verfügbarkeit

Das Duo wiegt 254 Gramm und ist damit leichter als das iPad mini mit 293 Gramm in der WLAN-Version oder 297 Gramm mit Mobilfunk. Zusammengeklappt misst es 117,8 × 84,1 × 11,3 Millimeter. Das iPad mini ist mit 6,3 Millimetern zwar dünner, benötigt aber meist eine Tasche oder eine größere Tasche.

Auch beim Preis unterscheiden sich die Geräte deutlich: Das iPad mini kostet derzeit 649 Euro mit 128 Gigabyte und WLAN oder 849 Euro mit Mobilfunk. Das Duo startet mit 256 Gigabyte bei 2.399 Euro. Wer mit dem vorhandenen Smartphone zufrieden ist, fährt mit einem zusätzlichen iPad mini deutlich günstiger.

Vor dem Kauf des aktuellen mini könnte sich Warten lohnen: Ein neues OLED-Modell soll Berichten zufolge Ende Oktober oder im November erscheinen. Apple hat es noch nicht angekündigt. Das Mobilfunkmodell des iPad mini bietet mobile Daten, ersetzt aber keine Telefonate über das Mobilfunknetz. Das Duo übernimmt beide Aufgaben. Beide Geräte besitzen USB-C mit Übertragungsgeschwindigkeiten bis zu 10 Gigabit pro Sekunde.

Apple gibt für das Duo bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem inneren Display an. Für das iPad mini nennt der Hersteller bis zu zehn Stunden Surfen oder Videowiedergabe über WLAN. Da die Angaben auf unterschiedlichen Tests beruhen, lassen sie sich nicht direkt vergleichen. Vorbestellungen für das Duo starten am 16. Oktober, erhältlich ist es ab dem 23. Oktober.

Via: https://www.iClarified.com

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Michael Reimann

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